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Km 39429 – Km 39474_Puerto Limón - Cahuita

22. Okt.
7 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Tagen


Vier Nächte bleiben wir in der Stadt. Wir haben eine wunderbare Wohnung mit einer gut funktionierenden Klimaanlage und einer gemütlichen Küche. Also alles da, was das Pedaleursherz begehrt. Natürlich unternehmen wir auch regelmässig Spaziergänge durch die Stadt oder ans Meer. Bereits 1502 erreichte Christoph Kolumbus auf seiner vierten Reise nach Amerika die Karibikküste Costa Ricas. Er landete bei der Insel Quiribrí und gab ihr den Namen La Huerta, was so viel wie «Garten» bedeutet. Heute ist die nur 0,8 Hektar grosse Insel auch unter dem Namen Uvita bekannt. Puerto Limón ist eine der wichtigsten Hafenstädte Costa Ricas und vor allem für den Export von Bananen und Ananas bekannt. Die Bevölkerung ist kulturell vielfältig und stark von afrokaribischen Einflüssen geprägt. Das zeigt sich in der Musik, im Essen und in den Traditionen der Stadt.

An unserem letzten Tag beginnt plötzlich der Boden zu wackeln. Rund zwei Minuten lang bebt die Erde, und alles um uns herum schwankt. Wie unsere Nachbarn gehen auch wir nach draussen und stellen uns auf die Strasse. Nach einer Weile kehrt wieder Ruhe ein. Im Süden Panamas hat es ein schweres Erdbeben gegeben. So weit weg und doch so deutlich zu spüren. Echt verrückt!



Am nächsten Morgen dann grosse Freude: Wir telefonieren mit der ganzen Familie. Alle sind da – Eltern, Geschwister, Schwägerinnen und natürlich die Kiddies. So cool!

Nach diesem schönen Wiedersehen am Telefon verlassen wir unsere Unterkunft und ziehen ein paar Kilometer weiter. Unsere Fahrt von Puerto Limón nach Cahuita führt entlang der karibischen Küste Costa Ricas. Links und rechts säumen hohe Palmen, Bananenpflanzen und dichte Bäume die Strasse. Der Weg ist flach, die Luft warm und feucht. Zwischen den Plantagen entdecken wir kleine, bunte Holzhäuser. Wir überqueren mehrere Brücken und erhaschen immer wieder einen Blick auf das türkisfarbene Karibische Meer.

Bei einer Flussmündung halten wir an und gönnen uns eine Pause an einem hübschen Strandabschnitt. Ein Warnschild weist darauf hin, dass es hier Krokodile geben soll. Zu Gesicht bekommen wir allerdings keines. Ob wohl ein Kroki im Krokiblog etwas über eine Begegnung mit uns festhält? Auf der anderen Strassenseite erstreckt sich der Regenwald in sattem Grün. Je näher wir Cahuita kommen, desto stärker spüren wir das karibische Flair: bunte Häuser, tropische Pflanzen und jede Menge Grün.


Am späteren Vormittag erreichen wir unser Tagesziel. Für den Bezug der Unterkunft sind wir noch etwas früh dran. Also gönnen wir uns erst einmal eine Limonade und Bananenchips mit Guacamole – direkt am Strand. Fantastisch! Wir lieben es.

Kurz darauf können wir unser neues Zuhause beziehen. Was für ein Bijou! La Pequeñita ist ein freistehendes, liebevoll gestaltetes Häuschen, eingebettet in einen wunderschönen tropischen Garten. Es bietet eine gemütliche Terrasse mit Essbereich, eine kleine Küche und ein Badezimmer. Im oberen Stockwerk befindet sich eine kuschelige Schlafnische, während im unteren Bereich gekocht und gewohnt wird. Das charmante, zweistöckige Holzhaus gehört Anne und Benno, die ebenfalls auf dem weitläufigen Grundstück leben. Benno ist Schreiner und hat das Haus eigenhändig gebaut – mit viel Liebe zum Detail. Wir fühlen uns vom ersten Moment an wie zu Hause und würden das Häuschen am liebsten gleich auf dem Packträger mitnehmen.

Die Playa Negra liegt keine fünf Gehminuten entfernt. Das Meer ist sauber, klar und angenehm warm. Besonders auffällig an dem Strand ist der dunkle, fast schwarze Sand, der einen wunderschönen Kontrast zum türkisblauen Meer bildet. Entlang der Küste wiegen sich Palmen und tropische Pflanzen im Wind. In den Bäumen tummeln sich Affen, deren Rufe immer wieder durch die Luft hallen. Die Wellen rollen ans Ufer und hinterlassen einen glänzenden Streifen auf dem dunklen Sand. Dazwischen liegen Treibholz und kleine Muscheln. Ein Paradies.

Auch auf unserem Grundstück gibt es viel zu entdecken: Agutis flitzen durchs Gebüsch, Pfeilgiftfrösche hüpfen über das Laub und winzige Kolibris schwirren mit einem brummenden Flügelschlag umher. Grosse Heuschrecken leisten uns in der Hängematte Gesellschaft. Und die Faultiere? Die verstecken sich hartnäckig vor uns.

Die Tage in Cahuita verlaufen herrlich entspannt. Wir verbringen die meiste Zeit im Wasser, Bädelen und Plantschen. We love it!

Der Nationalpark Cahuita gehört zu den schönsten Naturgebieten an der Karibikküste Costa Ricas. Hier treffen tropischer Regenwald, weisse Sandstrände, türkisblaues Meer und farbenprächtige Korallenriffe aufeinander. Die Atmosphäre ist entspannt und tropisch. Als wir das letzte Mal hier waren, sind wir am Korallenriff tauchen gegangen und danach in südliche Richtung durch den Park spaziert– ein unvergessliches Erlebnis! Dieses Mal möchten wir den Park von Norden her zu Fuss erkunden. Doch El Niño hat vor Kurzem Teile des Weges zerstört, sodass unsere Wanderung bereits nach knapp zwei Kilometern ein jähes Ende findet.

Im Park leben Faultiere, Brüllaffen, Weissschulterkapuziner, Waschbären, Leguane und bunte Krabben. Auch zahlreiche tropische Vogelarten sind hier heimisch. Besonders schön ist, dass sich viele Tiere direkt vom Wanderweg aus beobachten lassen. Wir entdecken vor allem hübsche Vögel, riesige Schmetterlinge, schreckhafte Krabben und fleissige Ameisen. Der Weg endet an einem kleinen Flüsschen, in dem ein Krokodil zu Hause ist. Auch wenn unsere Wanderung kürzer ausfällt als geplant, ist der Weg durch den üppigen Regenwald einfach superschön. Und natürlich machen wir auch immer mal wieder ein Päuschen, setzen uns in den weissen Sand und schauen den Wellen zu.


***


We stay in the city for four nights. We have a wonderful apartment with a well-functioning air conditioner and a cosy kitchen. In other words, everything a cyclist’s heart could wish for. Of course, we also regularly go for walks around the city or down to the sea. As early as 1502, Christopher Columbus reached the Caribbean coast of Costa Rica on his fourth voyage to America. He landed near the island of Quiribrí and named it La Huerta, which means something like “garden”. Today, the tiny island, covering just 0.8 hectares, is also known as Uvita. Puerto Limón is one of Costa Rica’s most important port cities and is particularly well known for exporting bananas and pineapples. The population is culturally diverse and strongly influenced by Afro-Caribbean culture. This is reflected in the city’s music, food and traditions. On our last day, the ground suddenly starts shaking. For around two minutes, the earth trembles and everything around us sways. Just like our neighbours, we head outside and stand in the street. After a while, everything settles down again. A major earthquake has struck southern Panama. So far away, yet so clearly felt. Absolutely crazy!


The next morning brings great joy: we have a video call with the whole family. Everyone is there – parents, siblings, sisters-in-law and, of course, the kiddies. So cool! After this lovely reunion over the phone, we leave our accommodation and move on a few kilometres further. Our ride from Puerto Limón to Cahuita takes us along Costa Rica’s Caribbean coast. Tall palm trees, banana plants and dense trees line the road on both sides. The route is flat, and the air is warm and humid. Among the plantations, we spot small, colourful wooden houses. We cross several bridges and catch occasional glimpses of the turquoise Caribbean Sea. We stop at a river mouth and take a break on a pretty stretch of beach. A warning sign indicates that there may be crocodiles here. However, we don’t see any. I wonder whether a croc in the Croc Blog will write something about an encounter with us? On the other side of the road, the rainforest stretches out in lush green. The closer we get to Cahuita, the more strongly we feel the Caribbean vibe: colourful houses, tropical plants and greenery everywhere.


By late morning, we reach our destination for the day. We are still a little early to check into our accommodation. So first, we treat ourselves to a lemonade and banana chips with guacamole – right on the beach. Fantastic! We love it. Shortly afterwards, we can move into our new home. What a little gem! La Pequeñita is a detached, lovingly designed little house nestled in a beautiful tropical garden. It has a cosy terrace with a dining area, a small kitchen and a bathroom. Upstairs, there is a snug sleeping nook, while the downstairs area is used for cooking and living. The charming two-storey wooden house belongs to Anne and Benno, who also live on the spacious property. Benno is a carpenter and built the house himself, with great attention to detail. From the very first moment, we feel right at home and would love to take the little house with us on our bike rack. Playa Negra is less than a five-minute walk away. The sea is clean, clear and pleasantly warm. What makes this beach particularly striking is its dark, almost black sand, which creates a beautiful contrast with the turquoise-blue sea. Along the coast, palm trees and tropical plants sway in the breeze. Monkeys bustle about in the trees, their calls echoing through the air from time to time. The waves roll onto the shore, leaving a glistening strip across the dark sand. Driftwood and little shells lie scattered in between. Paradise. There is also plenty to discover on our property: agoutis dart through the bushes, poison dart frogs hop across the fallen leaves, and tiny hummingbirds buzz around with a humming flutter of their wings. Large grasshoppers keep us company in the hammock. And the sloths? They stubbornly hide from us.

The days in Cahuita are wonderfully relaxed. We spend most of our time in the water, swimming and splashing about. We love it! Cahuita National Park is one of the most beautiful natural areas on Costa Rica’s Caribbean coast. Here, tropical rainforest, white sandy beaches, turquoise-blue sea and colourful coral reefs come together. The atmosphere is relaxed and tropical. The last time we were here, we went diving on the coral reef and then walked south through the park – an unforgettable experience! This time, we want to explore the park on foot from the north. However, El Niño recently destroyed parts of the trail, bringing our hike to an abrupt end after barely two kilometres. The park is home to sloths, howler monkeys, white-faced capuchins, raccoons, iguanas and colourful crabs. Numerous tropical bird species also live here. What is particularly lovely is that many animals can be spotted right from the trail. We mainly discover beautiful birds, enormous butterflies, skittish crabs and industrious ants. The trail ends at a small stream where a crocodile lives. Even though our hike is shorter than planned, the path through the lush rainforest is simply gorgeous. And, of course, we also stop for little breaks now and then, sit down in the white sand and watch the waves.

 
 
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