Km 3027 - Km 3102_Vlore - Himarë


Früh geht es heute los, denn wir haben ein mega Ziggzagg auf der Karte. Und das verspricht nichts Gutes. Zumal wir schon auf Meereshöhe sind und es dann irgendwie eher nicht Ziggzagg nach unten geht... Die Tour führt uns zuerst von Radhime nach Orikum wo wir gottseidank Einkaufen gehen. Nachher kommt nämlich nichts mehr... Wir haben schon einige Höhenmeter hinter uns gebracht als Cynthia in Dukat i Ri an einem Haus vorbei fährt. Wie fast immer, flippt der Hund hinter dem Hag beinahe aus. Aber dieser blöde Hund bellt und lechzt und kriegt sich kaum mehr ein. Der Hund ist leider gar nicht so blöd und kennt ein Schlupfloch durch den Zaun, das Cynthia nicht kennt. Knurrend kriecht er unter dem Hag durch und sprintet sabbernd und bellend auf die Strasse. Mike, der etwas weiter zurück liegt kann nur zuschauen. So ist Cynthia das erste Mal gezwungen die Peitsche zu zücken und macht sich auf in den Kampf. Phuu. Gschafft. Eins zu Null für die Pédaleurs. Adrenalin pur. Immer weiter und weiter geht es den Berg hoch. Wir schieben die meiste Zeit. Die Tafeln sind beschriftet mit 10 Prozent Steigung. Das stimmt bei weitem nicht. Die Steigung ist viel höher. Neben uns kraxeln die Autos im Schneckentempo hoch. Die Abgase sind schwarz und blau und immer mal wieder brauchen die Autos Pause. Wir auch. Wir schieben vorbei an lebendigen und weniger lebendigen Nattern, an Pferden, Kühen, Ziegen, Schafen und vereinzelnten Häusern. Einige Kilometer vor dem Pass erreichen wir ein Restaurant wo wir uns kühle Drinks gönnen. Eine Famile aus Zürich ist auch da. Sie sind mit dem VW Bus unterwegs. Wir plaudern etwas mit ihnen und freuen uns sehr, sie kennengelernt zu haben. Nachdem wir weiter den Berg hoch schieben, treffen wir in einer Siedlung ein. Die Siedlung besteht ausschliesslich aus Hotels, aus denen laute Musik klingt. Komisch. Irgendwo im Nirgendwo hat es plötzlich Lärm. Am Nachmittag erreichen wir endlich den Pass. Genau 1'032 Höhenmeter haben wir innert 40 Kilomtern geschafft. Wie wir hier die durchschnittliche prozentuale Steigung errechnen wissen wir leider nicht. Schön, wenn uns hier einer helfen kann. Die Aussicht von oben ist grandios. Es geht gerade runter bis ans Meer. Tausend Meter Abhang. Wow. Die Abfahrt besteht aus einer guten Strasse mit vielen Serpentinen. Die Kurven sind so eng, dass man immer wieder Abbremsen muss. Auf der Abfahrt treffen wir noch einen deutschen Fahrradfahrer. Er erzählt uns auch von Schweizern, die unterwegs sind. Noch haben wir sie nicht getroffen. Immer wieder halten wir an und lassen die Aussicht auf uns wirken. Es ist atemberaubend. Ziemlich erschöpft erreichen wir am Abend Dhermi. Hier soll es mehrere Campings haben. Die Strasse auf der wir den ganzen Tag gefahren sind, liegt nun auf ungefähr 150 Meter über Meer. Der Camping soll am Strand liegen. So fahren wir den steilen Abhang runter. Am Meer angekommen hat es wieder einmal einen Strassenschaden. Das Loch ist gefüllt mit Algendurchzogenem Wasser. Mike fährt als erstes durch und rutscht aus. Zum Glück ist er nicht ernsthaft verletzt. Einige Schrammen und Prellungen hat es aber dennoch gegeben. Sein Fahrrad ist in den Schlamm gefallen und alles ist voller Dreck. Eine Packtasche ist sogar unten zerrissen. Wir werden das die nächsten Tage dann flicken... Den Camping haben wir nicht gefunden. Nach einer Ewigkeit des Suchens Checken wir in einem Hotel ein, welches eine wunderschöne Aussicht auf das Meer hat. Wir sind zu müde um es zu geniessen. Nach dem Abendessen gehen wir zusammen mit der Sonne schlafen. Die 150 Meter bis zur Strasse legen wir innert 900 Metern zurück. Steilsteil. Und das nach dem Tag gestern. Phuuu. Auf der Strasse angelangt führt uns die Strasse hoch und runter und hoch und runter und hoch und hoch und hoch und einfach kein runter mehr. Dann wieder runter. Dann hoch und hoch. Es ist heiss. Mike macht viele Witze und vor lauter Lachen fehlt uns fast die Kraft zum schieben. Uns kommen einige fite Fahrradfahrer entgegen. Wir sind um einiges weniger beeindruckt als wir als Schlusslichtli den Wagen sehen, der einen grossen Fahrradanhänger hinter sich herzieht. Die Supersportler werden also immer hochgefahren und dürfen dann selber runterrollen. Toll. Die Strassen sind wie schon gestern immer mit 10 Prozent Steigung angeschrieben. Das kann nicht sein. Tatsächlich haben wir im Nachhinein erfahren, dass die Steigung teilweise bei bis zu 31% lag. In Vuno haben wir nach ungefähr 90 Minuten Fahrzeit - das entspricht etwa vier Stunden krampfen - den höchsten Punkt erreicht. Wir treffen auf zwei Fahrradfahrer aus Canada. Das erste was der Mann zu uns sagt ist: "Das sind doch nie und nimmer 10 Prozent. Oder?". Haha. Es geht also nicht nur uns so. Die beiden Canadier, Ann und Shawn sind sehr herzlich und wir unterhalten uns etwas mit ihnen. Vor Ihnen liegt die Tour, die wir gerstern hinter uns gebracht haben. Wir sind froh steht uns das gerade nicht mehr bevor. Von Vuno aus geht es steil runter. Also richtig steil. So steil, dass es schon irre ist, eine solche Strasse zu bauen. Es ist so steil, dass man denkt, das Hinterrad lüpfts. Die Autos die entgegenkommen klappen fast zusammen und überall an den Kurven hat es Grabsteine. Kein Wunder. Langsam fahren wir runter. Blöd nur, dass so die Bremsen stark erhitzen. Mit etwas Glück kommen wir dann in Himare heil an. In Himare machen wir uns auf die Suche nach dem Camping. Ach egal. Wir nehmen das Hotel. Für zwei Nächte.

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