Km 17935 - Km 18129_Bangkok - Hua Hin


Am Dienstag dann starten wir in aller Früh und sind irgendwie froh, das müffelige Zimmer hinter uns zu lassen. Bangkok hat uns wieder sehr gut gefallen – isch eifach lovely da. Die Tour führt uns in Richtung Hua Hin. Aber allzu weit kommen wir nicht. Mikes Magen rebelliert und so machen wir uns bald schon nach dem Verlassen der Hauptstadt auf die Suche nach einer Unterkunft. Nach einem ausgedehnten Mittagsschläfchen und einer Nudelsuppe vom Strassenrand geht es Mike schon wieder viel besser. Auch Cynthia ist gut drauf, denn sie hat den neuen Kilometerzähler ganz alleine montiert. Dass der anschliessend nicht mehr funktionieren und bis heute tatenlos an ihrem Lenker mitreisen wird, wusste sie da ja noch nicht. Und auch dass wir spät Abends noch die ganze Esstasche mitsamt Inhalt waschen müssen weil so ein bedepperter Eistee ausgelaufen ist, wussten wir damals noch nicht. So ein Veloreisli ist manchmal echt Nerv tötend. Aber äbe doch schön. Nach dem Verschlafen - aber immer noch in aller Herrgottsfrühe - pedalieren wir los. Das Tretlager klappert, der Kilometerzähler macht Pause, Stimmung ist halbgut. Anschliessend Frühstück gefunden, gegessen, dem Kilometerzähler den Vogel gezeigt, das Tretlager einmal getreten. Stimmung wieder super. Der Weg führt uns entlang der Küste in Richtung Süden. Direkt dem Wind entgegen. Eine solch treue Seele wissen wir natürlich zu schätzen und so bedanken wir uns ausführlich. Heute können wir den Highway verlassen und die Landschaft Thailands auf einer Nebenstrasse - der Scenic Route - geniessen. Das Land ist einfach wundervoll. Der Weg führt vorbei an grossen Salzbecken verschiedenster Reifegrade. Über uns fliegen Störche in Formation und es hat sogar einen Veloweg. Ja, würkli. Einen roten, gepflegten, markierten Streifen. Yeah. Ab und an stoppen wir an einem der View Points und schauen auf die unendlichen Weiten der Salzbecken. Und dann, dann ist es soweit und wir treffen endlich wieder auf das Meer. Also äh, es sollte eigentlich hier sein, aber wir sehen nichts als Sand und Schlick. Huhu, Meer. Wo bist du? Ebbe. Aber richtig. Viele Kilometer sehen wir in die flache Weite aber das Meer ist verschwunden. Nur noch kleine Rinnsale zeugen vom grossen Blau. Na dann. Wir suchen weiter. Kurz vor unserem Tagesziel fängt es an zu regnen. Und einen Platten haben wir auch. Und die Packtasche purzelt beim Abladen einen Abhang herunter. G#r?m@p*f!l aka Fluech. Wir sind nun an die 90 Kilometer geradelt und haben unser Tagesziel Chao Samran Beach erreicht. Hier wollen wir uns ein Hotel nehmen. Die Hotelpreise sind verrückt. Es scheint ein Wochenende Ausflugsziel für Bangkoker oder weiss nicht was zu sein. Zwischen achzig und dreihundert Franken kostet hier eine Übernachtung. Wahnsinnspreise für Thailand. So fahren wir weiter und weiter und weiter. Immer mal wieder fragen wir an einer der vielen Rezeptionen nach, aber wir finden keine passende Unterkunft. Nach 120 Kilometern erreichen wir Cha-Am. Auch dieser Ort ist vollgestopft mit Hotelburgen die einem die Sicht auf das Meer versperren. Hier sind wenige westliche Touristen zu sehen. Hauptsächlich ältere Männer mit jungen Thais im Arm. Daran werden wir uns wohl nie gewöhnen. Wir nehmen uns ein kleines Zimmer direkt am Strand und sind froh, nun endlich die Beine hochlegen zu können.

Das Tagesziel ist Hua Hin. Und da wir gestern ja viel weitergefahren sind als wir das geplant hatten, gönnen wir uns heute ein Ausschlafen. Gegen halb Neun radeln wir weiter in Richtung Süden. Die Tagesetappe – knappe 30 Kilometer – ist kurz und führt hauptsächlich entlang der Nationalstrasse Nummer 4. Der erste Stopp in Hua Hin ist das Immigration Office. Am Grenzübergang haben wir ein Visa über 14 Tage erhalten, dieses wollen wir nun verlängern. Sehr unkompliziert geht das hier. Einmal Formular ausfüllen, Pass vorweisen, einige Baht hervorkrümeln und schwuppdiwupp dürfen wir dreissig Tage länger in Thailand bleiben. Das coole ist, dass die dreissig Tage an unser altes Visum angehängt wurden. Somit können wir nun noch ganze fünfunddreissig Tage im Königreich verweilen. Super. Wir freuen uns!

Wieder ein paar Kilometer weiter, finden wir das Guesthouse, das wir gestern bereits gebucht hatten. Uns gefällts hier. Nach einem kleinen Schläfchen und einer Dusche spazieren wir zum Strand. Das Meer. Endlich. Der Strand hier ist sehr sauber, das Wasser warm. Perfekt. Wir spazieren eine ganze Weile entlang des Sandes. Anschliessend kehren wir um und waten durch die ansteigende Flut. Mittagessen gibt’s bei einem der unzähligen Auswanderer vor Ort. Wir wählen den Griechen. Und entscheiden spontan, zwei Nächte zu bleiben.

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