Km १३७८९ - Km १३९९१_Mahendranagar - Ghoda Ghodi Taal See


Die erste Nacht in Nepal verbringen wir direkt an der Grenze in Mahendranagar. Es ist ruhig. Kein Hupen, kein Schreien, keine Tempelmusik. Richtig idyllisch hier im Fernen Westen Nepals. Dementsprechend gut schlafen wir. Am Morgen erwachen wir pitschnass. Das Zimmer war so feucht - die von uns aufgehängte Wäsche machte es wohl auch nicht besser - dass die Matratze, das Bettzeug, der Boden und sogar unsere Kleider nass sind. Eigentlich passt uns das ganz gut - denn es erwartet uns sowieso ein sehr heisser Tag. Nach dem Frühstück fahren wir - leicht verspätet - los. Zuerst mal gehts zum Einkaufen. Die Lädeli sind ziemlich ähnlich denen in Indien. Überall gibt es Miniportiönli Pommes Chips, ein Hämpfeli verpackte Guetzli oder einzelne Bonbons. Wir sammeln unser Zeugs zusammen und steuern den ersten Velomech an. Hier werden die Velo geölt. Währenddem werden wir von einem aufgeweckten kleinen Jungen in perfektem Englisch angesprochen. Er heisst uns herzlich willkommen und erkundigt sich, wie wir denn im Hotel geschlafen hätten. So schnusig. Auch in seine Schule lädt er uns ein - aber heute ist Sonntag wir wollen weiterfahren. Die Route führt uns auf dem National Highway gen Osten. Wer nun eine dichtbefahrene Strasse erwartet, liegt falsch. Ab und zu kommt ein LKW dahergebrummt, ansonsten ist es still. In regelmässigen Abständen passieren wir Checkpoints. Aber gestoppt werden wir nie. Wir passieren den ersten Nationalpark. Hier soll es Tiger, Elefanten, Hyänen und Krokodile geben. Die Landschaft ist sagenhaft. Bereits auf den ersten Kilometern verlieben wir uns in Nepal. Wann immer wir ein Dorf passieren, rennen uns die Kinder lachend und rufend entgegen. Fast alle die wir treffen sprechen gutes Englisch. Und so freuen wir uns, dass wir uns endlich wieder unterhalten können. Wir erzählen, wo wir herkommen. Dann folgt schon mal aus dem Mund eines sechsjährigen Jungen "Oh my god, they are from Switzerland". Und schnell, schnell rennt er ins Dorf und verkündet allen die Botschaft. Andere winken von den Dächern und rufen "Hello Tourist". Wir winken fleissig zurück und freuen uns sehr ab der Gastfreundschaft. Alle Generationen kommen auf uns zu. Es ist wirklich schön. An der Landschaft können wir uns nicht sattsehen. Die Flüsse sind klar, der Strassenrand abfallfrei, die Bäume grün, der Himmel blau. Und immer in Sichtweite die Ausläufer des Himalaya. Trotz der ruhigen Verkehrslage werden wir kurz vor dem Mittag Zeugen eines Verkehrsunfalls. Der überholende Bus hat das entgegenkommende Motorrad übersehen. Die beiden Verletzten liegen benommen auf der Strasse und werden in Windeseile von den Buspassagieren umsorgt. Der Unfall hätte schlimmer ausgehen können. So wie wir es einschätzen, sind die Jungs mit einer gestauchten Rippe und einer gebrochenen Nase relativ gut weggekommen. Sie bekommen von uns noch eine versiegelte Flasche mit Wasser. Anschliessend verlassen wir den Unfallort. Helfende Hände gab es genug - und auch der Militärtrupp, der gleich um die Ecke ein Päuschen im Schatten eingelegt hatte, ist bereits im Anmarsch. Heute kochen wir zum allerersten Mal seit Monaten ein Mittagessen on the road. Es gibt Süppli mit Spaghetti als Einlage. Zum endlich mal wieder richtig gsund werden. Wir freuen uns mega, dass wir nun wieder ungestört am Strassenrand sitzen, plaudern und ruhen können. Danach wollen wir an einem Verkaufsstand noch einige kühle Getränke besorgen. Während Mike zum Lädeli geht, bleibt Cynthia bei den Rädern. Da kommen zwei Wasserbüffel dahergeschnaubt. Sie haben ihre beiden Ketten, die an der Nase festgemacht sind, ineinander verhäderet. Und nun stehen sie sich gegenüber und gehen sich tierisch auf die Nüsse. Irgendwie verständlich. Die Tiere rennen vor- und rückwärts über den ganzen Platz, grunzen sich an und versuchen einander umzuschubsen. Plötzlich rennen die beiden Streithähne in vollem Tempo auf Cynthia und die Räder zu. Ein Hops zur Seite für Cynthia und ein Stossgebet für die Räder helfen. Nix passiert - nur bitzi erschrocken. Kurz darauf kommen zwei, drei Helfer dahergerannt und beruhigen die Tiere. Der Hirte - knappe sieben Jahre alt - getraut sich nun auch wieder an seine Büffel und knotet die beiden auseinander. Alles wieder guet. Wenige Kilometer nach dem Ghoda Ghodi Taal See finden wir ein Hotel. Wir checken ein, schletzen ein paar Coca Cola runter und duschen. Anschliessend gehen wir im Hoteleigenen Restauant zum Abendessen. Es gibt Momos. Juhuii. Nach und nach versammelt sich das Dorf um uns. Aber nicht wegenden Pédaleurs, sondern wegen der Cricketweltmeisterschaft. Die spielt sich nämlich genau hinter uns auf dem riesigen Fernsehbildschirm ab. [if !supportLineBreakNewLine] [endif]

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