Km 10218 – Km 10406_Nizwa - Ad Dariz


Das Knurren in unserem Magen holt uns aus dem Schlaf. Mit noch etwas verklebten Augen tappen wir in den Frühstücksraum des Gästehauses. Es gibt Omelette, Toast mit Honig und Butter und Kaffee. Kaffee. Was will man (oder jedenfalls Cynthia) mehr?

Frisch gestärkt gehen wir wieder hoch auf unser Zimmer. Heute wollen wir es gemütlich nehmen und so vertrödeln wir noch über eine Stunde mit dem Update des GPS, Youtube, Facebook und weiss doch auch nicht was. Gegen neun Uhr checken wir aus.

Als erstes wollen wir das knapp fünf Kilometer entfernte Fort von Nizwa besuchen. Unsere Räder dürfen wir kurzerhand mitten in die Burg stellen. Der ungewöhnliche Anblick lockt einige Deutsche Touristen und ein paar Araber an. Nach den Schwätzchen machen wir uns an die Besichtigung. Das Fort gefällt uns sehr gut. Wir steigen bis nach oben, wo die Aussicht über die Stadt und die Palmenwälder umwerfend ist. Wir werden das erste Mal seit Monaten mit einer grossen Anzahl Touristen konfrontiert. Ganz komisch ist das für uns.

Die Erbauer des Fort waren ziemlich clever. So haben sie nämlich immer mal wieder eine Fallgrube gegen unerwünschte Besucher eingerichtet. Auch ein paar Schachte nach oben gibt es. Von hier wurden die Eindringlinge mit glühender Kohle übergossen. Phuu. Da will man kein Eroberer sein. Ansonsten findet man im Fort eine alte Küche, einige Wohnräume, den Stall und dies und das was eben so auf eine Burg gehört. Uns gefällt es hier total gut.

Es ist bereits 11:00 Uhr, als wir die alten Mauern verlassen und uns gegen den normalen Strassenverlauf und für einen Umweg in Richtung Ibra entscheiden. Warum der Umweg? Naja, es ist halt schön hier und ein Pédaleur fährt nie zweimal den gleichen Weg.

Also führt uns das Strässlein mitten durch einen Palmenwald von Nizwa. Vorbei an alten Lehmbauten, spielenden Kindern und zu engen Gassen für zu grosse Autos.

Der Umweg von zweiundzwanzig anstelle fünf Kilometer startet mit einem steilen Anstieg über einen Hügel. Wir sind uns das irgendwie gar nicht mehr so gewohnt und kommen ziemlich ins Keuchen. Aber oben warten auf uns die kühlen Getränke aus der Packtasche und dann ist die Anstrengung auch gleich wieder vergessen.

Das verspätete Mittagessen bekommen wir diesmal vom Inder in Itzki. Es gibt wieder einmal Chicken und Reis. Auch diesmal wieder richtig fein, geil was so eine Caschewsauce alles ausmacht.

Obwohl wir heute erst um 13:00 Uhr so richtig gestartet sind, haben wir bei Sonnenuntergang 80 Kilometer geschafft. Irgendwie haben wir einen neuen Tageskilometerstandard erreicht. Unser Zelt stellen wir – geschützt vor der Hauptstrasse – hinter einen kleinen Hügel. Es ist richtig gemütlich und wir sitzen einige Zeit draussen und geniessen die Stille.

In der Nacht fängt es tatsächlich an zu regnen. Ja ist denn das zu fassen? Jetzt hat es – seit wir uns in Wüstenregionen befinden – schon beinahe ein Dutzend Mal geregnet. Sogar in Dubai hat es geschüttet wie aus Kübeln. Naja, uns und der uns bewachende Fuchs stört der Regen nicht, und am Morgen ist alles wieder trocken und warm. Wunderbar.

Die Route führt uns weiter entlang der Strasse Nummer 33 in Richtung Ibra. Es geht gut voran. Manchmal hoch, manchmal runter. Aber immer schön. Die Landschaft gefällt uns super gut. We love Oman. Heute begegnen wir noch mehr Touristen. Sie sind alle in kleine 4x4 verfrachtet und fahren uns im Konvoi entgegen. Vor dem Mittag erreichen wir bereits das Städtchen Lizq. Heute sind wir viel schneller unterwegs, als wir das geplant haben. Wir essen nochmal beim Inder – hui ist das scharf – und fahren dann auf einer kleinen Nebenstrasse in Richtung Ibra.

Bei einer kleinen Snackpause beobachten wir eine Kamelherde, die direkt auf der anderen Strassenseite am Grasen – oder wie immer das heisst, wenn Tiere fressen, es aber kein Gras hat – sind.

In Ibra angekommen haben wir neunzig Kilometer geschafft. Wir sind noch ganz gut zwäg, aber irgendwie ist uns auch nach Hotel. Also nehmen wir nochmal zwanzig Kilometer unter die Pedale und checken im Al Wesal Hotel – nahe der Sanddünen – ein.

Die Dünen wollen wir uns morgen ansehen. Und dann geht es an den Strand im Osten. Da soll es Schildkröten und Delphine geben. Wir sind gespannt.

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