Nordkap - Finnland

31.Mai - 5.Juni 2012

Das mit dem ewigen Tag geht in den Kopf. Ich hab ein Chaos und weiss nicht recht. Also: Den 30. Habe ich in Olderfjord verschlafen, weil ich die Nacht hindurch gefahren bin um nicht zu erfrieren. Am 31. Fahre ich 134 Kilometer ans Nordkap, treffe den Franzosen, dem es Gott sei Dank gut geht, im Tunnel, erreiche das Ziel um ca. 23:20h. Gehe um halb zwei morgens vom ersten Juni ins Bett, wache um sieben Uhr auf. So war‘s. Geweckt werde ich von zwei Deutschen: „Jo seh dir das an. Is der mit dem Rad hier rauf gefahren? Das gibt’s ned. Is er tatsächlich hier rauf getreten?“ Mein Zelt steht mitten auf dem Parkplatz vom Nordkapcenter. Die Nacht, naja, die hellen Morgenstunden waren trocken und Wind los. Ich freue mich auf ein Frühstück im Restaurant, denkst. Noch nicht einmal offen ist es, erst um elf, also wer da hoch fährt packt besser Frühstück ein. Die vier Nidwaldner von meiner Ankunft warten ebenfalls. Ich nutze die Zeit, schreibe so viele Postkarten wie noch nie, hoffe hab niemanden vergessen. Als sie dann endlich öffnen, werde ich von den Vieren eingeladen, eine heisse Schoggi. Sie hätten mir wohl noch viel mehr bezahlt, Danke, doch will ich ihnen nicht auf der Tasche hocken. Als es dann noch nicht einmal ein Zmittag gibt, verabschiede ich mich und mache ich mich auf den Weg. Was ist der Hass? Eine Strecke zwei Mal zu fahren. Sind es dann 134 Km und liegt ein Scheissloch wie der Nordkaptunnel dazwischen, macht es überhaupt nicht an. Es führt kein Weg drum herum, ich stehe da, vor diesem schwarzen Loch, muss noch einmal hindurch. 9% geht es hinunter, 212 m.u.M, um dann in 10% wieder hinauf zu gehen. Ganz unten angekommen ist man schnell, die Ventilatoren sind so laut, ich höre mich trotz Oropax nicht denken. Dann schiebe ich, 50 Minuten lang, für 3 Kilometer. Scheissloch. Beim nächsten Mal schwimme ich. Es raubt einem die Kraft, komme knapp achtzig Kilometer weit und stelle mein Zelt auf. Diesmal ohne Heringe, dafür mit grossen Steinplatten. Sieht nett aus. In Olderfjord schlafe ich im Zelt auf dem Camping, bin schon wieder nicht weit gekommen, hab den Veloblues. Keine Lust in die Pedale zu treten. Eine Reisegesellschaft nimmt mich für ein paar Minuten in Beschlag, bis sie von der Reiseleiterin zurück ins Körbchen gescheucht werden. Ja, auf der E69 wurde ich oft fotografiert, hoffentlich nie beim pinkeln oder poppeln. Nach einer heissen Dusche, starte ich den Tag früh. Es ist spannend, innerhalb der knapp 300 Kilometer seit dem Nordkap habe ich so viele Klimazonen durchfahren. Heute fahre ich oben ohne, es ist so verdammt heiss. Da gab es auch eine Militärzone, uhu. Eins kapier ich jetzt echt nicht, da fahr ich ans Nordkap, habe Gegenwind, 180° Wende zurück und fahre schon wieder im Gegenwind. Erklärt mir das bitte jemand. Ich fahre durchs Hügelige Niemandsland, die Walddichte nimmt wieder zu, sehe kaum andere Menschen. Die einzigen hie und da, sind zu 50st schauen und fotografieren aus den Fenster der Reisebussen. Heute sind es 25°C weniger als gestern. Wo sind die Handschuhe? In Inari komme ich zu spät an um endlich meine NOK zu wechseln, gehe darum auf den Camping. Gut für alle Verfolger da draussen.

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