first trip 2014

Endlich ist es wieder so weit. Wir sind dieses Jahr das erste Mal gemeinsam mit unseren Fahrrädern unterwegs. Es ist eine besondere Fahrt. Wir sind mittendrin, unsere Webseite zu gestalten und unsere nächste Reise zu planen. Wie aufregend.Unser Plan ist es, gemütlich am Ägerisee das Zelt aufzuschlagen und uns in die Sonne zu legen. Dreissig oder vierzig Kilometer haben wir geplant. Einen easypeasitag also.Früh am Morgen wollen wir mit Rad und Pack losfahren. Aus dem morgen früh wurde dann morgen halbfrüh. Aber immerhin – es geht noch vor dem Mittag los. Schon auf den ersten Kilometern merken wir, dass wir über die Wintermonate etwas aus dem Rhythmus gekommen sind. Ein paar Muskeln haben wir verloren und auch das mit der Ausdauer war schon mal besser. Doch es macht grosse Freude und wir geniessen jeden Auf- und Abstieg von Adliswil der Sihl entlang bis nach Baar. Dort gibt es das erste Glace. Es ist ein heisser Tag und die eiskalte Köstlichkeit tut uns gut.Nach Baar passieren wir die Höllgrotten. Die Zeit zu zweit geniessen wir sehr - kommt sie doch manchmal etwas zu kurz. Mitten im steilen Aufstieg nach Oberägeri entdecken wir in einem Waldstück ein Tixiklo. Das kommt ja wie gerufen. Schwuppdiwupp schon bin ich drin und schwuppdiwupp schon werde ich wieder vom Besitzer vertrieben. Offenbar keine öffentliche Toilette. Wir fahren etwas weiter und finden an einer alten Mühle den perfekten Platz für Brötchen, Käse, Salami und Ovoriegel. Als wir wieder aufbrechen wollen, vermisse ich meine Sonnenbrille. Oh nein – die muss ich auf der nicht öffentlichen Toilette liegen gelassen haben. Also packe ich mein Fahrrad ab und düse los auf den Rückweg. Mike wartet derweil auf mich. Einen Kilometer haben wir zurückgelegt. Schon fast habe ich den steilen Aufstieg verdrängt. Aber o weh, nun muss ich den ja zweimal machen. Bei der Toilette angekommen finde ich ein dickes Vorhangschloss vor. Nun ist es auch für mich offensichtlich, dass die Toilette nicht öffentlich ist. Meine Brille wird mir aber schnell vom grummeligen Tixiklobesitzer ausgehändigt. Nach dem doppelten Aufstieg bin ich total geschafft. Aber nützt nichts. Wieder zu zweit geht es in Richtung Ägerisee. Weit ist es nicht mehr.Der erste Campingplatz gefällt uns nicht so. also fahren wir einmal rundherum um den See und stossen auf einen zweiten Platz. Dieser ist voll, und wir müssten bis zum Abend warten, um dann möglicherweise unser Zelt aufstellen zu dürfen. Darauf haben wir keine Lust.Also geht es weiter. Auf dem Weg in Richtung Lauerzersee entscheiden wir uns dafür, in Brunnen zu übernachten. Eine tollte Abfahrt steht uns davor. Es geht schnell die Hauptstrasse zum Vierwaldstättersee hinunter. Es ist wirklich ein traumhafter Tag.Beim Dorfanfang von Brunnen packt uns ein riesen Hunger. Also parkieren wir unsere Fahrräder an einem Restaurant und nehmen auf der Terrasse Platz. Eine sehr freundliche Dame und ihr lustiger Koch bedienen uns. Wir bekommen keine Karte sondern dürfen frei nach Wunschkonzert bestellen. Der Koch meinte, er könne uns zwei sicher etwas Feines zaubern. Nach vier Getränken und dem bestellten Essen stellen wir fest, dass wir kaum Bargeld haben. Und naja in Brunnen ist das halt so - nur Bares ist Wahres. Also spreche ich die nette Dame an und sage, dass wir nur noch 45 Franken dabei haben. Der Koch lacht laut. Er hätte uns zwei Entrecote dazu kochen können und es hätte noch gut gereicht. Das ist eben auch Brunnen.Nach dem vorzüglichen Essen geht es nun um die Rechnung. 30 Franken kostet es. Das können wir gut noch stemmen mit den paar Münzen, die wir dabei haben. Das Trinkgeld lehnt die lustige Dame kategorisch ab. Wir könnten es vielleicht noch brauchen. Oh je. Was haben wir für einen Eindruck gemacht? Total verschwitzt bestellen wir Essen und haben kein Geld. Die Dame hatte richtig Mitleid mit uns… schlussendlich hat sie das Trinkgeld dann aber doch angenommen.Nur noch ein Kilometer trennt uns vom Camping. Wir sind etwas erstaunt ab dem doch ziemlich hohen Betrag für eine Nacht, freuen uns aber, endlich das Zelt aufstellen zu können. Einen sehr schönen Platz direkt am See haben wir ergattert.Direkt nach dem Auspacken machen wir uns daran, die neuen Badehosen einzuweihen. Anschliessend spazierten wir nach Brunnen und geniessen ein Softeis. Es ist richtig heiss. Wie im Hochsommer. Die Sonne tut uns gut. Wir lachen viel – sind aber doch ziemlich erschöpft.Heute sind wir 60 Kilometer gefahren. Am Abend lese ich ein Buch und Mike repariert das Zelt mit einer Silikonpaste. Diese ist noch immer nicht getrocknet.Für das Abendessen gehe ich Wasser holen. Die Toiletten sind 400 Meter von unserem Stellplatz entfernt. Eigentlich müsste man daher schon loslaufen, bevor es einem in den Sinn kommt… aber anyway - Das ist wieder eine andere Geschichte. Unsere Zeltnachbarn sind lustig und wir halten einen kleinen Schwatz mit ihnen über unser gemeinsames Hobby. Zum Abendessen geniessen wir Gemüsenudeln. Es ist fein – aber da geht noch mehr.Wir schlafen beide wie Steine. Immer, wenn ich im Zelt übernachte, falle ich in richtig tiefen Schlaf. Es ist wunderbar.Auch am nächsten Morgen eilt es uns nicht. Wir haben Zeit. Also frühstücken wir und hoffen, dass das Silikon in der Morgensonne trocknet. Nichts da. Wir packen zusammen und fahren los in Richtung Gersau. Heute ist es noch viel heisser und wir brauchen in Gersau schon das erste Glace. die Fähre bringt uns nach Beckenried. Von dort aus fahren wir nach Stans und suchen ein ganz bestimmtes Haus. Mike hat am Nordkap jemanden getroffen, den wir nun besuchen wollen. Leider ist das liebe Päärchen nicht zuhause und so hinterlassen wir eine Nachricht.Von Stans her geht es weiter nach Horw, worauf wir uns schon den ganzen Tag freuen. In meiner Lehrzeit habe ich da gewohnt und Mike und ich haben fast jeden Tag bei einem Thailänder gegessen. Diesen besuchen wir seit da häufig, wenn wir in der Gegend sind. Das Essen ist wie immer vorzüglich. Während dem wir unsere gebratene Ente geniessen, schwelgen wir in Erinnerungen.Der Weg führt uns weiter durch die Lichterstadt an den Platz des KKL. Wieder ist ein Päuschen angesagt, bevor wir uns auf den Weg nach Zug begeben. Es ist heiss. Sehr heiss. Wir trinken viel – aber es reicht nicht. Die Hüte und Shirts tauchen wir in jeden Brunnen und versuchen uns so zu kühlen. In Cham lassen wir uns nahe der Badi auf eine Bank fallen und ruhen uns aus. Es ist schon sehr anstrengend. Wir sind wirklich nicht mehr so fit wie wir es auch schon waren… aber das kommt bestimmt wieder.Es ist nicht mehr weit. Den steilen Anstieg bis Sihlbrugg schaffen wir mit Müh und Not. Mittlerweilen halten wir wirklich an jeder Tankstelle um uns mit Glace und Eistee abzukühlen. Der Heimweg führt uns der Sihl entlang in Richtung Zürich. Kurz vor Adliswil legen wir uns an den schönen Fluss und schlafen etwas auf unserer Strohmatte. Mitten im Wald. Auf den letzten drei Kilometern werden wir wieder richtig fit. Nun könnten wir gleich nochmal die Strecke fahren. Behaupten wir jedenfalls. Wir haben heute neunzig Kilometer geschafft. Und gestern waren es immerhin sechzig. Ein schönes Gefühl . Wir freuen uns auf die nächste Reise.

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