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Km 35340 - Km 35552_Palenque - Ciudad del Carmen

  • 17. Juni
  • 13 Min. Lesezeit

 

Bei Sonnenaufgang verlassen wir unser Zuhause auf Zeit und folgen der leicht abfallenden Strasse in Richtung Catazajá. Kurz nach der Stadtausfahrt spricht uns ein Motorradfahrer an. Er lädt uns ein, in seinem Club zu übernachten. Wir lehnen ab – schliesslich kommt die Sonne erst hinter dem Horizont hervor. Aber wirklich, die Menschen hier sind so herzlich und freundlich zu uns. Wir sind immer wieder aufs Neue begeistert. Kurz vor Catazajá biegen wir scharf links ab und wenige Kilometer später geht es rechts auf eine etwas schmalere Nebenstrasse.


Unser heutiges Ziel ist Jonuta. Die Strecke dorthin führt quer durch die tropisch, beinahe menschenleere Region. Die Landschaft ist flach, fruchtbar und sattgrün. Unterwegs sehen wir Kühe mit ihren Kälbern, die Eutertief im sumpfigen Grass stehen, zahlreiche weidende Pferde und sogar Flamingos. Schilder warnen uns immer wieder vor Affen – doch die scheinen sich vor uns zu verstecken und lassen sich nirgends blicken.


Nach etwas über 90 Kilometern sehen wir kurz nach dem Mittag die Stadt aus der Ferne. Um sie zu erreichen, müssen wir noch einen kleinen Umweg zur Brücke fahren. Kaum haben wir den Río Usumacinta überquert, folgen wir ihm auf der anderen Seite in Gegenrichtung ein paar Kilometer bis zu unserem Hotel.

Nach dem Abladen und Einrichten ziehen wir erneut los und suchen uns ein Restaurant. Wunderbar am Fluss gelegen geniessen wir ein feines Mittagessen und bekommen dabei Besuch von einem Maskentrupial, dem Vogel mit dem leuchtend gelben Federkleid.

 


 

Am nächsten Tag schlafen wir etwas länger als gewohnt – fast könnte man sagen, wir haben ausgeschlafen. Kurz nach sieben Uhr geht es dann los, und wir machen uns auf den Weg zum 24 Kilometer entfernten Palizada. Im Morgengrauen entdecken wir in den Baumwipfeln drei Brüllaffen, die uns mit ihrem Geschrei begrüssen. Heute gibt es mehr Siedlungen als gestern. Immer wieder passieren wir ein Häuschen oder einen kleinen Weiler. Es ist hübsch hier. Sehr hübsch. Kurz vor dem Tagesziel überqueren wir schliesslich die zweite Bundesstaatsgrenze seit Chiapas. Nach einem kurzen Abstecher nach Tabasco sind wir nun in Campeche.


Palizada gilt gemäss Recherche als eine der schönsten und traditionsreichsten Ortschaften der Region und wurde aufgrund ihres kulturellen Erbes als „Pueblo Mágico“ ausgezeichnet. Besonders bekannt ist der Ort für seine farbenfrohen Häuser mit französischen Dachziegeln aus Marseille. Diese gelangten im 19. Jahrhundert durch regen Handel als Ballast über den Fluss in die Stadt und prägen bis heute ihr einzigartiges Erscheinungsbild. Die umliegende Landschaft besteht aus Flüssen, Lagunen und Feuchtgebieten, die zahlreichen Vogelarten sowie Tieren wie Krokodilen und Schildkröten einen Lebensraum bieten. Die Stadt verbindet Geschichte, Natur und regionale Kultur auf besondere Weise und gilt als eines der versteckten Juwelen des Bundesstaates Campeche.

Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und darum nehmen wir die paar Kilometer unter die Räder. Umso überraschter waren wir, dass wir offenbar die einzigen Besucher waren. Die Menschen vor Ort waren völlig begeistert, etwas verdutzt und freuten sich sehr, dass wir da sind. Mehrmals wurden wir gefragt, was uns hierher verschlagen hat. Bereits bei der Stadteinfahrt hielt uns die Polizei an. Sie fragte, was wir hier wollen und woher wir kommen. Anschliessend wurden wir herzlich willkommen geheissen und erhielten Tipps, wie wir am besten durch den Ort fahren, um die wichtigsten Fotospots nicht zu verpassen. So machten wir es dann auch. Der Ort ist übrigens sehr klein und die Fotospots praktisch nicht zu übersehen. Los ging es mit dem bunten Schriftzug direkt am Ufer des Río Palizada. Danach folgte die bekannte Nachbildung der Freiheitsstatue und direkt gegenüber die Häuser mit den charakteristischen Dachziegeln.

 

Unser erstes Ziel ist es, ein Boot zu finden. Wir wollen abklären, ob wir eventuell die Strecke bis Ciudad del Carmen auf dem Wasserweg zurücklegen können. Laut Internet sollte das möglich sein. Aber das Internet war vermutlich selbst noch nie vor Ort – also heisst es nachfragen. Zunächst sehen wir weder ein Boot noch einen Bootsführer. Wir fragen einen Mann, doch er kann uns nicht wirklich weiterhelfen. Dafür legt er uns ans Herz, dass wir die Mangos aus der Region probieren sollen.

Schliesslich entscheiden wir, zuerst ins Hotel zu gehen und uns frisch zu machen. Gesagt, getan. Danach meldet sich der Hunger. Also flanieren wir durch das Städtchen und gehen in die erstbeste Strassenküche. Sie heisst „Abuela“, also Grossmutter. Und die Grossmutter – oder vielleicht die Enkelin der ursprünglichen Abuela, die inzwischen ebenfalls eine Abuela ist – heisst uns herzlich willkommen. Auch sie fragt, was uns nach Palizada verschlägt. Nach etwas Geplauder sagen wir ihr, dass wir auf ein Boot nach Ciudad del Carmen hoffen.


Sie sagt, das Boot fahre um sechs Uhr morgens ab. Damit sind wir nun sicher: Es gibt ein Boot. Ob es Platz für die Velos hat, wollen wir wissen. Ihre Antwort: Vielleicht ja, vielleicht nein. Dann greift sie zum Handy, ruft offenbar den Bootsführer an und meldet unsere Fahrt für den nächsten Tag an. Alles kein Problem – wir sollen einfach um 5:30 Uhr bei der Freiheitsstatue sein.


 

So machemers. wir sind kurz nach fünf Uhr in der Früh vor Ort. Läck sind wir nervös. Wenn das Boot nicht fährt, oder uns nicht mitnimmt, erwartet uns ein Umweg. Respektive wir sind in einer Sackgasse und müssen eine zünftige Strecke zurückfahren und danach nochmals eine ziemlich lange Strecke bis zu einer möglichen Unterkunft. Das gluschtet uns eher nicht. Und wir würden auch uuuu gern Böötli fahren. So warten wir ganz alleine und ganz früh, den Brüllaffen und den tausend Vögeln lauschend, auf das Boot.


Langsam versammeln sich immer mehr Menschen auf dem Platz. Viele mit Waren wie Mango, frische Milch oder auch Käse. Wir warten weiter. Und siehe da – kurz vor sechs Uhr kommt ein Einer der Männer, die bereits dort stehen, fragt uns, ob wir mitfahren wollen. Wir bejahen. So geht er los und meldet uns beim Bootsführer an. Wir wiederholen uns zwar: aber wirklich, die Menschen sind hier so gastfreundlich und herzlich. Es ist rührend.  


Nun wird beladen. Kiste um Kiste kommt in das kleine Boot. Immer weiter sinkt der Rumpf. Ein zweites Boot fährt zu und macht sich am ersten fest. Das erste wird immer weiter und weiter beladen. Wir warten. Autos, Mototaxis und Roller fahren zu, laden Kisten aus und in das Boot ein. Der Bootsführer bekommt Anweisungen und Pesos. Anschliessend werden Holzbalken ausgelegt, die später als Sitzplätze dienen sollen. Erste Passagiere steigen ein. Wir warten noch immer.

Das erste Boot fährt los. Das zweite kommt nun an den Steg. Nun werden wir aufgeboten und entladen unsere Fahrräder, lassen das Gepäck in der Claudia 2 verstauen und auch die Räder finden einen guten Platz. Ganz vorne. Wir sind die einzigen Passagiere. So super. Wir freuen uns auf die private Fahrt und sind gespannt, was nun passiert. Das Boot legt ab. Vollgas. In Windeseile flitzt es über den Rio Palizada.


Der Fluss spielt eine zentrale Rolle für das ökologische Gleichgewicht der Region. Er transportiert grosse Mengen Süsswasser in die Laguna de Términos und unterstützt damit eine enorme Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Die Ufer sind geprägt von Mangroven, Sümpfen und tropischer Vegetation. Diese Landschaften bieten Lebensraum für eine aussergewöhnlich reiche Tierwelt, darunter Krokodile, Delfine, Schildkröten, Manatis und zahlreiche Vogelarten. Aufgrund dieser Biodiversität zählt die Region zu den ökologisch wertvollsten Gebieten Mexikos.


Auch historisch hatte der Fluss grosse Bedeutung. Über Jahrhunderte diente er als wichtige Verkehrs- und Handelsroute.

Krokodile, Delfine, Schildkröten und Manatis sehen wir heute nicht. Aber ganz viele Reiher und eine beeindruckende Landschaft. Entlang des gesamten Ufers leben Menschen. Immer wieder blitzen kleine Verschläge hinter den Mangroven hervor. Glasfaserboote in Einbaumform liegen halb unter Wasser an wackeligen Stegen und fast aus jedem Haus wird fröhlich gewunken.


Unser Boot hält immer wieder. An den abgelegensten Orten warten Menschen, die mitgenommen werden wollen. Insgesamt steigen dreizehn Personen und zwei Hundewelpen zu uns in die Nussschale. Immer wieder müssen Passagiere rangiert und das Gewicht ausbalanciert werden. Irgendwann ist das Boot voll – zumindest vorerst. Doch es warten noch weitere Menschen auf eine Mitfahrgelegenheit in die Stadt. Also wird der Reservetank kurzerhand am Ufer abgestellt, um wieder Platz zu schaffen – für weitere sechzig Kilo Passagiere.


Der Fluss schlängelt sich durch die Natur, das Boot legt sich in die Kurven. Ganz vorne steht der junge Skipper und zeigt theoretisch Treibgut frühzeitig an. Er ist noch nicht ganz wach – so erwarten uns einige zackige Ausweichmanöver.

Nach ungefähr neunzig Minuten erreichen wir die Laguna de Términos. Sie gehört zu den grössten und ökologisch wichtigsten Lagunensystemen des Landes und umfasst etwa 2.000 bis 2.500 Quadratkilometer. Sie ist durch die Insel Isla del Carmen teilweise vom offenen Meer getrennt und steht über schmale Wasserverbindungen mit dem Golf von Mexiko in Verbindung.

Wir verlassen den Fluss rasen nun quer in gerader Linie über die riesige Lagune auf das Meer zu. Nun werden Planen verteilt – offenbar erwartet uns jetzt dann gleich eine nasse Angelegenheit. Wir sitzen Backbord und bleiben einigermassen trocken. Doch die Steuerbordler sind ganz schön froh um den zusätzlichen Schutz.


Nach knapp zwei Stunden erscheint in der Ferne die Puente El Zacatal. Mit fast vier Kilometern Länge zählte sie bei ihrer Eröffnung vor rund dreissig Jahren zu den längsten Brücken Lateinamerikas.

Die Claudia 2 fährt unter der Brücke hindurch und legt wenige Minuten später am Mercado Alonso Felipe de Andrade an. Am Steg warten bereits viele Menschen auf das Boot – schliesslich soll hier die transportierte Ware gehandelt werden.


Wir laden unser Gepäck aus, überqueren den Steg und gehen zunächst in der Markthalle etwas essen. Danach checken wir in ein Hotel in der Stadt ein. Dort angekommen, ziehen wir Badehose und Bikini an – anschliessend machen wir einen Spaziergang zum Strand. Juhuuu, wieder Meer! Nach den Bergfahrten der letzten Wochen, nun wieder Meer. So schön. Das Wasser ist warm und wir geniessen einen langen Spaziergang. Nach einem obligatorischen Eis bringt uns ein Taxi zurück. Nun wird geschrieben und abgekühlt.

 

***

 

At sunrise, we leave our temporary home and follow the gently descending road towards Catazajá. Shortly after leaving town, a motorcyclist approaches us. He invites us to spend the night at his club. We politely decline—after all, the sun has only just begun to rise above the horizon. But truly, the people here are so warm and friendly towards us. Time and again, we are amazed by their kindness. Just before reaching Catazajá, we make a sharp left turn, and a few kilometers later we turn right onto a narrower side road.

Today's destination is Jonuta. The route takes us through a tropical region that is almost completely deserted. The landscape is flat, fertile, and lush green. Along the way, we see cows with their calves standing udder-deep in swampy grass, numerous grazing horses, and even flamingos. Signs repeatedly warn us about monkeys—but they seem determined to hide from us and never make an appearance.

After just over 90 kilometers, we spot the town in the distance shortly after midday. To reach it, we first have to make a small detour to the bridge. Once we cross the Río Usumacinta, we follow it for a few kilometers on the opposite bank until we reach our hotel.

After unloading our bikes and settling in, we head out again in search of a restaurant. Beautifully located on the riverbank, we enjoy a delicious lunch and receive a visit from a hooded oriole, the bird with the bright yellow plumage.

The next day, we sleep in a little longer than usual—one could almost say we actually had a lie-in. Shortly after seven o'clock, we set off towards Palizada, 24 kilometers away. At dawn, we spot three howler monkeys in the treetops, greeting us with their unmistakable calls.

Today, there are more settlements than yesterday. Time and again, we pass small houses and tiny hamlets. It's beautiful here. Very beautiful. Shortly before reaching our destination, we cross our second state border since Chiapas. After a brief excursion into Tabasco, we are now in Campeche.

According to our research, Palizada is considered one of the most beautiful and traditional towns in the region and has been awarded the title of "Pueblo Mágico" because of its cultural heritage. The town is particularly famous for its colorful houses with French roof tiles from Marseille. These tiles arrived in the 19th century as ballast on trading vessels traveling upriver and still define the town's distinctive appearance today. The surrounding landscape consists of rivers, lagoons, and wetlands that provide habitat for countless bird species as well as animals such as crocodiles and turtles. Palizada combines history, nature, and regional culture in a unique way and is regarded as one of Campeche's hidden gems.

Of course, we couldn't miss that, so we happily pedaled the extra kilometers. We were all the more surprised to discover that we seemed to be the only visitors. The locals were delighted, slightly puzzled, and genuinely happy to see us. Several times, people asked what had brought us here. Even at the town entrance, the police stopped us. They asked where we had come from and what we were doing here. Afterwards, they warmly welcomed us and gave us tips on the best route through town so we wouldn't miss the most photogenic spots. We followed their advice. The town is actually very small, and the photo spots are practically impossible to miss.

We started with the colorful town sign right on the banks of the Río Palizada. Then we visited the famous replica of the Statue of Liberty and, directly opposite, the houses with their characteristic French roof tiles.

Our first goal is to find a boat. We want to find out whether it's possible to travel all the way to Ciudad del Carmen by water. According to the internet, it should be. But the internet has probably never actually been here, so it's time to ask around.

At first, we can't find either a boat or a boat captain. We ask a man, but he can't really help us. Instead, he strongly recommends that we try the local mangoes.

Eventually, we decide to check into our hotel and freshen up first. Easier said than done. Afterwards, hunger strikes. We stroll through town and stop at the first street-food stall we find. It's called "Abuela"—Grandmother. And the grandmother—or perhaps the granddaughter of the original Abuela, who has meanwhile become an abuela herself—gives us a warm welcome.

She too asks what has brought us to Palizada. After some small talk, we mention that we're hoping to catch a boat to Ciudad del Carmen.

She tells us that the boat leaves at six in the morning. At last, we know for sure: there is a boat. Whether there's room for our bicycles is another question. Her answer: maybe yes, maybe no. Then she picks up her phone, apparently calls the boat captain, and books us onto the next day's departure. No problem at all—we simply have to be at the Statue of Liberty at 5:30 a.m.

So that's what we do. Shortly after five in the morning, we're already there. And wow, are we nervous. If the boat doesn't run—or refuses to take us—we're facing a serious detour. In fact, we're at the end of a dead-end road and would have to cycle a substantial distance back before covering another long stretch to the next possible accommodation. That doesn't sound particularly appealing. Besides, we really, really want to take the boat.

So we wait, completely alone in the early morning darkness, listening to howler monkeys and thousands of birds while watching for the boat.

Gradually, more and more people gather in the square. Many bring goods with them—mangoes, fresh milk, cheese. We keep waiting. Then, shortly before six o'clock, one of the men who has been standing there approaches us and asks whether we want to come along. We eagerly say yes. He immediately goes off to register us with the boat captain.

We may be repeating ourselves, but truly, the people here are so welcoming and kind. It's genuinely touching.

Now the loading begins. Crate after crate is carried into the small boat. The hull sinks lower and lower into the water. A second boat arrives and ties up alongside the first. The first boat continues to be loaded. We wait. Cars, mototaxis, and scooters pull up, unloading more crates destined for the boat. The captain receives instructions and collects pesos.

Eventually, wooden planks are laid across the boat to serve as makeshift seats. The first passengers climb aboard. We are still waiting.

The first boat finally departs. The second one now moves up to the dock. At last, it's our turn. We unload our bicycles, stow our luggage aboard the Claudia 2, and secure the bikes at the very front. We are the only passengers. Fantastic. We look forward to what feels like a private journey and wonder what lies ahead.

The boat casts off and accelerates immediately. At full speed, it races across the Río Palizada.

The river plays a crucial role in the ecological balance of the region. It carries vast quantities of freshwater into the Laguna de Términos, supporting an enormous diversity of plant and animal life. Its banks are lined with mangroves, swamps, and tropical vegetation. These habitats shelter an exceptionally rich array of wildlife, including crocodiles, dolphins, turtles, manatees, and countless bird species. Thanks to this biodiversity, the region is considered one of Mexico's most ecologically valuable areas.

Historically, the river was equally important, serving as a major transportation and trade route for centuries.

We don't see any crocodiles, dolphins, turtles, or manatees today. But we do see countless herons and breathtaking scenery. People live along the entire riverbank. Small huts appear again and again behind the mangroves. Fiberglass dugout-style boats float half-submerged beside rickety docks, and cheerful waves greet us from almost every house.

The boat stops repeatedly. At the most remote locations imaginable, people are waiting to be picked up. By the end, thirteen passengers and two puppy dogs have squeezed into our tiny vessel. Passengers are constantly rearranged to keep the weight balanced. Eventually, the boat is full—or at least full for the moment. But more people are still waiting for transport to town. So the spare fuel tank is simply left on the riverbank to make room for another sixty kilograms of passengers.

The river winds through the wilderness, and the boat leans dramatically into every bend. At the bow stands the young skipper, theoretically keeping watch for floating debris. He isn't quite awake yet, however, so we experience a few rather sudden evasive maneuvers.

After about ninety minutes, we reach the Laguna de Términos. It is one of the largest and most ecologically significant lagoon systems in the country, covering roughly 2,000 to 2,500 square kilometers. The lagoon is partially separated from the open sea by Isla del Carmen and connected to the Gulf of Mexico through narrow waterways.

Leaving the river behind, we now speed in a straight line across the vast lagoon towards the sea. Tarps are distributed among the passengers—apparently things are about to get wet. We sit on the port side and remain reasonably dry, but those on the starboard side are very grateful for the extra protection.

After almost two hours, the Puente El Zacatal appears in the distance. At nearly four kilometers long, it was one of Latin America's longest bridges when it opened around thirty years ago.

The Claudia 2 passes beneath the bridge and docks a few minutes later at the Mercado Alonso Felipe de Andrade. A large crowd is already waiting at the pier, eager to receive the goods being transported.

We unload our luggage, cross the dock, and first grab something to eat at the market hall. Afterwards, we check into a hotel in town. Once there, we put on our swimsuits and head off for a walk to the beach.

Yay, the sea again! After weeks of mountain riding, we're back by the ocean. It's wonderful. The water is warm, and we enjoy a long walk along the shore. After the obligatory ice cream, a taxi takes us back to the hotel.

 

 
 
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