Geschichten der pédaleurs

 

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Km 10218 – Km 10406_Nizwa - Ad Dariz

Das Knurren in unserem Magen holt uns aus dem Schlaf. Mit noch etwas verklebten Augen tappen wir in den Frühstücksraum des Gästehauses. Es gibt Omelette, Toast mit Honig und Butter und Kaffee. Kaffee. Was will man (oder jedenfalls Cynthia) mehr? Frisch gestärkt gehen wir wieder hoch auf unser Zimmer. Heute wollen wir es gemütlich nehmen und so vertrödeln wir noch über eine Stunde mit dem Update des GPS, Youtube, Facebook und weiss doch auch nicht was. Gegen neun Uhr checken wir aus. Als erstes wollen wir das knapp fünf Kilometer entfernte Fort von Nizwa besuchen. Unsere Räder dürfen wir kurzerhand mitten in die Burg stellen. Der ungewöhnliche Anblick lockt einige Deutsche Touristen und ein p

Km 9900 – Km 10218_Sohar – Nizwa

Wir haben richtig, richtig gut geschlafen. Und so drehen wir uns am Morgen nochmal um und schlafen noch länger. Es gibt ja wirklich keinen Grund zur Eile. Auch die Sittiche, welche auf unserer Fensterbank sitzen machen es sich gemütlich und posieren brav für unsere Kamera. Gegen halb zehn geht es dann doch los. Wir nehmen die Strasse in Richtung Yanqul, welche uns ins Inland führt. Schon bald befahren wir die ersten Wadis und unsere Fahrräder versinken einige Zentimeter im fliessenden Wasser. Uns gefällt es hier. Immer wieder halten wir an und geniessen die Aussicht. Der Oman hat uns bereits jetzt überzeugt und wir haben ihn tief in unsere Herzen geschlossen. Es ist kein Vergleich zum Iran.

Km 9854 – Km 9900_Israr Bani Saad – Sohar

Der Camping ist unauffindbar. An der Stelle wo er sein soll liegen nur Trümmer um eine Moschee. Der Junge der uns mit dem Roller zur Stelle begleitet hat weiss auch nicht mehr. So verabschieden wir uns von ihm und folgen noch ein Stück der Strasse. Wir können uns keinen Reim darauf machen, womöglich war hier mal ein Camping, wir sollten wohl der GPS-Karte ein Update verpassen. Beim ersten Fahrzeug das hupt und winkt fragen wir nach. Die vier Insassen haben auch noch nie von einem Camping gehört. Omar der Fahrer bietet uns seine Hilfe an, wir sollen hier warten. Na gut, es ist nicht mehr lange bis Sonnenuntergang, wir warten. Nach einer kurzen Weile kommt er zurück, er musste nur seine Mitfah

Km 9651 – Km 9854_Dubai – Israr Bani Saad

Mit der Motivation hapert es noch etwas, schliesslich liegen über zehn freie Tage hinter uns. Kaum sind wir aber um neun Uhr losgefahren, freuen wir uns wieder auf das Pédalieren. Eine knappe Stunde später verlassen wir bereits die Stadt auf der Strasse E102, welche uns direkt in Richtung Osten führt. Der Weg geht den ganzen Tag über mehr oder weniger gerade aus. Bei einer Tankstelle gönnen wir uns – nachdem der kurzfristig wegen der Gebetstunde geschlossene Laden wieder geöffnet hat – ein kleines Mittagessen. Wir pédalieren noch einige Kilometer, staunen über die luxuriösen Autos die uns passieren und sind so begeistert als wir an einer weiteren Tankstelle einen KFC antreffen, dass wir uns

Km 9651_Dubai

Die Strassen sind sauber, die Menschen herzlich, die Restaurantauswahl gigantisch und der Smog unauffindbar. Perfekt. Dubai ist für uns der ideale Ort, um unsere Batterien aufzuladen und uns zu erholen. Wir fühlen uns, als wären wir für eine Woche nach Hause geflogen. Naja, die Gebäude sind höher, die Malls exklusiver und bei uns rutscht man im Wasserpark nicht durch ein Haifischbecken, aber irgendwie ist es doch ganz ähnlich. Gleich am ersten Tag leisten wir uns ein 48h Ticket für den Hopp-on Hopp-off Bus. So verbringen wir die Tage auf dem Deck, stöpseln uns Kopfhörer ins Ohr und lassen uns von der outstanding City berieseln. Ab und zu hoppen wir off, essen ein Glace, eine Pizza oder ein C

Km ۹۶۲۲- Km 9651_Bandar Abbas - Dubai

Bandar Abbas ist eine hässliche Stadt. Ja, so kann man es schon sagen. Es ist schmuddelig, laut und hat die eine oder andere finstere Ecke. Von romantischer Hafenatmosphäre ist wenig zu spüren. Wir verbringen unseren Aufenthalt grösstenteils im Hotel. Auch hier wieder - Licht geht nicht, von Draussen her rumpelt es und wie überall gibt es keinen Siphon. Die Toilette beduftet somit das ganze Gebäude. Nach Ausschlafen und Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Hafen. Da der Taxifahrer weder seine Stadt kennt noch nach dem Navigationsgerät fahren kann, führt ihn Mike bis zum Ziel. Da angekommen werden wir von zwei netten Wachmännern wieder weggeschickt. Wir müssen das Ticket beim Office in de

Km ۹۳۵۵ - Km ۹۶۲۲_Lar - Bandar Abbas

Der Tag startet mit einer super Abfahrt. Fünf Kilometer wieder den Berg runter –alles in Richtung Lar. Zuerst haben wir darüber nachgedacht, in Lar ein Hotel zu suchen und einen ganzen Tag zu Faulenzen. Heute in der morgendlichen Frische entscheiden wir uns dagegen und biegen vor der Stadt ab. Wir entdecken eine Tankstelle und kaufen für die nächsten Tage ein. Schliesslich kommt nun die Wüste und da ist die Versorgung gelinde gesagt mangelhaft. Vor der Tankstelle werden Crêpes angeboten. Crêpes. Wahnsinn. Die einzigen im ganzen Land. Wir schlagen zu. Mmmmh fein. Beim Verlassen der Tankstelle werden wir das zweite Mal in diesem Land von Hunden angegriffen. Aber die vier sind noch etwas müde u

Km ۹۱۰۷ - Km ۹۳۵۵_Akbarabad - Lar

Heute geht’s richtig rund. Schon vor dem Mittag bringen wir die ersten 100 Kilometer hinter uns. Super. Obwohl wir immer wieder für Fotos oder Fragen angehalten werden, kommen wir so schnell voran wie noch nie zuvor. Einige Anhalter schenken uns Obst. Granatäpfel und Äpfel sind immer noch hoch im Trend. Ab und an spüren sich die Anhalter aber nicht mehr selber. So schenkt uns einer an die 15 Granatäpfel. Fünfzehn. Das sind megaviele. Und schwer ist es auch. Aber es ist ja so herzig und wir können es nicht abschlagen. So wackeln wir fröhlich mit etwas mehr Gepäck in Richtung Jahrom. In Jahrom soll es ein Hotel geben. Aber es ist noch so früh und irgendwie sind wir so gut im Schuss, dass wir d

Km ۹۰۲۲ - Km ۹۱۰۷_Shiraz - Akbarabad

Nach dem Ausschlafen und einem ausgiebigen Frühstück ist der Hotelwechsel angesagt. Heute ist der grosse Tag, an dem das Ashura Fest gefeiert wird. Am Ashura Fest - am zehnten Tag des Trauermonats Muharram - wird Imam Husain Ali gedacht. Der Enkel des Propheten Mohammed unterlag im Machtkampf um die Führerschaft der Muslime dem Kalifen Yazid I und starb 680 als Märtyrer in der Schlacht von Kerbala. Dieses Ereignis besiegelte die Trennung von Sunniten und Schiiten. Symbolisch steht es für den Kampf zwischen Gut und Böse. Bei den Schiiten, für die das Märtyrertum eine zentrale Rolle spielt, wird am Ashura Fest zum Abschluss der zehntägigen Buss- und Trauerrituale das Martyrium von Husain kulti

Km ۸۸۴۴ - Km ۹۰۲۲_Yasuj - Shiraz

Das Getrommel mit dem Gesang, das die Feierlichkeiten der nächsten Tage ankündigt schallt noch bis spät abends in unser Zimmer. Mitten in der Nacht wird unsere Hotelzimmertür geöffnet. Mike ist schlagartig wach. Er horcht. Nichts. Ist da jemand ins Badezimmer geschlichen? Leise tappt er sich nach vorne – auf das Schlimmste vorbereitet – und späht hinter den Duschvorhang. Nichts. Der Eindringling ist bereits wieder weg und Cynthia schläft noch immer tief und fest. Wahrscheinlich war es ein Hotelangestellter, der sich eine Mütze Schlaf holen wollte. Leider im falschen Zimmer. Zur Sicherheit werden ein paar Packtaschen vor die Balkon- und Zimmertür gestellt. Never know. Das Hotel an sich hat -

Km ۸۵۰۸ – Km ۸۸۴۴_Isfahan - Yasuj

Phuu. Das waren vielleicht drei Tage. Wir haben schon wieder so viel erlebt. Eins vorweg: der Iran gefällt uns schon viel, viel besser! Früh am Morgen packen wir unsere sieben Sachen zusammen und verlassen nach einem Zmorgen das Hostel, in dem wir geschlagene elf Nächte verbracht haben. Die Ausfahrt von Isfahan geht uns an die Lungen. Phuu. Nicht dass der Anstieg nicht genug gewesen wäre, nein, es hat auch noch so viel Abgase in der Luft, dass es einem wirklich fast die Lunge zum Bersten bringt. Der Tag an sich verläuft relativ unspektakulär. Die Fahrt ist geschmeidig und die Bohnen mit Reis in einem Restaurant in Zibashahr schmecken fantastisch. Dort treffen wir auch zufällig den ehemaligen

Km ۸۵۰۸_Isfahan

Heute ist der grosse Tag der Visaverlängerung. Wir werden früh morgens mit dem Taxi in das Visa Office Isfahan gefahren. Nach einer Leibesvisitation und dem Abgeben sämtlicher elektronischer Hilfsmittel landen wir im ersten Obergeschoss des Gebäudes. Von da geht es wieder herunter. In den Garten. Weitere Polizisten empfangen uns und nach einem kleineren hin und her gelangen wir an die zuständige Person. Der Herr macht den Eindruck, als wäre er vor knappen fünf Sekunden aufgewacht. Dementsprechend schleppend ist seine Interaktion mit uns. Gemäss seinen Angaben werden hier nur Visa verlängert, wenn das Vorgängige im Verlauf der nächsten zwei Tage ausläuft. Unseres ist noch eine knappe Woche gü

Km ۸۵۰۸_Isfahan – Yazd - Isfahan

Wir lassen es uns nicht nehmen, die berühmte Stadt Yazd zu besichtigen. Wir überlegen hin und her wie wir das anstellen wollen. Ursprünglich war geplant, dass wir diese Region auf unserer Rückreise durch den Iran befahren wollen. Aber da wir inzwischen unsere Pläne total über den Haufen geworfen haben, werden wir wohl die Strecke nie mit dem Rad bereisen. So buchen wir kurzentschlossen den Bus. Die Räder und das meiste Gepäck lassen wir in Isfahan und hüpfen mit einem kleinen Rucksack bewaffnet in das Taxi, welches uns zur Busstation bringt. Früh am Morgen fährt der Bus los. Wir sind positiv überrascht ob dem Komfort. Viel Beinfreiheit, freundliche Menschen und sogar ein Picknick sind in den

Km ۸۳۴۷ - Km ۸۵۰۸_Natanz - Isfahan

Früh am Morgen ziehen wir weiter und müssen uns von Saeed verabschieden. Wir sind unglaublich dankbar für die schöne Zeit mit ihm, überwältigt von seiner Gastfreundschaft und überfordert mit seiner Grosszügigkeit. Iraner sind wirklich das grosszügigste Volk, das wir je kennengelernt haben. Vor der heutigen Strecke wurden wir gewarnt. Es gehe steil bergauf hiess es. Wir haben hin und her überlegt, ob wir wohl nicht doch besser den Highway nehmen sollen. Dieser verläuft grundsätzlich ja eher in den flachen Ebenen. Nach langer Diskussion entscheiden wir uns dann doch für die kleine Strasse, die wir schon gestern genommen haben. Gute Wahl. Die Steigung führt uns auf eine Höhe von über 2‘000 Mete

Km ۸۳۰۳ - Km ۸۳۴۷_Kaschan - Natanz

What a day. Das nur so zum vornherein... Also. Zuerst mal haben wir etwas verschlafen. Unter der Brücke war es so still und kühl, dass wir es erst nach Sonnenaufgang aus den Schlafsäcken geschafft haben. In der Wüste macht diese Stunde sehr viel aus. Sie macht den Unterschied zwischen warm und heiss. Heute starten wir also direkt mit heiss. Der Weg führt wie bereits gestern die Hügel hoch und wieder runter. Nach knappen zehn Kilometern gönnen wir uns unsere erste Pause. Direkt im Anschluss werden wir von drei Polizisten gestoppt. Sie filmen uns mit der Videokamera und wollen unser Pässe, Karten, GPS und Fotos sehen. Wir zeigen ihnen alle gewünschten Unterlagen, welche direkt auch mit der Vid

Km ۸۲۱۸ - Km ۸۳۰۳_Qom - Kaschan

Schon das Frühstück fängt heute mit einer Aufregung an. Das Hotel ist randvoll mit Frauen. Eine Tagung oder so was muss das sein. Iranforum für die Frau vielleicht. Als erstes führt unser Weg zum Lift. Wir hören lautes Frauengekicher. Das Gekicher dringt aus dem Liftschacht und kommt immer näher. Es fährt an uns vorbei. Wieder kommt es näher. Diesmal von oben herab. Das Gekicher wird laut und die Lifttüren öffnen sich. Sechs kichernde, in schwarze Schleier verhüllte Mädels schauen aus der Lift Tür. Schnell werden einige Knöpfe gedrückt und der kichernde Haufen fährt wieder weg. So geht das eine viertel Stunde lang. Mit uns warten weitere Frauen auf den Lift. Die Treppe können wir nicht nehme

Km ۸۰۰۵ – Km ۸۲۱۸_Teheran - Qom

Nachdem wir gestern ziemlich spät nach Hause gekommen sind, fällt es uns heute Morgen besonders schwer, die Sachen zu packen und weiter zu fahren. Aber wir freuen uns natürlich auch. Und so verabschieden wir uns lange von allen unseren neuen Gspändli und den fantastischen Hostelbesitzern. Falls wir wieder einmal in Teheran sein werden, dann checken wir auf jeden Fall wieder bei euch ein. Und Phil, Luca und Andrea wollen wir unterwegs nochmal treffen. Unbedingt. Um die Stadt zu verlassen, müssen wir in Richtung Süden fahren. Wer gut aufgepasst hat weiss, dass es nun bergab geht. Die vierunddreissig Kilometer durch die Stadt gehen rasant. Der Verkehr ist Wahnsinn. Auto von links, Bus von recht

Km ۷۹۵۶ - Km ۸۰۰۵_Karaj - Teheran

Beim Frühstück im Hotel treffen wir auf einen anderen Tourenfahrer. Wir unterhalten uns eine Weile mit dem Irisch-Kanadischen Doppelbürger, der in Thailand lebt. Nach einem angenehmen Schwatz machen wir uns auf in Richtung Hauptstadt.Während der ersten paar Kilometer führt die Strasse leicht bergab. Bis zum dreissigsten mussten wir kaum mit Kraft in die Pedale treten. Wir machen also hier und da eine Pause und werden schon leicht übermütig. So leicht sind wir schon lange nicht mehr so schnell vorangekommen. Dieses Teheran zu erreichen ist ja ein Klax… noch vor dem Mittag erreichen wir die Stadteinfahrt… Die Hauptstadt von Iran ist in den Hang gebaut. Der Norden liegt um einige hundert Meter

Km ۷۸۴۵ - Km ۷۹۵۶_Qazvin - Karaj

Wir verbringen eine sehr entspannte Nacht. Am Morgen wollen wir früh raus. Gerne möchten wir es heute bis Teheran schaffen. Den Plan schlagen wir uns aber schnell aus dem Kopf - denn sobald Sohrab wach ist, gibt es Frühstück. Zuerst ein paar Baumnüsse und Tee. Dann Papierbrot, Butter, Quark, Kirschengelee und Biomalz mit Tee. Mittlerweilen ist es schon fast neun Uhr. Wir möchten gerne aufbrechen, doch das gestaltet sich gar nicht so einfach. Immer wieder wird etwas Neues aufgetischt. Wir platzen fast. Als wir dann doch aufbrechen, fährt Sohrab mit seinem Motorroller vor. Es geht zum Bazar. Dutzende - in schwarz verhüllte - Frauen ziehen durch die Gänge. Wir bummeln entlang der Schaufenster u

Km ۷۵۳۶ - Km ۷۸۴۵_Hashtpar - Qazvin

Wir folgen heute der Strasse Nr. 49, welche einer Art Allee gleicht und leicht hügelig ist. Den Iran, den wir hier kennenlernen, haben wir uns anders vorgestellt. Nachdem Cynthia gestern nicht so auf der Höhe war, ist heute Mike dankbar dafür, wenn wir nicht allzu weit fahren. Und so beschliessen wir, uns ein Hotel in Bandar Anzali zu nehmen. Schlussendlich legen wir übrigens dann doch über neunzig Kilometer zurück. Dies lag zum einen an der Hickhack führenden Strasse und zum anderen daran, dass wir einfach dieses Hotel nicht gefunden haben. Das heisst, wir waren schon so nah dran, als ein junger Herr uns seine Hilfe anbot. Nur noch drei Kilometer entlang der Küste. Ok. Nach über sechs Kilom

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