Km 3555 - Km 3727_Kastraki - Leptokaria


Mit Stefan zu fahren macht Spass und so werden wir auch die nächsten paar Tage zu dritt unterwegs sein. Um auf unserer gewohnten Strasse durch Griechenland zu kommen, müssten wir heute Morgen geschlagene acht Kilometer wieder auf der flachen Strasse zurück und um Meteora herum fahren. Das kommt für uns alle drei natürlich nicht in Frage. So entscheiden wir uns dafür, über Meteora zu strampeln. Wir starten sehr früh in den Tag und gönnen uns bereits um 6:00 Uhr das erste Glace. Der Bäcker macht das Eis selber und es ist faaaaantastisch. Gestärkt für die nächsten fünfzehn Kilometer machen wir uns an den Aufstieg. Vorbei an den imposanten Felsen und den Klöstern, direkt in den Sonnenaufgang. Die Aussicht ist atemberaubend. Wie bereits geschrieben - you have to see it. Nach ächz und keuch und knorz gönnen sich oben angelangt Stefan und Cynthia einen feinen Capuccino. während Mike seine erste Cola geniesst. Etwas weiter gönnen wir uns einen kleinen Lunch.

Auf die Abfahrt freuen wir uns. Die Geschwindigkeit von 60km/h ist schnell erreicht und so sind wir auch früher als gewünscht unten angekommen. Wir sind bereits etwas geschafft und stecken unser Tagesziel, das ursprünglich Elassonia war, etwas kürzer. Die paar Kilometer bis Deskati sind wider Erwarten sehr anstrengend. Es geht immer wieder steil hoch. Da wir mit einer gemütlichen Fahrt gerechnet haben, kommt den Pédaleurs die Strecke umso anstrengender vor. Gut für Stefan. Der kann sich so ein paar Pausen mehr gönnen, während er auf die beiden Vollbepackten wartet. So bleibt auch genügend Zeit, das eine oder andere Schwätzchen mit den Ziegenhirten zu halten, die hier in der Gegend hunderte von Ziegen über die Landschaft führen. In Deskati packt uns ein grosser Hunger und so fragen wir eine Passantin, wo es denn ein Restaurant habe. Es gäbe nur eines. Ihr Mann bringt uns hin. Und so düsen wir hinter dem Roller her, in ein Restaurant, welches am Stadteingang direkt am Kreisel liegt. Zur Begrüssung bekommen wir alle ein Schnäppschen. Unser Wegzeiger natürlich auch. So völlig abgekämpft und hungrig verpasst das Schnäppschen nicht seine Wirkung... Im Restaurant erkundigen wir uns, ob dies wirklich das einzige Lokal sei. Ja, ja. Das ist das einzige Restaurant. Na dann. Nach dem Essen erklärt uns eine Dame, dass es sehr viele Restaurants in der Stadt hat. Das Dörfchen, also die Stadt ist übrigens eine Hauptstadt... Nach dem Essen gehen wir noch einkaufen. Auf dem Weg zum Supermarkt treffen wir auf eine Vielzahl von Restaurants und Bars. Naja. Man lernt immer dazu. Wenigstens gabs ein Schnäppschen...Wir beschliessen, heute Nacht wild zu campen und finden einen schönen Platz auf einem Feld.

Der Tag beginnt nach einem kleinen Anstieg mit einer rasanten Abfahrt. Schon bald gibt es für Stefan und Cynthia den ersten Kaffee, Mike bleibt der Cola treu. Serviert werden die Getränke von den Kindern der Restaurantbesitzerin. So herzig. Die Strasse führt nun wieder den Berg hoch in Richtung Elassonia. Immer wieder wird unser gemächliches Getrampe von bellenden, kläffenden und knurrenden Hunden gestört. Nach dem Zmittag in Elassonia führt uns die Strecke steil Berg hoch an den Fuss des Olymps. Unterwegs gelingt es Mike noch - mit einem gefundenen Gummischlauch - die Aufhängung an seinen Packtaschen zu reparieren. Juhui. Wir gönnen uns einen Zvieri und beschliessen, noch eine Nacht wild zu Campen. Als uns ein Plätzchen anlacht, suchen wir den Besitzer, um um Erlaubnis zu fragen. Der lustige Mann empfiehlt und ganz in der Nähe ein Fremdenzimmer. Da sagen wir nicht nein. Das Hotel in Olympiada ist zauberhaft. Grosse Zimmer, heisse Dusche, Internet und Terrasse. Perfekt. Wir checken ein, trocknen die Zelte, reparieren ein paar Dinge und geniessen einen gemütlichen Abend bevor wir früh zu Bett gehen. Was für eine Freude! Stefan hat in der Nacht noch vom Gastgeber einen Toaster, Toast, Käse und Schinken bekommen. Juhui. Zum Zmorgen gibt es heute Schinken-Käse-Toast. Der perfekte Start für eine Fahrt über den grössten Berg Griechenlands. Top motiviert und nur leicht verspätet - dafür aber mit übervollem, glücklichem Magen - fahren wir den Berg hoch. Hoch und hoch und hoch. Und dann schnell runter, gerade aus, runter, gerade aus, hoch und hoch und gopf-muess-jetzt-das-sii nochmal hoch. Und dann ruuuuuuunter direkt aufs Meer zu. Ach übrigens. Geheimtipp: Es eignet sich nicht, während einer rasanten Abfahrt Kaugummiblasen zu üben. Wenn sie platzt, verklebt es das ganze Gesicht. Aber Spass machts trotzdem… Wow. Wir haben Griechenland einmal durchfahren. Wir sind begeistert ab der schönen, sich immer wieder wandelnden Landschaft. Nach einem feinen Glace am Meer suchen wir uns einen Camping. Olympia Zeus heisst er. Natürlich. Nach einer Pizza fahren wir nochmal die fünf Kilometer in die Stadt. Ein Glace hat doch immer Platz. Ab morgen haben Stefan und die Pedaleurs unterschiedliche Pläne und so ist am nächsten Morgen der Moment des Abschieds da. Lieber Stefan. Es war uns eine Freude, mit dir zu fahren. Deine lustige, unkomplizierte, tolle Art hat uns eine unvergessliche Woche beschert. Vielen Dank! We will miss you und freuen uns schon auf das nächste Treffen!

Mike und Cynthia nehmen sich einen Tag frei. Also nicht so wirklich frei, aber auf jeden Fall Gepäckfrei. Sie wollen es mal wieder wissen und ziehen früh Morgens los, um mit abgeladenen Fahrrädern so weit wie möglich auf den Olymp zu fahren. Bis weit nach oben soll die Strasse führen. Pustekuchen. Zugegeben, der Anstieg war steil. Aber wenn man mal ohne Gepäck fährt, ist irgendwie alles nicht so anstrengend. Wir radeln also im zweiten oder dritten Gang die ungefähr 1'100 Höhenmeter hoch und sind ziemlich enttäuscht, dass die Strasse bereits zu Ende ist. Der Olymp hat eine Höhe von 2'900 Metern und wir werden bereits nach dem ersten Drittel gestoppt. So ein Käse. Mit den Fahrrädern kommt man auf keinen Fall weiter. Also drehen wir um und düsen den ganzen Weg zurück ans Meer. Bereits am Mittag liegen wir im und ums Zelt. Auch schön. Morgen geht es weiter - auf flachen Strassen - in Richtung Thessaloniki.

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