im Wasser treibende Container

18.-21.Apr.2012

Der Abschiedstag hätte nicht besser geplant sein können. Als wir am Morgen auf der Suche nach einem Kaffee sind, hören wir mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei und der Feuerwehr. Sie ächzen durch den frühen Berufsverkehr und wir fragen uns ob sie rechtzeitig ankommen. Alle stehen sie dann da auf der Promenade unter der Erasmusbrücke. Wir gehen vorbei und sehen, nicht auf den ersten Blick, was los ist. Die Feuerwehr halten mit Hacken und Seilen, zwei im Wasser treibende Container am Ufer fest. Die Sensation, so heisst das Schiff dass dem Anschein nach die Brücke gerammt hat, und für selbe sorgt sie gerade. Auf dem Deck erblicken wir einen dritten, sehr verbogenen Container, war hoffentlich nichts Zerbrechliches. Am Rotterdam Central kaufen wir uns ein Ticket für das Hoek van Holland und ein Z’Morge für unterwegs. Wir verbringen einen wunderschönen Tag am Meer, nur für den hätte sich die Reise schon gelohnt. Am Abend gehen wir in das Restaurant Zenne. Da die Dame nur Holländisch spricht, fällt ihr schwer zu erklären was es gibt. Wir verstehen es dann, es gibt nur ein Menu Surprise, man nimmt es oder nicht. Ganz klar: Ja. Uns werden Türkische Köstlichkeiten aufgetischt. Jedem der nach Rotterdam geht: Unbedingt das Zenne aufsuchen. Am Morgen folgt der schwerste Teil, Cynthia geht nach Hause. Die Zeit war zu kurz und wir versuchen es noch hinaus zu zögern, doch dann heisst es für ein paar Monate Abschied nehmen. Ich vermisse Dich. Ich lasse sie zurück und fahre Nordwärts. Auf dem Weg nach Amsterdam, es regnet Eiskalt, mal schein die Sonne. Irgendwo im Nirgendwo teile ich meinen Weg mit einer Kuhherde. Die Nach in Südost Amsterdam war schön trocken, ich bin sehr früh startklar, muss aber auf meine ID warten. Auch das Café neben der Rezeption öffnen erst um Zehn, kein Camping für Frühaufsteher. Trotz Gegenwind komme ich gut voran bis vor das kleine Dorf Eemdijk. Meine kleine gerade, ostwärts führende Strasse wird zu eine Holperweg und endet schliesslich im nichts. ?. Ich trete im kleinen Gang durchs hohe Gras bis ein kleiner aber zu breiter Kanal mein Weg unterbricht. Ich sehe wie auf der anderen Seite des Feldes Wanderer vorbei gehen, da will ich hin. Es ist holprig und sumpfig aber machbar. Zwischen mir und der Strasse befinden sich vier Viehgatter, alle mit einem Schloss verriegelt. Beim ersten helfen mir zwei Vogelfreunde und wir heben das ganze am Stück hinüber. Im Abstand von jeweils 80 Metern folgen die anderen drei. Velo abladen, alles hinüber verfrachten und aufladen x3. Etwas kaputt erreiche ich Emerlo, wo ich den teuersten Platz aller Zeiten bekomme: 1 Zelt, 1 Person, 1 Nacht= 23 Euro! Auf dem Weg nach Emmen in Holland werde ich einem Auto mit vier Insassen zügig überholt. Sie quietschen um die Kurve, steigen mit Schrottflinten aus. Es knallt, ein zweiter Schuss. Ich sehe sie nun, sie stehen auf der Strasse. Einer zielt in den Himmel, schiesst. Ein Vogel fällt vom Himmel, einer der Männer holt ihn und dann steigen sie hastig ein und brettern davon. Mich nimmt es ja Wunder. Vor Emmen komme ich, für 5 Euro, auf einem Bauernhofcamping unter.

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