Km 1347 - 1608_Budapest - Nagykanizsa


In Budapest haben wir drei sehr schöne Tage verbracht. Am ersten Abend haben wir uns ein fantastisches Dinner auf dem Schiff gegönnt. Das Hostel ist sehr schön und gepflegt. Wir sind in einem Siebnerschlag eingeteilt, welcher aber nur halb voll ist. So ist es ziemlich angenehm. Cynthia wird in der ersten Nacht von ein paar ziemlich heimtückischen Mückenmonstern heimgesucht. Auf die Stiche reagiert sie mal eben mit einem auf das doppelte angeschwollenen Arm. Oh je. Wie das juckt. Drei Tage soll das nun anhalten. Aber mit einer Tube Fenistil und Antiallergikum geht auch das vorbei. Komisch. Wir wissen nicht was es war. Aber mit normalen Armen siehts irgendwie besser aus. Die Tage in Budapest verbringen wir ganz gemütlich. Am ersten Tag kaufen wir zuerst für Mike einen neuen E-Reader. Der andere hat leider die Reise nicht überlebt. Anschliessend spazieren wir hoch zu einer Kathedrale und sitzen drei Stunden auf einer Bank und beobachten die Menschen. Es hat sehr viele Touristen und einheimische die da vor uns hin und herwackeln. Uuuunglaublich wie viele Selfies in diesen paar Stunden geschossen werden. Und noch unglaublicher, wie viele Selfiestangen dafür verwendet werden. Eine Selfiestange ist ja wohl das oberdoofste was es gibt. Wie langweilig ist das denn?!?. Wir haben ja wie gesagt eine zeitlang beobachtet und kaum einer, oder eben kaum eine, die ein Selfie machten, haben darauf geachtet, was im Hintergrund ist. Die kraxeln also zu der Kathedrale hoch, machen sich frisch, halten die Selfiestange hoch, machen ein Selfie und laufen wieder davon. Weder haben sie die Kathedrale angeschaut, noch ist die Kathedrale auf dem Foto. What the Selfie soll denn das? Anyway. Nicht unsere Sache. Wir haben uns dafür köstlich amüsiert. Am nächsten Tag sind wir zur Freiheitsstatue marschiert. Von hier aus hat man einen umwerfenden Blick auf Budapest. Übrigens. Blog lesen bildet. Wusstet ihr, dass Budapest nach den beiden Donauseiten benannt ist? Die eine ist Buda und die andere ist Pest. Wir wussten es also nicht... Bei der Freiheitsstatue haben wir uns in eine Wiese gelegt und den Nachmittag dösend und lesend verbracht. Natürlich haben wir uns auch zwischendurch die Stadt angeschaut. Sie ist wunderschön. Budapest gefällt uns sehr gut. Am Montag verlassen wir Budapest. Beim Packen befürchtet Cynthia, sie habe ihre Schlüssel verloren. Und schiebt die Krise. Nicht nur etwas Krise, sondern DIE Krise. All die Glücksbringerschlüsselanhänger. Ohjeohje. Aber nach einigem Suchen ist auch der Bund wieder aufgetaucht. Phuu. Nochmal Glück gehabt. Das Ende von Budapest erreichen wir erst nach 18 Kilometern. Die Stadt ist riesig. Denn die Einfahrt dauerte schon über 20 Kilometer. Wie so oft, haben wir etwas Schwierigkeiten, uns genau an den Tagesverlauf zu erinnern. Wir geniessen wirklich jeden Kilometer, aber am Abend ist schon wieder so viel passiert, dass wir einfach nicht mehr so genau wissen, wann was war. Wir erreichen am Abend den Velence-to. Der Camping ist geschlossen. Alle Campings rund um den See sind zu. öffnung ist erst in ein paar Wochen. Wir haben aber Glück und die Chefin fährt gerade mit dem Auto zu. Umsonst dürfen wir auf dem schönen Camping übernachten und den See ganz für uns alleine geniessen. Fantastisch. Am nächsten Morgen führt uns die Route entlang des Velence-To. Heute essen wir den ersten Insektenriegeln, die wir von Stephan bekommen haben. Lecker, lecker. Wir folgen der Strasse 7 über Polgardi zum Balaton. Zwischendurch gönnen wir uns noch eine Nudelsuppe. Dass das Chilipulver seperat verpackt ist finden wir nicht beachtenswert und mischen alles in den Topf. Hui. Ein Fehler. Wenigsten trinken wir so genug. Auf den Balaton haben wir uns sehr gefreut. Schliesslich ist er für viele das Ferienziel schlechthin. Man kann nicht sagen, dass es uns nicht gefällt. Totalenttäuscht trifft es irgendwie besser. Der See ist geschlossen. Also nicht der See, aber alles andere. Das Ufer ist soo verbaut, dass wir den See kaum sehen. Und dieser ist immerhin in etwa so gross wie der Zürichsee. Es hat unzählige Restaurants, Hotels, Campings, Läden, Discos und so weiter. Alles zu. ALLES. Es ist wie ausgestorben. Beim ersten Camping ist ein Schild, dass dieser erst in ein paar Wochen öffnet. Unsere Hoffnung ist noch nicht ganz weg. Wir fahren weiter, vielleicht macht ja ein anderer Camping schon auf. Nach ungefähr 30 Kilometern am Balaton treffen wir auf den ersten Laden, der geöffnet hat. Ein kleiner Kiosk. Mittlerweilen zieht ein richtiger Sturm auf und die Bäume schlägt es nur so hin und her. Wir fragen den Kioskbesitzer, ob er eine Idee hat, wo wir unser Zelt aufstellen können - und schon wieder haben wir Glück. Wir dürfen für einen Freundschaftspreis in seinem Appartement schlafen und die Velos werden über Nacht in den Kiosk eingeschlossen. Pedaleurs die Glücklichen. Während der Nacht hören wir den tobenden Sturm und sind froh, diesen Unterschlupf gefunden zu haben. Vielen Dank George und Silvia. Am frühen morgen fahren wir weiter entlang dem Balaton. Uuuunglaublich. Es ist nichts los. Keine Menschenseele, keine Geräusche. Nichts. Es ist einfach nichts los. Saison ist übrigens von Juli bis August. In der Zeit kommen 2'500'000 Touristen her. Waahnsinn. Wir fahren also den ganzen Tag dem Balaton lang. Sehen nichts ausser Häuser rechts und Häuser links. Es ist stinkelangweilig und wir wollen einfach nur noch weg vom Balaton. Ein ziemlich anstrengender Tag ist das. Gegen Abend haben wir es endlich geschafft. Der Balaton liegt hinter uns. Phuu. Da weder ein Camping noch ein Hotel noch irgendwas während dem ganzen Tag geöffnet war, bleibt uns wohl nichts anderes als wild zu campen. Macht aber nichts. Wir finden ein hübsches Plätzchen in der Nähe von Kéthely. Und es hat einen fantastischen Ausblick auf den gesamten Balaton. Endlich sehen wir was davon. Nach einem feinen Znacht wollen wir schlafen gehen. Plötzlich hören wir ein lautes Rascheln. Tipp, Tapp. Tipp, Tapp. Tipp, Tapp. Was kann das nur sein? Wir schauen aus dem Zelt und ein grosser Rehbock steht vor uns. Beide Parteien erschrecken etwa gleichermassen. Das Reh ist so von den Socken dass es ganz laut grunzt und in den Wald hüpft. Das Grunzen hören wir noch einige Minuten. Scheint als wäre das Reh einer Herzattacke nur knapp entkommen. Die Nacht verläuft sehr gut und wir fühlen uns sicher und wohl. Den Weckdienst übernimmt heute der Specht. Mitten in unserem Kopf wie es scheint. Wir sind uns unschlüssig, wie wir nach Zagrep kommen wollen. Soll die Route via Bak, Lenti und Lendava führen, oder doch lieber über Nagykanizsa? Wir lassen die Münze entscheiden und nehmen den zweiten Weg. Bei Hollad biegen wir in die kleinen Strässchen und fahren den ganzen Tag gemütlich nebeneinander her. Der Weg führt durch kleine Dörfer wo wir immer herzlich begrüsst werden. Wir fahren durch Savoly, Nemesvid, Nemesded, Varaszlo und Pat. In Pat gönnen wir uns eine grosse Pause und halten am Strassenrand ein Schläfchen. Gegen Nachmittag geht es weiter nach Mihald, Sand und Nagyfakos. Es wird langsam hügelig und mit jedem Kilometer ist die Landschaft schöner. Wir durchqueren Felder und Wälder. Nach Kisfakos treffeen wir bereits in Nagykanizsa ein. Wir finden einen schönen Camping und bleiben hier für mindestens eine Nacht. Gemütlich an einem Tischchen schreiben wir den Blog. Gerade wurden wir aber von einem Pferd und seinen drei Begleitern, den Ziegen vertrieben... mal sehen ob uns die Campingeigene Bulldogge vertreidigt...

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