Km 19847 - Km 20114_Malakka - Singapur


Heute nun führte uns die Strasse Nummer 5 einmal im Zickzack durch Malakka und anschliessend geradewegs nach Muar. Hier wollten wir zu Mittag essen, waren aber für die üblichen Restaurants zu früh dran. An einer Hauswand entdeckt Mike ein Gemälde, das er fotografieren will. Während er so mit seinem Fahrrad vor der Mauer parkiert und die Kamera scharf stellt, hört er in seinem Nacken ein Gekicher. Ein Mädchen stellte sich klammheimlich neben ihn und posierte für eine Handykamera mitsamt Peacezeichen. Als Mike sie bemerkt, rennt sie davon. Ihr Vater aber schickt sie zurück zum weissen Mann und macht ein weiteres Bild. Nach und nach darf die ganze Familie mit Mike fürs Familienalbum posieren. Einige Meter weiter kaufen wir uns in einem Laden zwei Nudelgerichte, die man nur noch mit heissem Wasser anrühren muss. Ach - bis wir den Plaasch dann zusammen hatten. Another Story. Weiter führt die Strasse ziemlich flach. Die riesigen Palmenplantagen der vergangenen Tage lassen etwas nach und wir bekommen so etwas von der Malaysischen Landschaft zu sehen. Scho no schön do. Am Nachmittag erreichen wir unser Tagesziel Batu Pahat. Bei den vielen Chinesen hier im Land überlegen wir uns ernsthaft, ob wir vielleicht China auch als besucht abhäckeln können. Alles ist in Chinesisch angeschrieben, es gibt beinahe nur Chinesen auf der Strasse und alle gehen beim Chinesischen Lädeli um die Ecke zum Einkaufen. In diesen Lädelis wimmelt es grundsätzlich von Katzen. Sie liegen auf der Kasse, hinter dem Obst oder einfach zmittst im Weg. Und da geschah es leider auch, dass ein armes kleines Büsi von einer grossen gemeinen Pedaleurine auf den Schwanz getreten wurde. Aber anhand des Miauklangs scheint es beim Kätzchen keinen Schaden hinterlassen zu haben. Äxgüsi trotzdem. Zwischen all den Miezen gibt es aber in den Lädelis auch noch etwas zum Kaufen. Wir entdecken für uns sonderbare Lebensmittel. Da gibt es zum Beispiel Chrysanthemen Tee, Gurkenwasser aus der Dose oder Durianchips für den kleinen Hunger zwischendurch. Obwohl es uns gefällt und wir uns natürlich noch immer für fremde Kulturen begeistern, schauen wir mittlerweile vorallem Vorwärts. Zum nächsten Kontinent.

Nun ist es nicht mehr weit bis zu unserer letzten Destination in Asien. Ach - wie aufregend. Und auch ein anderes Ereignis - ja fast schon ein kleines Grossereignis - steht bevor. Pédaleurs sind 20´000 Kilometer pedaliert. Jupiduu. Aber zuerst mal noch zurück nach Patu Bahat. Die Nacht verläuft najasosolala. Wir hatten ein etwas schmuddeliges Zimmer erwischt und kämpfen abends mit Ameisen, Nachts mit Mücken und Morgens mit einem Falter. Aber so kommt man ja auch zeitig aus den Federn und wir strampeln bereits kurz nach Sonnenaufgang wieder in die Pedale. Beim Verlassen der Stadt stellen wir fest, dass diese noch ein paar ansehnliche Ecken zu bieten gehabt hätte. See you next time. Da uns gestern der Strassenverlauf sehr gerade und sanft entlang der Küste geführt hat, sind wir heute Morgen hoppla ziemlich überrascht, als wir gleich zu Beginn einige Hügel zu bewältigen hatten. Doch die Route verarbeitete ihre Stimmungsschwankungen in der Nähe von Rengit und so konnten wir wieder zackig weiterradeln. Noch zehn, neun, acht, sieben... wir starren gebannt auf den Kilometerzähler. Wissen es zwar seit Wochen, dass er jetzt dann gleich die vorderste Zahl wechselt, sind aber doch gespannt wie zwei Flitzebögen. Eigentlich machen wir uns da gar nicht so viel draus. Aber - isch äbe halt scho doch no cool. Und so freuen wir uns riesig, als es dann endlich soweit war. Zwanzigtausend Kilometer. Heitere Fahne. Am Strassenrand feiern wir eine Schokoriegel-Cola-Party und setzen uns mitten in einen Ameisenhaufen. Krabbeldikrabbeldiangebisel. Aaaaah. Die Party wird spontan vertagt. Pünktlich zur Mittagszeit erreichen wir Pontian, wo wir eine feine Pizza teilen. Frisch gestärkt beschliessen wir, dass wir noch ein paar Kilometer in Richtung Inland und somit näher an Singapur heranfahren wollen. Noch vierzig Kilometer liegen zwischen uns und Skudai. Die Fahrt verläuft gut und wir kommen zügig voran. Der Himmel ist blau. Der Himmel wird weiss. Der Himmel ist schwarz. Es beginnt zu Regnen. Von einer Minute auf die andere stülpt sich das Meer einmal über uns um. Pflatsch. Die Strasse steht innert kürzester Zeit unter Wasser so dass die Füsse bei jedem Tramp das Wasser berühren. Die Autos neben uns börren natürlich weiterhin vorbei und so kommt es, dass wir von allen Seiten her angespritzt werden. Die Autos schaffen es sogar, Wasserfontänen auszulösen, die uns direkt die Ohren füllen. Aber ganz ehrlich - uns gefällts. So ein richtiges Plantschabenteuer. Und das Beste: Der befürchtete Grossputz für den Australischen Zoll ist somit auch schon fast erledigt. Wa wotsch meh. Zum Antrocknen gönnen wir uns einen Burger und suchen anschliessend ein passendes Hotel. Den Abend verbringen wir wie gewohnt gemütlich. Nach einem kurzen Abstecher in die Stadt kaufen wir unser Abendessen in der Tankstelle und verdrücken es gemütlich auf dem Zimmer.

Der Morgen bricht an und wir freuen uns riesig auf den kommenden Streckenabschnitt. "Wa wämmer hüt mache?" "Chum, lass eus nach Singapur Velööle." Ist doch ein cooler Tagesplan oder? Jedenfalls pedalieren wir motiviert die zwanzig Kilometer nach Johor Bahru und stellen uns in die Grenzübergangsschlange für Motorräder. So viele Stories haben wir schon gehört über die Brücke nach Singapur. Da könne man nicht rüberfahren, die Polizisten würden einem rauswinken, ein Autotransport müsse organisiert und zusätzlich eine Busse bezahlt werden. Hmmm. Ganz im Sinne von "Ned frooge, eifach mache" schieben wir unsere Räder zum malaysischen Grenzbeamten. Der lächelt uns freundlich zu und rammt den Austrittstempel in unseren Ausweis. Danach pedalieren wir über die Brücke. Die ist irgendwie nicht so spektakulär. Weder hoch, noch lang, noch hat sie ein Schild dran wo man als Langstreckenpedalierer willkommen geheissen wird. Auf der Seite Singapurs lacht uns zuerst ein Fahrradfahrverbotschild zu. Wir machen brummbrumm und lachen zurück. Versteckt zwischen den hunderten von Motorrädern fallen wir ja auch nicht auf. Und so schieben wir unsere Räder gemächlich bis zum zweiten Grenzbeamten des heutigen Tages. Alles geht ganz einfach und relativ schnell. Jupiduu Land Nummer 25 und somit für uns das letzte Land dieses Kontinents ist erreicht. Nun fahren wir noch einmal schnell durch die gesamte Republik und finden unser Hotel auf Anhieb. Wir freuen uns darauf, die Stadt zu besichtigen und einige Tage hier zu verbringen. Wies uns gefallen hat, steht dann im nächsten Bericht... Anschliessend geht‘s in die Luft. Rahel - wir kooooommen.

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