Km 17077 - Km 17301_Svay Rieng - Kampong Chhnang


Den Tag starten wir heute mit zünftigem Verschlafen. Blöd, denn wir haben eine ziemliche Etappe vor uns. Jänu. So starten wir halt verspätet, ist ja nicht so wild... Gleich nach wenigen Kilometern lacht uns der erste Platten an. Mikes Hinterrad ist der Pfuus ausgegangen. Nachdem wir gestern bereits einige Male gepumpt und geklebt haben, startet der Tag somit gewohnt. Während dem Flicken bekommen wir tierische Unterstützung. Die ganze Zeit über hüpft ein kleines Huhn um und über unsere Räder. Wir fahren weiter, aber irgendwie ist heute der Wurm drin. Gegen Elf Uhr haben wir erst vierzig Kilometer zurückgelegt. Neunzig weitere liegen vor uns. Obwohl die Strasse flach und gerade ist, kommen wir kaum vom Fleck. Gegenwind ahoi. Kurz vor dem Mittag macht es schon wieder Pffff. What the heck. Wieder ein Platten, Cynthias Hinterrad. Diesmal bekommen wir Unterstützung von einem Welpen. Er kriecht unter den Rädern durch, inspiziert die Ketten, zwängt sich durch die Speichen und knabbert an unseren Schnürsenkeln. Irgendwie fehlt uns der kleine Kerl jetzt schon. Beim dritten Platten des heutigen Tages reisst uns fast der Geduldsfaden. Welches Rad es war, wissen wir nun auch nicht mehr. Auf jeden Fall huere müehsam. Und dann tschädderet und tingelet und plingplongt es auch noch die ganze Zeit über von irgendwoher. Gopf, die Räder bräuchten glaubs mal Urlaub. Die Halbzeit der heutigen Etappe erreichen wir in Neak Loeung. Hier erreichen wir den Mekong und überqueren ihn über eine Brücke. Oben auf der Brücke angekommen, freuen wir uns auf die Abfahrt, schliesslich haben wir gerade zehn Minuten lang hochgeknorzt. Aber eine Abfahrt ist uns nicht gegönnt. Also eigentlich schon, aber der Gegenwind ist so stark, dass wir mit voller Kraft in die Pedale treten müssen, um nicht rückwärts wieder auf die Brücke zu gelangen. In Neak Loeung begegnen wir dem Markt. Hier gibt es beinahe ausschliesslich Insekten zu kaufen. Kakerlaken, Heuschrecken und anderes Getier wird hier gegrillt, frittiert und gebacken angeboten. Dem Mekong folgend erreichen wir gegen siebzehn Uhr die Einfahrt der Hauptstadt. Die letzten Kilometer vor Phnom Penh sind under construction. Das heisst: Schlamm, Schlaglöcher und Holterdipolter. Und nochmal Velo pumpen. Als wir endlich Phnom Penh erreichen, sind wir spät dran. Wobei, wenn man bedenkt, dass wir heute Morgen gar nicht mehr mit einer Ankunft gerechnet hatten, dann sind wir eigentlich genau pünktlich vor Ort. Zuerst gehts zum Veloladen. Den haben wir im GPS entdeckt und den müssen wir unbedingt aufsuchen, denn wir haben durch die letzten zwei Tage akuten Pneumangel. Anschliessend huschen wir zum Burgerking und verdrücken unsere erste Mahlzeit des Tages. Dann rufen wir Hak an. Hak ist der Direktor von SOFDEC, welche die Partnerorganisation von Co-Operaid ist. Nachdem wir kurz in einem Gästehaus für die Nacht reservierten, entspannen wir uns allmählich. Wir pedalieren zum Palast und warten dort auf Hak und seinen kleinen Sohn. Dieser holt uns standesgemäss mit seinem Radl ab. Hak übergibt uns ein Päckli aus der Schweiz und anschliessend plaudern wir bei Kaffee. Als dann seine Frau und der jüngste Sprössling eintreffen, gehen wir gemeinsam zum Abendessen. Nach einem wirklich sehr schönen Treffen verabschieden sich zwei pflätschmüde Tourenradler, pumpen die Pneus für die kurze Fahrt zum Guesthouse und checken ein. Da werden nun als erstes mal geschlagene drei Pneu ausgewechselt. Also langsam längts denn mal met dere blöde huere Pomperei. Wir schlafen wunderbar und können nach einem feinen Zmorgen pünktlich loslegen. Als erstes geht es nochmals zum Veloladen. Denn der hat über Nacht eine neue Lieferung bekommen, die wir gleich aufkaufen. Anschliessend machen wir uns auf den Weg nach Kampong Chhnang. Die Fahrt ist sehr angenehm - der Wind ist auf unserer Seite. Bereits kurz nach dem Mittag erreichen wir die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Nachdem wir uns ein schönes Hotel geschnappt haben und uns für eine Weile ausruhten, kontaktieren wir Piseth - unser Begleiter für den folgenden Tag. Mit Piseth gehen wir zuerst einmal Abendessen. Es gibt Rindfleisch mit Ananas, Reis, Ingwersuppe und saures, gebratenes Gemüse. Meeeega lecker. Am nächsten Tag ist Tag Nummer 425 unserer Reise und ein grosses Ereignis steht an. Wir besuchen das Projekt Ches Pi Rien.

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