Venedig

Heute haben wir frei. Nachdem wir gestern das Ziel Venedig erreicht haben, wollen wir uns die Stadt noch in Ruhe ansehen. Ich habe übrigens gestern Abend noch gekocht. Klingt nicht so aussergewöhnlich, ist es aber. Ich – habe – gekocht. Eine echte Premiere auf dem Campingkocher. Und es war megafein.

Der Tag startet mit Ausschlafen. Ich bin schon etwas früher wach und hole uns Gipfeli – für mich natürlich noch einen Kaffee. Ich bin wieder etwas geplagt von den Mücken. Und auch die Ameisen. Dieses Jahr ist es wirklich enorm. Wie soll das nur werden, wenn wir erst mal in Ländern sind, in denen die Mücken eine echte Plage sind? Ich werde es auf dieser Seite festhalten…

Den Kaffee geniesse ich auf einem unserer Campingstühlchen, die wir uns gekauft haben. Das war ein super Kauf – wir freuen uns jedes Mal aufs Neue. Mike wird nun auch wach. Nach einem feinen Gipfelizmorgen machen wir uns bereit, um nach Venedig zu fahren. Heute nehmen wir nicht mehr die Fahrrädern sondern den Bus. Ich habe Glück und bekomme den absoluten Logenplatz neben dem Chauffeur. Die Einfahrt über die Brücke ist atemberaubend. Das Meer, die Möwen, die Boote, das Sonnenlicht, die Gebäude, die Atmosphäre – es ist einfach atemberaubend. Venedig gefällt uns unglaublich gut. Ohne den Überteuerten Stadtplan zu nutzen – den haben wir sinnvollerweise im Zelt gelassen – spazieren wir kreuz und quer durch die Strassen. Es gibt so viel zu sehen und noch hat es wenige Touristen. Gegen Elf Uhr füllt sich die Stadt. Man muss sich richtig im Strom treiben lassen. Nicht so unser Ding. Und warum putscht man eigentlich nie mit attraktiven, gut angezogenen und frisch riechenden Personen zusammen? immer erwischen uns die andern…

Gegen Mittag entdeckt Mike ein fantastisches Restaurant. In die Strasse hinein steht ein einzelner Zweiertisch mit einer Blume drauf. Das ist unser Tisch. Wir geniessen jeweils eine halbe Pizza und beobachten eine lange Zeit die Passanten. Wir amüsieren uns köstlich. Auch die Strassenverkäuferhirarchie konnten wir beobachten. Ähnlich eines Zuhälters kommt der Chef regelmässig das Geld einsammeln und die Verkäufer antreiben… es gibt auch Boten, die von Verkäufer zu Verkäufer rennen, tuscheln und Produkte austauschen. Sehr interessant… Auch spannend war, dass der einzige Europäer der Oberzuhälter war. Er war auch der einzige, der gelacht hat. Eine richtige Gummi-Bälleli-Prostitutions-Mafia war das.

Nach dieser langen Pause gehen wir weiter und geniessen den Anblick der Sehenswürdigkeiten. Ich liebe die Stadt. Sie hat mir auf anhin sehr gut gefallen. Das Ambiente haut mich um. Trotzdem werde ich nach einigen Stunden müde. Sightseeing ist halt schon auch anstrengend. Im Schatten legen wir uns an eine Mauer und beobachten weiterhin das Geschehen. Zum Abschluss gönnen wir uns noch eine Schifffahrt. Uns ist nicht ganz klar, was diese Touristenboote sollen – denn die Kursschiffe fahren die gleiche Strecke und kosten nicht einmal ein Viertel. Na ja – uns egal. Wir nehmen die Kursschiffe und geniessen eine lange Fahrt entlang des Grande Canale. Auch ein Kreuzfahrtschiff passieren wir. Es ist riesig. Höher als das Parkhaus – und das hat sieben Etagen. Ganz oben auf diesem Schiff steht eine unglaublich grosse Kinoleinwand. So ungefähr – ach einfach abartig gross.

Für den Heimweg nehmen wir wiederum den Bus und machen es uns noch etwas vor dem Zelt bequem. Ich lese und Mike schreibt in seinem Tagebuch und döst. Zum Abendessen gehen wir ins Campingrestaurant. Es war nicht gut. Mike hatte es bereits prognostiziert.

Wir packen alle unsere Sachen schön zusammen, denn morgen geht es wieder einmal früh los.

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