Venedig - Luzern

Heute Morgen stehen wir um halb sechs auf. Zu unserer Überraschung müssen wir im Badezimmer sogar anstehen. Der halbe Platz ist wach.

Um halb sieben fahren wir los. Noch einmal müssen wir über die Brücke. Drei Kilometer Stress hatten wir das letzte Mal. Aber heute ist alles anders. Die Autos rasen noch nicht, es hat kaum Touristenbusse und die Lastwagen lassen uns genügend Platz auf der Seite. Genug früh erreichen wir den Bahnhof Venezia St. Lucia und besorgen noch ein Zmorgen. Die Tickets hatten wir schon am Dienstag gekauft. Das war ja eine Geschichte für sich – die reinste Odyssee. Aber eben. Eine Geschichte für sich. Der Zug fährt pünktlich in Richtung Bologna los. Wir haben 12 Minuten Zeit um umzusteigen in Richtung Milano. Sollte kein Problem sein. in Bologna angekommen steigen wir aus dem Zug. Es heisst klar signalisiert, dass unser Zug auf Gleis 17 fährt. Oh je – gleis 17?.. wir nehen zwei Rolltreppen, einen Lift, drei Unterführungen und weiss der Himmel was noch alles – also wirklich jedes Hindernis, das man an einem Bahnhof antreffen kann. Auf Gleis 17 kommen wir zwei Minuten vor Zugabfahrt und absolut verschwitzt und ausser Atem an. Nirgendwo steht ein Zug. Auch zehn Minuten später ist keiner da. Ich gehe an den Infostand. Der nächste Zug fährt in zwei Stunden. Das ist zwar mühsam – macht aber nichts. Den Zug in Milano erwischen wir auf sicher. Die Aufenthaltszeit ist dann einfach nicht so gross und für ein Mittagessen reicht es auch nicht. Aber an und für sich keine grosse Sache. Der Zug fährt auf Gleis 1. Ich schaue auf die Tafel. Es hat vier Gleis 1. Ich schaue die Auskunftsfrau fragend an. Das Gleis Eins West muss ich nehmen. Ach so. abgesehen davon, dass es drei verschiedene Nummerierungen der Gleise hat, sind auch die Abfahrtsbildschirme nach Zugfirma geordnet. Mega unübersichtlich. Da stehen einfach nicht alle Züge drauf, sondern nur die der eigenen Firma. Voll die Egos.

Wir marschieren also ziemlich frustriert eine Ewigkeit durch den ganzen Bahnhof in Richtung Gleis Eins West. Hier haben wir nun zwei Stunden Pause. UNO und Glace helfen die Zeit zu vertreiben. Kurz vor Zwölf geht unser Zug Nummer zwei los. Die Klimaanlage ist defekt. Wirklich heiss. Mike und ich schlafen und lesen während der dreistündigen Fahrt. Aber alles easy, in Milano haben wir ja Zeit zum umsteigen. Oder doch nicht? Der Zug hat schlussendlich eine Viertelstunde Verspätung. Von unseren dreiundzwanzig Minuten Umsteigezeit bleibt also nicht mehr viel. Welches Gleis müssen wir nehmen? Ah – ist ja klar. Das, das am weitesten weg ist. Ich fahre durch den Bahnhof Milano in voller Geschwindigkeit und nehme an, dass das Bussgeld billiger ist als ein neues Billet. In allerletzter Minute erreichen wir den Zug in Richtung Luzern. Hier sitzen wir nun.

Diesmal sind wir leider die Nicht-allzu-Wohlriechenden nicht All-zu-gut-Angezogenen. Naja – so sorry liebe Abteilgspändli.

Heute Abend wollen wir an der Reuss wild Campen. Ich bin gespannt. Was wohl daraus wird?

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