Österreich - Zürich

6.-9.Aug.2012

Die Fahrt, oder das Schieben dauert fast sechs Stunden, ich krieg das Grinsen nicht aus meinem Gesicht, bin Glücklich. Die Motorradfahrer heben den Daumen, die Autofahrer fotografieren. „Warum schieben sie das Fahrrad hier hoch?“ „Weil ich über den Berg muss.“ Immer wieder treffe ich auf ein Pärchen mit Velo und Kind im Kindersitz, sie kommen aus Montreal, fahren bis Andermatt. Das Ende ist keins, nach dem Tunnel „Hochtor“ geht es kurz runter, neuer Rekord: 83.3kmh, zwischen den beiden Tunnel, und dann noch einmal hinauf. Die Serpentinen ins Tal hinunter sind steil, muss immer wieder anhalten und warten bis die Felgen nicht mehr so heiss sind. Dazu ein saftiger Hochgebirgswind der mich immer wieder versucht auf den kurzen Weg nach unten zu schicken. Bevor der erste Regen seit sieben Wochen noch heftiger wird, stelle ich mein Zelt bei Zell auf den Camping. Heute Gerlospass, die Anfahrt ist schon fast gemütlich, durch Weide-, Getreide- und Viehland, flach. Die alte Bundesstrasse soll es sein, das Ding ist ein diagonaler Strich in der Landschaft, hinauf. Ich versuch es gar erst, sagte ja nur, aus eigener Kraft, habe nicht gesagt dass ich jeden Scheiss fahre. Der Zähler zeigt die Uhrzeit, will gar nicht wissen wie langsam ich bin. Ich schaue doch, das Fahrrad bewegt sich so langsam, dass es 0,0kmh anzeigt. Wenn mal kein Auto oder Motorrad kommt, ist es die absolute Stille, ich leg das Rad hin setze mich. Im Gegenwind geht es durch das Zillertal, dafür schiebt mich der Wind dann durch Innsbruck hindurch und ich lege mich an ein Ufer an dem Inn. „Des is jo der Waahnsinn.“, so klang es von einem Rennradler in der Früh. Kurz danach hatte ich ein Zuckertief, das Frühstück war zu süss. Ich leg mich auf eine Bank. Nach etwas Gemüse und Roggenbrot kommen die Kräfte wieder. Die Einfahrt zum Pass ist eigentlich ziemlich einfach, jedoch kommt Wind auf der mich stark abbremst. Es ist Abend als ich in St. Anton einrolle, die Leute schauen komisch als ich mich in die Steigung mache. Schon früh habe ich mich entschieden auf dem Pass zu schlafen, ein letztes Mal das Norwegenfeeling haben. Und es ist eine kalte Nacht, mit frischgekochtem Essen und eingepackt im Schlafsack, schlafe ich wie ein Kind. Die ersten 30km sind geschenkt und dann, „Grüezi.“ Guete Morge Liechtenstein. Da das Ländle nicht gerade gross ist, bin ich dann bald zuhause. Ich fahre direkt nach Hause und mein Fahrrad explodiert, Die ganze Ware liegt auf dem Balkon verteilt. Hallo Schweiz… 12‘659 Kilometer

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