Cynthia Cattin

 

Mehr von der Welt zu sehen  - darauf freue ich mich. Genau wie Mike durfte auch ich meine Familie schon in viele Länder begleiten. Ich liebe fremde Kulturen, interessiere mich für die Religionen dieser Welt und lerne Menschen gerne Abseits des Trubels kennen.

Zuhause ist für mich kein Ort, sondern ein Gefühl. Es spielt keine Rolle, wie viele Ozeane sich zwischen uns befinden - unsere Familie steht uns immer nahe. Ich fühle mich da wohl, wo Mike ist und wo ich mit meinen Liebsten Kontakt aufnehmen kann. Mein Leben führe ich intuitiv, aus dem Bauch heraus – und das ist immer gut.

Das Fahrrad und mich verbindet eine besondere Liebe. Fahrradfahren bedeutet für mich Freiheit, Gelassenheit und Ruhe. Zuhause fahre ich nur selten mit dem Rad. Höchstens mal einen kleinen Ausflug über die nahegelegenen Hügel. Aber in den Ferien – da liebe ich es. Die perfekte Art zu reisen. Ich kann mir in Ruhe alles ansehen, spüre wie der Wind meine Gedanken fortträgt, sauge die Düfte in mich ein und werde überall herzlich willkommen geheissen.

 

Passend dazu mein Lieblingsgedicht:

 

Mondnacht

Es war, als hätt der Himmel, die Erde still geküsst,

Dass sie im Blütenschimmer von ihm nun träumen müsst.

Die Luft ging durch die Felder, die Ähren wogten sacht,

Es rauschten leis die Wälder, so sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus,

Flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus.

 

Joseph Freiherr von Eichendorff (1835)

 

 

Mike-John Wyss (Nuts)

 

Mein Ziel ist es, die Welt zu sehen. Das war es schon immer. Meine Eltern haben da einen grossen Beitrag dazu geleistet. Mit meinem Vater war ich, bevor ich die Schule besuchte, mit dem Lastwagen in Europa unterwegs. Mit dem VW-Bus fuhren wir ans Meer in den Urlaub. Eingeschult wurde ich in Spanien. Schulen habe ich einige besucht, ob in Spanien oder in der Schweiz. Die Lehre als Koch erlaubt mir, mich erstens selbst ganz gut zu versorgen und zweitens überall arbeiten zu können, essen muss ja jeder. Die Pflicht für mein Land habe ich an einem Stück hinter mich gebracht, damit ich nicht jedes Jahr für ein paar Wochen anwesend sein muss.

Auf vielen Reisen zu Fuss mit Rucksack, per Anhalter, mit dem Zug, dem Bus oder dem Flugzeug hat sich gezeigt: Das "Unterwegssein" ist meine Lebensfreude.

 

Ich muss zugeben, damals 2005 als wir mit den Fahrrädern (einem alten Militärvelo und einem Villiger Damenrad) vom Bodensee an den Genfersee 307 Kilometer zurück legten, waren meine ersten Worte nach drei Kilometer: "Es macht nichts wenn wir Lausanne nicht erreichen." Es hatte noch nicht einmal angefangen - und ich war schon kaputt.

Seit dem hat sich einiges getan. Ich habe die Gangschaltung entdeckt und dass ein Fahrrad ohne Rücktrittbremse einen leichteren Lauf hat.

Zum Fahrrad gelangte ich mit dem Bestehen der Autoprüfung. Ich hatte die Wahl: Für 3000.-CHF ein Auto kaufen mit dem ich wohl mehr Probleme gehabt hätte oder ein brandneues Fahrrad womit ich sofort mobil bin.

Die Wahl fiel auf zwei statt vier Räder.

Nach insgesamt ungefähren 84'000 km im Fahrradsattel,
kam der Wunsch auf eventuell mal mit vier Rädern zu reisen.
So kam im Mai 2019 "Django" hinzu, ein Toyota Landcruiser.
Auf zu neuen Abenteuern.

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