es regnet aus Eimern

23.-25.Apr.2012

Der Rückenwind schiebt mich auf immer geraden, von Eichen gesäumten Strassen Richtung Osten. Kaum in Deutschland, herrscht wieder Schilderwahn, auf alles Mögliche wird man hingewiesen oder gewarnt. Vor allem gewarnt, Strassenschäden hier, Sturzgefahr da und sowieso befahren auf eigene Gefahr. Ein sehr gefährliches Land. Schön ist, dass der Camping in Nordloh wenig kostet. Wer in Apen ist mit Zelt oder Caravan, hier nächtigen. Ich fahre auf einen zu der halb auf der Strasse, halb im Seitengraben steht, er ist abgesoffen. Die leer drehenden Räder schleuder Dreck und Schlamm in meine Richtung. Da ich heute meine Beine schon warm getreten habe, leg ich mein Rad zu Boden und schiebe ihn raus. Als die Räder greifen, fährt er auf den Radweg und steigt aus. Ein Mann Anfang dreissig, dicker Bauch in Latzhose, Flanellhemd, Gummistiefel und verfaulten Zähnen. „Oe, da wa abe madschige als jedacht. Wollt nue am Kumpel Hallo sage.“ Aufs seine Frage wohin ich den fahre, sage ich Bremerhaven, das reicht schon fast dass er einen Herzinfarkt kriegt. Sage im daher nicht dass es nur mein heutiges Ziel ist. Vor Nordenham hagelt es eine halbe Stunde lang Erbsen. Nach einer Currywurst in Bremenhavens Einkaufsstrasse fahre ich nach Spaden um zu übernachten. Es regnet aus allen Eimern. Ich lass es jetzt mit dem Klagen über Deutsche Radwege, der heute war wieder super. */“@°#§“|¬`! Ich schob mein Fahrrad heute über einen Acker, weil der Arschwegweiser mich wieder einst ins nirgendwo geschickt hat. Wer plant so etwas? Wohl noch nie Zweirad gefahren. Schön, dass ich immer wieder sehr angenehme Gespräche mit den unterschiedlichsten Leuten führen darf. Das Fahren stehlt keine Probleme dar, gewohnt mal einen Hügel zu stürmen, ist es hier gerade zu Eintönig. Die Fahrten mit den Fähren über die Weser und die Elbe bringen etwas Abwechslung. Der Wind spielt mit, das Wetter allgemein nicht so, es gab sogar ein paarmal Hagel. In Brunsbüttel versuche ich über eine Stunde Netz aufzutreiben, ohne Erfolg. Das ist auch der Grund warum die Einträge oft etwas spät kommen. Durch schier endlose Deichlandschaften und zwischen riesigen Windparks gelange ich nach Nordfriesland. Moin,Moin. Das Völkchen hier ist äusserst freundlich und auch bei Schlechtwetter gut gelaunt. Das steckt an und darum fahre ich mit einem noch breiteren Lächeln. In Dagebüll verbringe ich die letzte Nach in Deutschland. Der Tag war zum ersten Mal durchgehend schön, vom Morgen bis zum Sonnenuntergang nicht einen Tropfen Regen. Anstatt am Abend das Zelt zu trocknen, hatte ich richtig Freizeit. Ich habe noch was nachgeholt was ich fast vergessen hätte: Ein Bismark-Fischbrötchen. Morgen geht es dann über Aventoft nach Dänemark. Km-Stand: 1892

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