Km 2693 - Km 2763_ Budva - Lake Shasi


Die Fahrt führt uns am nächsten Tag wiederum steil bergauf der Küste entlang vorbei an Becici, Sv. Stefan und Katun bis wir Petrovac erreichen. Wir fühlen uns fit und entscheiden uns, die Fahrt heute bis nach Bar fortzusetzen. Die Strasse schlängelt sich immer noch den Klippen entlang bergauf, bergab. In Bar stehen wir vor der atemberaubenden Kirche. Eine orthodoxe Kirche, so wie wir annehmen... Die Kuppeln strahlen golden in die ferne und spiegeln die Wolken am Himmel wieder. Gerne möchten wir in Bar das Zelt aufstellen. Aber es hat leider keinen Campingplatz und für ein Zimmer ist es doch noch etwas zu früh. So planen wir, etwas weiter in Richtung der albanischen Grenze zu fahren und bei der nächstmöglichen Gelegenheit ein Bettchen zu finden. Die Strasse ab Bar führ serpentinenmässig in die Höhe. In Dobra Voda haben wir das Ärgste geschafft. Nun führt uns der Weg durch die wunderschöne Landschaft Montenegros. Wie schön das Land doch ist. Wir sind begeistert. Auf der rechten Seite sehen wir das Meer in seinen tausend Blautönen und auf der linken Seite sind die Berge und Wiesen mit Blumen und Äckern und Schafen und Ziegen und Schmetterlingen und und und. Die Aussicht von hier oben ist soooo schön. Nachdem wir kurz vor Kruta bei einem Bauern ein paar Kartoffeln und Peperoni gekauft haben, treffen wir an der Weggabelung auf einen sehr sympathischen Schweizer. Leider haben wir es verpasst, uns nach seinem Namen zu erkundigen. Wir halten ein kurzweiliges Schwätzchen mit Erfahrungsaustausch. Lieber unbekannter Schweizer. Es würde uns freuen, dir wieder einmal zu begegnen.Die Pédaleurs zieht es weiter nach Vladimir Klezna. Wir sind langsam müde und schon seit vielen Kilometern, also genau gesagt seit Bar, haben wir kein Sobe - das sind so eine Art Fremdenzimmer - gesehen. Und plötzlich. Tatatataaa stehen wir vor einem Schild. Restaurant Shasi, Apartement and Autokamp. Das ist es. Da wollen wir jetzt hin. Wir fahren einige Kilometer einer einsamen Strasse entlang. Immer wieder bewundern wir die Landschaft, lassen Schafe, Kühe, Nattern und Bauern passieren und wundern uns, wo wohl das Strässschen hinführt. Es ist schon spät und die Sonne wird bald untergehen. Nachdem wir zwei Bauern gefragt haben, welche beide nichts von einem Camping wussten hätten wir beinahe umgedreht. Zwar ist die Region für wildes Campen wie gemacht, aber wir befinden uns schon sehr nah an Albanien und wollen es vermeiden im Grenzgebiet wild zu schlafen. Wie schon so oft entscheidet unsere Münze. Wir sollen umdrehen. Wir ignorieren die Münze kurzerhand... Noch ein letztes Mal ein passierendes Auto fragen... Ja, da hinten sei ein Hotel. Nur noch wenige Meter.Wir folgen also der verlassenen Strasse weiter und sehen endlich ein Schild. Restaurant Shasi. Das muss es sein. Die Einfahrt ist unspektakulär. Verbeulte Autos und vergessene Wohnwagen säumen den Weg. Der kläffende Hund begrüsst uns und schon stehen wir in einem Restaurant. Wir werden freundlich emfpangen und in den Campingbereich geführt. Dieser entpuppt sich als Englischer Garten, Hunderte von Quadratmeter gross mit anliegendem See. Ein Paradies. Wunderwunderwunderschön. Hat zwar keine Toilette und keine Dusche. Aber hey, man kann ja nicht alles haben. So schlagen wir unser Zelt auf und kommen nicht mehr aus dem Staunen raus. Uns werden Stühle gebracht und das Wasser wir extra für uns angeschlossen. Ein kleines Paradies.Als einzige Gäste weit und breit betreten wir das Restaurant. Seit vielen Wochen haben wir nicht mehr so gut gegessen. Das Fleisch ist unglaublich. So zart, so saftig. Wir kriegen uns kaum ein. Grossartig. Wir staunen noch immer über das riesige Anwesen. Der Besitzer muss sich wohl kaum mehr Sorgen machen. Jemand mit der Autonummer 0009 hat bestimmt ausgesorgt.Nach einer sehr ruhigen Nacht umringt von Glühwürmchen starten wir gemütlich in den neuen Tag.

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