Km 37863 – Km 37957_Santa Rosa de Copán - Sinuapa

Wir verlängerten ja den Aufenthalt in Santa Rosa de Copán spontan um eine weitere Nacht. Ein super Entscheid. Das Zimmer war so schön, dass wir uns richtig wohl und fast schon wie zu Hause fühlten. Nach einer entspannten Nacht spazierten wir ins Zentrum. Dafür mussten wir zuerst unfassbar viele Höhenmeter hinter uns bringen. Und das an unserem freien Tag!
Santa Rosa de Copán ist bekannt für Kaffee, Zigarren und koloniale Architektur. Zuerst gingen wir im Restaurant Las Brasas richtig, richtig gut essen. Danach flanierten wir über den Parque Central La Libertad und schauten uns die Catedral Santa Rosa de Lima an. Beides hübsch. Neben dem Park und der Kirche hat es allerdings nicht allzu viele Attraktionen. Macht nüüt – wir schlendern auch gerne durch eine Stadt, die einfach ist, wie sie ist.
Zu Fuss machten wir uns anschliessend auf ins grosse Einkaufszentrum. Der Marsch führte uns einmal quer durch Santa Rosa und dauerte etwa eine Stunde. Voll bepackt mit Dingen, die wir schon lange kaufen wollten, liessen wir uns mit platten Füssen zurück in unsere Unterkunft fahren.
Danach wurde noch etwas geplegeret und die Ruhe in der gemieteten Wohnung genossen. Wobei – Ruhe ist vielleicht etwas übertrieben. Gleich neben uns wohnten nämlich ein paar Schweinchen, die sich zwischendurch irrsinnig über irgendetwas aufregten. Dann schallte jeweils ein lautes «Quiiik, Quiiiiiiiik!» durch das ganze Quartier.
Am nächsten Tag fahren wir weiter. Um die Stadt zu verlassen, wartet zuerst ein kurzer, aber kräftiger Aufstieg auf uns. Darauf folgt eine längere, holprige Abfahrt – und schon steht der nächste, längere Anstieg an. Dabei fährt uns plötzlich ein Motorradfahrer langsam hinterher.
«Sois los suizos?», will er wissen. Oscar heisst der Töfffahrer. Er kennt uns bereits – denn wir waren ja im Fernsehen. Wir sind etwas überrascht, schliesslich haben wir den Clip selbst noch gar nicht gesehen. Oscar hingegen schon. Nach einem netten Schwatz geht es für uns weiter bergauf. Immer wieder wird uns zugehupt und zugewunken. Offenbar hat man hier ab und zu die News gesehen – denn ganz unbekannt sind wir mittlerweile nicht mehr.
Als wir einen Anstieg fast geschafft haben, kaufen wir uns an einem Strassenstand ein paar frische Ananasschnitze. Wenige Meter später wartet Oscar bereits auf uns und schenkt uns ein paar Passionsfrüchte. Was für ein netter Kerl!
Die Landschaft ist wunderbar: Die Strecke führt uns heute durch eine hügelige Berglandschaft. Die Strasse ist kurvig und verläuft teilweise direkt an den Berghängen entlang. Wir sehen viel Grün, bewaldete Hänge, Felder und Weideflächen. Pferde und Kühe stehen auf den Wiesen, zwischendurch liegen kleine Häuser direkt an der Strasse. Immer wieder geht es bergauf und bergab. Mehrere Flüsse queren unseren Weg, und dazwischen eröffnet sich immer wieder ein weiter Blick auf die umliegenden Berge und Täler.
In einem kleinen Lokal essen wir Frühstück und fahren danach gemütlich weiter Richtung Cucuyagua. Der Ort macht auf uns einen etwas gspässigen Eindruck. Egal, wohin wir schauen, sehen wir Prostituierte und allerlei schräge Gestalten. Hmmm. Vielleicht liegt es an der Grenznähe zum neuen Bundesstaat? Wir wissen es nicht – und fahren mal weiter.
Die Landschaft hat sich in den letzten Stunden enorm verändert. Nun dünkt es uns, als sähe es fast aus wie in Südspanien. Die Strecke führt durch eine eher trockene, aber noch immer hügelige Landschaft. Die Strasse verläuft durch Täler und über sanfte Berghänge. Die Berge sind längst nicht mehr so dicht bewaldet wie rund um Santa Rosa de Copán.
Die gute Strasse bringt uns durch den Ort Lucerne und anschliessend zu unserem Tagesziel La Labor. Am Stadteingang begegnen wir noch Edwin. Auch er kennt uns bereits aus dem Fernsehen, und wir schwatzen ein bisschen. Doch gopf – jetzt nimmt es uns dann doch Wunder, wo genau der Bericht zu sehen ist. Sobald wir WIFI haben, wollen wir der Sache auf den Grund gehen.
Ein Hotel ist schnell gefunden. Das zu kleine Zimmer für zu viel Geld ist ebenfalls bald bezogen. Es ist eng, stickig und irgendwie ned so de Hit. Lustig. Seit rund einer Woche wechseln sich die Zimmer täglich ab. Die Bandbreite reicht von nedschlächt zu neimerci – und wieder zurück.
Nach etwas Googelei haben wir den Bericht dann übrigens auch gesehen. Am Abend wollen wir noch etwas essen gehen. Alles hat zu, ausser das Restaurant in unserem Hotel. Also gehen wir halt dort hin. Wir sind die einzigen Gäste. Die Zubereitung dauert eine Stunde und fühlt sich dadurch wie eine halbe Ewigkeit an. Dafür ist das Essen überraschend fein.
Der Tag startet mit einem Aufstieg – und so geht es dann auch die nächsten Stunden weiter. Wir verbringen den Vormittag mit schieben, schieben, schieben. Unterwegs telefonieren wir am Strassenrand noch einmal um den Globus, und anschliessend schieben, schieben, schieben wir weiter.
Die Landschaft ist geprägt von grünen Bergen, Hügeln und weiten Tälern. Entlang der Strasse entdecken wir Kaffeeplantagen. Es ist Sonntag und ziemlich ruhig auf der Strasse. Einzig das Kläffen der Hunde, die sich wegen uns wieder einmal ordentlich aufregen, ist durch das Tal zu hören. Besonders beeindruckend ist heute der Weitblick auf die Berge. In Erinnerung bleibt aber auwäg vor allem die Schieberei. Pünktlich zum Zmittag erreichen wir den höchsten Punkt. Es gibt ein typisches Mittagessen mit Fleisch, Bohnen, Reis und Bananen. Ganz lecker. Danach folgt die Abfahrt.
Auf dieser Seite des Hügels ist die Strasse allerdings nicht mehr so gut gepflegt. Und so hötterlen wir durch Schutt und Schotter die rund 1100 Höhenmeter nach unten. Die Aussicht ist fantastisch. Ach, die Berge – die sind einfach überall so schön. Da ist die ganze Schieberei schnell wieder entschädigt.
Beim Zmittag haben wir online ein Zimmer in Sinuapa gebucht. Das können wir dann auch mit etwas Verzögerung beziehen. Cynthia macht sich ans Auspacken, während Mike den groben Einkauf erledigt. Und dann – schöne Seich: Die Shampooflasche ist ausgelaufen. Überall schäumt es aus der Tasche. Oh je … Nicht so schlimm, denken wir. Lieber Seife als Cola.
Kurz darauf kommt die Pointe der Geschichte: Durch den Höhenunterschied hat es ein Colabüchsli vertätscht. In der Kleidertasche. Die, wo auch die Winterjacken, Wollshirts und alles andere drin sind. Pfludinass und kläbberig. Bääääh. Aber: grosses Glück im Unglück. Das Haus, in dem wir unterkommen konnten, hat auch eine Waschküche, und wir dürfen den Bereich mitnutzen. So super! Den Nachmittag verbringen wir also mit Waschen, Aufhängen und Zämelegen. Danach ist wieder alles wie neu.
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As you may remember, we spontaneously extended our stay in Santa Rosa de Copán by one more night. A great decision. The room was so lovely that we felt completely at home – almost as if we were living there. After a relaxing night, we took a stroll into the town centre. To get there, we first had to tackle an incredible number of metres of elevation gain. And on our day off, too!
Santa Rosa de Copán is known for coffee, cigars and colonial architecture. First, we had a really, really good meal at Las Brasas restaurant. Afterwards, we strolled around Parque Central La Libertad and took a look at the Catedral Santa Rosa de Lima. Both are very pretty. Apart from the park and the church, however, there aren't all that many attractions. No big deal – we also enjoy simply wandering through a town and appreciating it for what it is.
We then walked to the large shopping centre. The walk took us right across Santa Rosa and lasted about an hour. Loaded down with things we'd been wanting to buy for ages, we had ourselves driven back to our accommodation with our feet feeling completely flat.
After that, we did a bit of laundry and enjoyed the peace and quiet of our rented apartment. Although – “peace and quiet” might be stretching it a little. Right next door lived a few little pigs who would occasionally get absolutely worked up about something or other. Whenever that happened, a loud “Squeeeak, squeeeeeak!” echoed through the entire neighbourhood.
The next day, we continue riding. To leave the town, we first have a short but fairly steep climb ahead of us. Then comes a longer, bumpy descent – and before long, another long climb. Suddenly, a motorcyclist starts riding slowly behind us.
“Are you Swiss?” he asks. The motorcyclist's name is Oscar. He already knows us – because we'd been on television. We're a little surprised, since we haven't even seen the clip ourselves yet. Oscar, on the other hand, has. After a nice chat, we continue climbing. Again and again, people honk and wave at us. Apparently, some people here have seen the news – because by now, we're not completely unknown anymore.
Just as we're almost at the top of one of the climbs, we buy a few pieces of fresh pineapple from a roadside stand. A few metres later, Oscar is already waiting for us and gives us some passion fruit. What a nice guy!
The scenery is wonderful today. The route takes us through a hilly mountain landscape. The road is winding and sometimes runs directly along the mountainsides. We see plenty of greenery, forested slopes, fields and pastures. Horses and cows stand in the meadows, while small houses occasionally appear right alongside the road. We keep going up and down. Several rivers cross our path, and in between, we repeatedly get sweeping views of the surrounding mountains and valleys.
At a small local restaurant, we stop for breakfast and then continue leisurely towards Cucuyagua. The town strikes us as a little strange. Wherever we look, we see prostitutes and all sorts of rather unusual characters. Hmmm. Maybe it's because we're getting close to the border with the new state? We don't know – so we keep moving.
The landscape has changed enormously over the past few hours. Now it almost feels as though we're in southern Spain. The route takes us through a fairly dry, but still hilly landscape. The road winds through valleys and over gentle mountain slopes. The mountains are no longer nearly as densely forested as they were around Santa Rosa de Copán.
The good road takes us through the town of Lucerne and then on to our destination for the day, La Labor. At the entrance to town, we meet Edwin. He also knows us from television, and we have a little chat. But gosh – now we're really starting to wonder where exactly this report can be seen. As soon as we have Wi-Fi, we want to get to the bottom of it.
Finding a hotel is easy enough. The tiny room for far too much money is soon occupied too. It's cramped, stuffy and somehow just not that great. Funny. For about a week now, the rooms have been changing every single day. The range goes from not great to absolutely dreadful – and then back again.
After a bit of Googling, we eventually managed to watch the report. In the evening, we wanted to go out for something to eat. Everything was closed except the restaurant in our hotel. So that's where we went. We were the only guests. The food took an hour to prepare, which made it feel like an eternity. But at least the meal was surprisingly good.
The day starts with a climb – and that's how the next few hours continue. We spend the morning pushing, pushing, pushing. Along the way, we stop by the roadside to make another phone call around the globe, and then it's back to pushing, pushing, pushing.
The landscape is characterised by green mountains, hills and wide valleys. Along the road, we spot coffee plantations. It's Sunday and the road is pretty quiet. The only sound echoing through the valley is the barking of dogs, who once again get thoroughly worked up because of us. The wide views of the mountains are particularly impressive today. But what we'll probably remember most is all the pushing.
Right around lunchtime, we reach the highest point. We have a typical lunch of meat, beans, rice and bananas. Quite delicious. Then comes the descent.
On this side of the hill, however, the road is no longer maintained quite as well. And so we rattle our way down through rubble and gravel, descending around 1,100 metres. The views are fantastic. Ah, the mountains – they really are beautiful everywhere. All that pushing is quickly forgotten.
Over lunch, we booked a room online in Sinuapa. We eventually manage to check in, with a slight delay. Cynthia starts unpacking while Mike takes care of the big grocery shop. And then – oh dear: the shampoo bottle has leaked. There is foam everywhere, pouring out of the bag. Oh no … Not too bad, we think. Better soap than Coke.
Shortly afterwards comes the punchline of the story: the change in altitude has caused a can of Coke to burst. Inside the clothes bag. The one containing our winter jackets, woollen shirts and everything else. Completely soaked and sticky. Ewwww.
But there is a silver lining. The house we're staying in also has a laundry room, and we're allowed to use it. Brilliant! So we spend the afternoon washing, hanging things up and folding clothes. Afterwards, everything is as good as new again.

