Km 2617 - Km 2693_Bijela - Budva


Hier sind wir nun also. Montenegro. Für uns beide ein noch unbekanntes Land. Ein wunderschönes, unbekanntes Land. Wir verbringen einen freien Tag in Bijela. Beide Pédaleurs sind dankbar um etwas Ruhe und vertiefen sich in ihre jeweiligen Noschereien. Nebenbei geniessen wir die Geschehnisse auf dem Campingplatz. Da ist zum Beispiel der eine Camper, der nach der Dusche pitschnass über den Platz spaziert und sich dann vor dem Zelt einmal richtig durchschüttelt. Frotteetüchli gespart. Auf dem Camping hat es den sehr freundlichen Besitzer, der alle seine Gäste persönlich begrüsst, ein kleines Schwätzchen hält und dann seine Tour fortsetzt. Trés sympa. Am Abend wollen wir auswärts etwas essen gehen. Der Kellner bringt uns die Karte mit unzähligen Angeboten. Wir studieren die Karte und können uns kaum entscheiden. Endlich ist der Entschluss gefallen und wir werden nach unseren Wünschen gefragt. Nachdem wir bestellen wollten, hiess es "no, no, no. We don't have that. We only have Dorade.". Also bestellen wir die Dorade. Gute Wahl. Der Kellner spaziert auf den Steg hinaus, fischt unser Fischchen und wenige Minuten später geniessen wir die fangfrische Dorade von unseren Tellern. Ausgezeichnet. Nachdem wir persönlich vom Campingbesitzer verabschiedet wurden, zieht es uns an die Bucht von Kotor. Uns wurde schon mehrmals empfohlen, auf die Fähre zu verzichten und stattdessen den Umweg der Bucht entlang zu nehmen. Und so machen wir es. Die knapp vierzig Kilometer der Bucht von Kotor entlang sind unbeschreiblich schön. Die Strecke ist flach und gut zu befahren. Wir fahren an Höhlen und kleinen Inseln vorbei durch die Altstadt von Perast und weiter nach Ljuta. Nach Dobrota wimmelt es plötzlich von Autos und kaum sind wir in Kotor angekommen ist der Verkehr unüberschaubar. Autos, die in der Schweiz nicht mehr auf die Strasse dürften hupen und quitschen und rauchen und rattern an uns vorbei. Blinker, Gangschaltung und Bremse sind absolut überflüssig. Was der gute Autofahrer hier braucht ist eine Hupe. In Kotor treffen wir zwei Mädels von Paris. Sie sind ebenfalls mit dem Rad unterwegs und touren durch den Balkan. Wir staunen, mit wie wenig Gepäck sie klar kommen. Da uns verraten wurde, dass momentan die Bankomaten in Albanien nicht funktionieren, beziehen wir in Kotor noch ein paar Euros. In Lepetani machen wir einen weiteren Rast und beobachten ein Kreuzfahrtschiff, wie es sich durch die enge Buchteinfahrt zwängt. Links und rechts vom Schiff sind nur noch wenige Meter frei. Ein richtiges Nadelöhr. Die Fahrt führt uns vorbei an Tivat und Radanovici. Ab hier führt die Strasse steil bergauf über Lastva. In Budva angekommen stellen wir unser Zelt auf dem Camping Budva auf. Wir sind alleine. Keine Mitarbeiter, keine anderen Campinggäste. Die einzigen anwesenden Personen sind die Bewohner des Hauses, das mitten auf dem Campingplatz steht. Die haben aber nichts mit dem Platz an sich zu tun. Durch ihre Hilfe können wir den Campingbesitzer telefonisch erreichen. Wir sollen das Zelt aufstellen, er würde bald vor Ort sein. Mittlerweilen sind ein paar Tage vergangen und den Besitzer haben wir also noch nicht gesehen. Kurz vor dem Check-Out haben wir einfach ein paar Euros in die Tür der Rezeption gesteckt. Who knows, ob die noch da sind...

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