Km 2793 - Km 2908_Shkoder - Durres


Albanien ist bisher flach. Der Verkehr ist innerhalb weniger Kilometer zum regelrechten Dschungel geworden. Vergesst alle Strassenregeln. Da wird im Kreisverkehr im Uhrzeigersinn gefahren, weil es kürzer ist, ein überholendes Auto wird gleich auch noch überholt. Weil es wenig Platz hat wird dann halt auch rechts überholt. Immerhin schauen alle zueinander. Es ist zwar anstrengend, aber wir fühlen uns trotz allem auf den Strassen sicherer als in den Ländern zuvor.Von einem Tankwart werden wir auf ein paar Kirschen eingeladen. Nachdem wir eine Weile mit ihm geplaudert haben, fahren wir weiter über Bushat und Mabe bis nach Lezhe. Wir übernachten im Freibad das auch irgendwie ein Camping ist. Wir sind die einzigen Gäste. Am Abend soll eine Party stattfinden. Uns stört das nicht. Am Abend kriegt Cynthia einen Kurs in Kette wechseln, pflegen und überprüfen.Die Party fand tatsächlich statt. Ein grosses Aufgebot mit Bühne, Boxen, Tische, Stühle, Lichter und Lampen alles drumherum war da. Auf der Strasse fahren Autos, die eigendlich nur aus Boxen bestehen und mit LEDbestückt sind. Darauf ist der Act des Tages angekündigt. Dieser Act wird wenige Stunden später zehn Meter neben unserem Zelt seinen Auftritt haben. Wir beobachten den Trubel mit Soundcheck, dem Eintreffen der ersten Gäste, dem Zufahren von VIPs in grossen Wagen und geniessen die ungewohnte Aussicht. Als der Hauptact Ermal Mamaqi, ein albanischer Superstar, seinen Autritt hat, waren wir jedoch trotz knallender Boxen bereits im Tiefschlaf.Der Fahrtag ist geländetechnisch einfach. Es geht immer geradeaus. Dass die Strasse zur Autobahn wurde ist dagegen ziemlich aufregend. Da es aber Fussgänger, Radfahrer und Eselkarren auf der Autobahn hatte, brauchten wir dann doch nicht mehr so viel Überwindung. Nachdem uns einige Polizisten fröhlich zugewinkt haben, sind wir uns recht sicher, dass wir trotz dem grossen Verbotsschild wohl doch auf die Autobahn dürfen. Irgendwie ist es keine richtige Autobahn. Jeder der entlang der Strasse wohnt hat seine eigene Auffahrt. Unter einer Brücke ist eine Kuh festgebunden und die Ein- und Ausfahrten sind so schlecht beschildert und so eng, dass schnelles Fahren gar nicht erst möglich ist. Einmal hat einer eine Ausfahrt verpasst. Er hat dann einfach den Rückwärtsgang eingelegt und es nochmal probiert. Auf der Autobahn!. Was uns vorallem ermüdet ist, dass wir sehr wachsam sein müssen. Das Kadaver-Schlagloch-Gullideckelfehltachtunggrossesloch-Slalom ist schon sehr anstrengend. Ziemlich geplättet erreichen wir gegen Abend Durres. Bei der Stadteinfahrt sehen wir ein Schaf. Ein grosses Schaf. Momentmal das ist ja gar kein Schaf. Da ist doch tatsächlich ein Bär. Etwas vom ersten was wir in Durres sehen ist also ein Bär. Hoppla. Das Hotel das wir finden ist sehr schön ruhig in einem Innenhof gelegen. Genau was wir brauchen.Am Abend gehen wir runter an den Strand. Es findet eine Art Jahrmarkt statt. Hier gibt es alles. Boxautomaten, Quads, die im Kreis fahren, Büchsenschiessstände, Behinderte Menschen die zur Schau gestellt werden, Bücherläden, Popcorn, Männer mit Waagen die man gegen Geld benützen kann und eben der Tanzbär. Diesmal mit einem Halstüchli, damit es auch hübsch aussieht wenn man mit ihm zusammen ein Polaroid schiessen lässt. Phuu. Läck doch mer. Die Eindrücke erschlagen uns. Wir sind völlig erschöpft.Als wir am nächsten Morgen erwachen, beschliessen wir, eine weitere Nacht in Durres zu bleiben. Wir verbringen den ganzen Tag im Zimmer und schlafen viel. Die Ruhe tut uns sehr gut. Der Lärm und die Eindrücke von Gestern waren sehr viel. Heute können wir wieder so richtig auftanken. Am Abend gehen wir noch fein Essen und machen uns bereit für den nächsten Tag.

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