Km 30634 - Km 30817_Avignon - Romans-sur-Isère


Am nächsten Tag – also natürlich erst, nachdem wir den Güsel in den Keller brachten – verlassen wir Avignon. Als erstes fahren wir durch ein dichtes Nebelmeer – immer schön entlang der Rhône . Danach lichtet sich der Nebel und wir krempeln unsere Hosen hoch. Es ist windstill – sehr ungewohnt für diese Gegend, und so geniessen wir das Pedalieren umso mehr. Zum Znüni gibt es Rohkäse, Schinken und frisches Parisette. Rechtig idyllisch.

Eine weitere Pause machen wir in Sichtweite eines Kreisverkehrs. Ungefähr zwanzig Wohnmobile und Wohnwagen kommen daher gefahren. Eine richtige Karavane. Standortwechsel der Fahrenden, nehmen wir an. Jedenfalls ist es mega lustig, denn der vorderste der Wohnmobile scheint den Weg nicht zu kennen und ist unsicher wegen der Ausfahrt. So fährt er einmal im Kreis und alle anderen Mobile hinterher, bis der Kreisel völlig vollgestopft ist von Wohnmobilen. Nun geht’s natürlich nicht mehr gut weiter und es fängt an zu stauen. Der vorderste ist nun bei Runde zwei, immer noch unsicher. So fährt er nochmals um den Kreisverkehr und alle anderen tuckerln ihm fröhlich hinterher. Bei Runde drei kann sich der Fahrer dann entscheiden – und schert aus. Alle anderen hinterher. Der Stau hat sich nun beinahe auf die Länge von einem Kilometer ausgeweitet – richtig lustig. Spannenderweise nahmen es alle entspannt. Trotz minutenlangem Warten wurde weder gehupt noch gedrängelt. Sehr gemütlich, die Franzosen.

Weiter der Rhône entlang, begegnen wir heute noch einigen netten Velofahrern und wir haben die Möglichkeit, uns mit unserem schlechten Französisch zu blamieren. Nänäi, isch im Fall ned so schlemm – chömed zemmli guet zschlaag.

In Montelimar reicht es uns für heute und wir beziehen wieder einmal irgendein Hotelzimmer. Einfach aber gut.

Am kommenden Morgen kraxeln wir nur widerwillig aus den Federn. Sind halt no chli müed. Aber es muss ja weitergehen und so erreichen wir bereits nach 3 Kilometern die geliebte Via Rhona.

Als eines der ersten Abenteuer von heute, lacht uns eine Hängebrücke an. Oh no. Zwar nicht eine, die so schwabbelet und so, aber eine richtig, richtig hohe mit ganz viel Luftzug und voll nicht cool mit Höhenangst. Mer säge nume: Pédaleurine not in paradise.

Die flaue Phase des Mistral ist vorbei und er erscheint uns heute in Hochform. Gäääääägewend, dass es einem fast aus den Radlerhösli blast. Wahnsenn! Schiissi! Chunnsch ned vorah. Es ist wirklich total anstrengend, immer dieses pffff und pschschsch und Lenkergewackel und Gezappel und nicht Vorwärtsgekomme. Oh no. Dachten wir doch fast, wir könnten uns vor diesem berüchtigten Wind drücken – nichts da. Wir müssen durch – und zwar richtig. Die Fahrt bis Valence – knappe 60 Kilometer – ist richtig, richtig anstrengend und wir brauchen an die fünf Fahrstunden, obwohl es nur geradeaus geht. Läck.

Kurz vor Valence verlassen wir die Rhône, fahren über eine Brücke und entlang hunderten von wunderbar gestalteten Graffitis in die Stadt rein. In einem Motel finden wir eine Unterkunft für die Nacht. Es ist OK, aber nicht gemütlich. Nichts für zwei Nächte. Denn machemer halt scho wieder kei Frei.

Am nächsten Morgen sind wir völlig schlippschlapp. Wahrscheinlich wegen dem Wind von Gestern und auch heute wieder, oder auch deswegen, weil wir schon lange keinen richtig freien Tag mehr hatten, oder vielleicht auch eine Grundmüdigkeit, schliesslich sind wir schon fast Zuhause.

Jedenfalls geht heute nicht viel und schon nach zehn Kilometern beschliessen wir, uns so bald wie möglich ein Zimmer zu suchen. Romans-sur-Isère ist ein herziger Ort, der nur durch den Fluss Isère von Bourg-de-Péage getrennt wird. Gerade findet ein Markt statt und in den Gassen tummeln sich die Franzosen rund um Früchte, Gemüse und andere Produkte. Ein Hotel haben wir bereits rausgesucht und wir steuern es zielsicher an. Geschlossen. Hmmm. Das nächste Hotel ist zwar offen, doch der Hotelier macht die Check-Ins strikt erst nach 16:00 Uhr. Oh mann. Beim Dritten Hotel macht uns niemand auf und so finden wir erst eine geschlagene Stunde später erst unseren Übernachtungsplatz.

Einen freien Tag wird es wohl auch morgen nicht geben, aber dafür heute einen freien Nachmittag. Bis zur Schweizer Grenze sind es noch 333 Kilometer. Könnt ihr euch das vorstellen? Isch ja fascht um de Egge!!!

Wir werden wohl via Genf in die Romandie pedalieren und von da aus unser Endziel und so quasi den Epilog dieser Reise antreten. Komisch – mer chönds sälber chuum glaube.

Darüber, was wir noch alles erleben werden und wie es sich so anfühlt, wieder in der Schweiz zu sein, werden wir natürlich noch berichten…

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