Geschichten der pédaleurs

 

Die Seite braucht manchmal etwas länger bis sie geladen ist...

 

Kurze Auszeit

So steht er nun da, mein treuer Freund, steht da bewegungsunfähig. Seine Sehnen sind entfernt, die Hand kann ich ihm nicht mehr reichen. Ich bin etwas wehmütig, denn auf langen Wegen hat er mit begleitet, hat mich getragen und mich beschleunigt. Meinem Freund den ich nach Stürzen geschient habe, ihm Prothesen besorgt und gepflegt habe. Wenn der Weg zu unwegsam war habe ich ihn auf meinen Schultern getragen, ihn auf den Weg zurückgebracht. Mein Freund, ich danke dir. Mein Freund, du hast es dir verdient. So steht er nun da, entblösst sich langsam, in den nächsten Wochen wird jeder noch so kleine Winkel befreit, befreit von Staub, Dreck und Rost. Ich ersetze dir, was ersetzt werden muss. Ich

Luzern - Adliswil

Die Zugfahrt gestern war wirklich zu lange. Genau 12 Stunden sind wir gefahren. Das selber Trampen haben wir richtig vermisst. Mir ist fast der Geduldsfaden gerissen – die Fahrt von Arth-Goldau nach Luzern mit dem Zug kam mir ewig vor. In Luzern angekommen kauften wir uns zuerst mal etwas zu essen. Schon sah die Welt wieder besser aus. In der Schweiz ist es kalt. Wir sind total überrascht. Wie bereits erwähnt wollen wir Wild Campieren. Für mich das erste Mal… kurz vor Rotkreuz entdecken wir eine Autobahnbrücke. Sie ist perfekt. Es ist trocken, man sieht uns nicht und der Boden ist eben. Hier schlagen wir unser Zelt auf. Ich fühle mich sehr wohl und schlafe die ganze Nacht durch. Am Morgen we

Venedig - Luzern

Heute Morgen stehen wir um halb sechs auf. Zu unserer Überraschung müssen wir im Badezimmer sogar anstehen. Der halbe Platz ist wach. Um halb sieben fahren wir los. Noch einmal müssen wir über die Brücke. Drei Kilometer Stress hatten wir das letzte Mal. Aber heute ist alles anders. Die Autos rasen noch nicht, es hat kaum Touristenbusse und die Lastwagen lassen uns genügend Platz auf der Seite. Genug früh erreichen wir den Bahnhof Venezia St. Lucia und besorgen noch ein Zmorgen. Die Tickets hatten wir schon am Dienstag gekauft. Das war ja eine Geschichte für sich – die reinste Odyssee. Aber eben. Eine Geschichte für sich. Der Zug fährt pünktlich in Richtung Bologna los. Wir haben 12 Minuten Z

Venedig

Heute haben wir frei. Nachdem wir gestern das Ziel Venedig erreicht haben, wollen wir uns die Stadt noch in Ruhe ansehen. Ich habe übrigens gestern Abend noch gekocht. Klingt nicht so aussergewöhnlich, ist es aber. Ich – habe – gekocht. Eine echte Premiere auf dem Campingkocher. Und es war megafein. Der Tag startet mit Ausschlafen. Ich bin schon etwas früher wach und hole uns Gipfeli – für mich natürlich noch einen Kaffee. Ich bin wieder etwas geplagt von den Mücken. Und auch die Ameisen. Dieses Jahr ist es wirklich enorm. Wie soll das nur werden, wenn wir erst mal in Ländern sind, in denen die Mücken eine echte Plage sind? Ich werde es auf dieser Seite festhalten… Den Kaffee geniesse ich a

Vizenca - Venedig

Um einiges schneller als gestern verschwindet unser ganzes Material in den Taschen und am Velo. Wir mussten nicht ganz so leise sein und haben uns noch etwas besser abgesprochen. Leise rollen wir vom Gelände. Folgen der Strasse weiter und enden auf einem Lkw-Hof der in die Autobahn führt. Wir fahren zurück zu dem grossen Kreisel, wo wir mit einer Runde fast einen ganzen Kilometer auf unserem Tacho mehr haben und verlassen ihn in Richtung Padova. Nach einem weiteren Kilometer mündet die Strasse stufenlos in der Autobahn - wir müssen auf der befahrenen Strasse wenden und einmal quer über sechs Spuren. Ich sehe ein offenes Versorgungstor durch das wir über den Mautplatz abkürzen können. Jetzt s

Sirimione - Vizenca

Der gestrige Tag bestand aus nichts tun. Am Morgen beobachtete Cynthia wie unsere Nachbarn ihr Domizil abbauten. Die beiden zu beobachten war spannender als jede Unterhaltungsshow. Er lief während vierzig Minuten die ganze Zeit zwischen dem Auto und dem Zelt hin und her, während sie wohl das Gefühl hatte, ihr Mann helfe ihr enorm. In Wirklichkeit hat er keinen Finger gekrümmt. Das Paar hatte mehrere riesige Schachteln voll mit allmöglichen Sachen. Sie hatten zwei Zelte. Das eine zum schlafen und das andere als Wohnzimmer – genutzt hat sie es als Schminkzimmer. Die ganze Abräumprozedur dauerte über zwei Stunden. Es waren Faltzelte. Der Abbau von diesen dauerte höchstens fünf Minuten. Die ganz

Lecco - Sirimione

In der Nacht holt mich Hundegebell aus dem Schlaf. Cynthia schläft ruhig weiter, wie ein Stein, ich bewundere das. Als nach einer ganzen Weile keine Stille einkehrt geh ich raus und puste in meine Pfeife. Nun ist auch Cynthia wach. Hinter dem Zelt erkenne ich nun den noch immer bellenden Hund. Ein grosser Terrier. Der veranlasst mich dazu, schon mal vorsorglich den Bambusstock der hier herumliegt in die Hand zu nehmen. Mir ist unwohl bei der Geschichte ich geh zurück ins Zelt. Der Hund verschwindet erst als unsere Nachbarn zu dritt rausgehen. Irgendwo auf dem Camping bellt er jedoch weiter. Mit unserem Gefährt kommen wir, wie es scheint, nicht nach Lecco. Die Autobahn lässt uns nicht. So fah

Lugano - Lecco

Ich erwache heute Morgen ziemlich früh. Was für eine Freude – die Sonne scheint und strahlt mich in Begleitung mit dem blauen Himmel an. Mike döst noch etwas, während ich mich für den Tag bereit mache und lese. Sobald er aufgewacht und fit ist, mache ich Kaffee und Schoggimilch. Dazu gibt es feines Brot mit Nutella. Kaum sitzen wir gemütlich draussen – Mike hat das Schlafzimmer verräumt – greifen uns die Vampirmücken wieder an. Zum Glück haben wir noch das Gegenmittel von gestern. Aber es reicht uns bald mal und wir packen schnell zusammen und fliehen vor den Biestern. Die rasante Fahrt nach Lugano ist abenteuerlich. Wir haben kaum Platz neben den Autos und hier im Tessin scheinen die Fahrre

freunde
... on tour
folge uns
  • facebook
  • flickr
  • you-tube
archiv

© 2014 by pédaleures.ch - created with Wix.com

  • b-facebook
  • Flickr Basic Black
  • YouTube Black Round