Km 20166_Perth


Die Zeit in Perth bei unseren lieben Verwandten vergeht wie im Flug. Wir erleben jeden Tag eine fabelhafte Zeit. Mal sind wir alleine unterwegs, mal mit Tante und mal der ganze Trupp gemeinsam. Wir fahren beispielsweise nach Perth und beklettern den Kings Park oder wir reisen nach Fremantle und begeistern uns für die Fish and Chips, den wunderschönen Strand und trinken eine heisse Schokolade um uns vom soeben über uns ergangenem Hagelsturm aufzutauen. Oder wir machen einen Ausflug zu den Pinnacles und freuen uns auf dem Heimweg über die kuschligen Koalas im Park. Oder wir spazieren entlang der Küste. Auch in Sachen Filme kommen wir nicht zu kurz. Nachdem wir uns während drei Abenden die Bourne Trilogie reingezogen haben, geht es an einem weiteren Abend ins Kino um die neuste Episode zu sehen. Auch gehen wir mal lecker Essen oder machen einen Ausflug in den Zoo. Hier attackiert uns ein Löwe. Also nicht ganz – es hat ja zum Glück eine Glasscheibe. Und wir sehen Giraffen, Tiger, Elefanten, Papageien und all die anderen Geschöpfe. Oftmals geniessen die Pédaleurs aber einfach nur die Ruhe und die Gemütlichkeit eines Zuhauses. Dann freuen wir uns ob ein paar ruhigen Schreibminuten, Backen Schoggichüechli, machen frische Spätzli oder hacken Holz für den Kamin. Es ist einfach super gemütlich und wunderbar. Immer wieder finden wir gemeinsam einen Grund, warum die Pédaleurs ihre Weiterreise noch etwas verschieben sollten. Und dann schrieben wir auch noch Dutzende von Postkarten. Falls gerade du – ja du, der das gerade liest – keine erhalten solltest. So sorry – aber uns viel fast die Hand ab beim Schreiben. Daher hier eine imaginäre Postkarte. Nur für dich. Stell dir vor, auf der Vorderseite der Karte sei ein lustiger Emu, ein träumender Koala oder eine Übersicht Australiens. Auf der Hinterseite steht dann: «Judihuu, mer sind bi de Känguru. Herzliche Grüsse aus Perth.»

In Fremantle besuchen wir das alte Gefängnis, welches seine Tore resp. Gitterstäbe erst im Jahr 1991 für immer schloss. Oder öffnete? Ihr wisst schon. Das Fremantle Prison war einst eines der berüchtigtsten Gefängnisse des Britischen Empires. Hier waren britische Sträflinge sowie örtliche, militärische und Kriegsgefangene untergebracht. Heute gilt es als eines der wichtigsten Kulturerbe des Landes und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und andere Gefängnisinteressierte. Die Pédaleurs beschliessen spontan, gleich zwei unterschiedliche Führungen zu buchen und werden anschliessend während zweieinhalb Stunden durch die Zellen, die Gänge, den Exekutionsbereich und über die Innenhöfe geführt. Das Gefängnis ist sehr beeindruckend. Nicht zu fassen, dass bis vor wenigen Jahre hier in diesem Land die Gefangenen unter solchen Umständen verharren mussten. Nichts für sanfte Gemüter. Aber den Besuch – also als Tourist und so - absolut wert. Nach der etwas bedrückenden aber überaus spannenden ersten Führung, schliessen wir uns der zweiten Gruppe an. Hier geht es etwas lustiger zu und her, denn uns werden begleitet mit viel Spannung und Aufregung die Fluchtversuche der vergangenen Jahrzehnte erzählt.

An einem anderen Tag machen wir uns daran, unser Material zu packen und stecken unsere Nasen in die Landkarte um uns selbst den Eindruck zu vermitteln als würden wir die Route planen. Aber äbe, wir sind ja nicht so die grossen Planer und von West- nach Ostaustralien gibt es ja auch nicht sooo viele Strassen. Wir werden nun einfach so viel Essen und Wasser wie möglich in die Taschen packen und dann abwechselnd mit beiden Beinen in die Pedale treten. Chund scho guet.

Und dann verbringen wir mal wieder einen gemütlichen Vormittag am Strand. Ins Wasser wagen wir uns nicht. Es ist nämlich richtig, richtig kalt. Und dass gerade vor wenigen Wochen genau hier ein Surfer von einem Hai als Znacht auserkoren wurde, motiviert uns auch nicht besonders für einen Schwumm.

Wir könnten noch Wochen – ehrlichgesagt sogar Monate – hier verweilen. Und wir würden für Jahre pedalieren, nur um einen kurzen Augenblick mit Rahel und Geoffrey zu verbringen. Wir fühlen uns super wohl und schon alleine der Gedanke an den Abschied trübt etwas die Stimmung. Nachdem wir nun ja das Näsli in der Karte hatten, wissen wir die ungefähre Distanz bis gen Osten. Und da wir unser Visa auch kennen und das Einmaleins mehr oder weniger beherrschen, müssen wir uns eingestehen, dass ein Abschied nicht mehr allzu lange herausgeschoben werden kann. So entscheiden wir schlussendlich, uns am Zehnten des Monats wieder auf die Socken zu machen. Und natüürli freue mer eus au meeeega uf die nächschte Abentüür!

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