Mi 2291 – Mi 2400_Kayenta – Page


Am nächsten Morgen kriechen mit uns auch noch ganz viele andere Touristen aus den Motelzimmern. Wo sich all die Europäer gestern Abend rumgetrieben haben, wissen wir nicht genau aber beim Frühstück erfassen wir so einige Wortfetzen aus uns bekannten Sprachen. Heute erwarten uns nur wenige Meilen, denn wir steuern geradewegs den Antelope Canyon in der Nähe von Page an. Zuerst wollten wir etwas spazieren und steuern daher den Antelope Point an. Wir dachten, man könne da das Auto abstellen, etwas entlang des Sees wandern und anschliessend wieder wegfahren. Daher waren wir auch ob der 25 Dollar Eintrittsgebühr nicht weiter überrascht – schliesslich handelt es sich ja um Reservatsgebiet. Als wir dann aber bereits nach wenigen Metern hinter dem Checkpoint die Sackgasse erreichten, mussten wir feststellen, dass man hier weder spazieren geschweige denn Wandern kann. Der Parkplatz ist vielmehr ein Parking für Leute, die während einigen Tagen auf dem Lake Powel rumlümmeln und das Auto sicher parkiert wissen wollen. Hmmm. Voll nicht das, was wir wollen. Geld zurück gabs natürlich nicht, und so waren wir irgendwie etwas angenervt. Anschliessend fuhren wir zum Lower Antelope Canyon. Hier kostet die Einfahrt acht Dollar pro Person. Dies ist aber nicht um den Canyon zu besichtigen, sondern um blöd gesagt, das Auto zu parkieren. Den Canyon kann man ausschliesslich bei einer Tour besichtigen und die kostet pro Person 20 Dollar. So. mittlerweile haben wir also 81 Dollar ausgegeben und noch nichts gesehen. Hmmm. Unsere Tour startet in fünfzig Minuten und wir harren tapfer der Dinge die uns erwarten. Unsere Befürchtung scheint sich zu bewahrheiten. Die Gruppe, die zu unserer Tour gehört wird immer grösser und steigt schlussendlich auf eine Teilnehmerzahl von ungefähr vierzig Leuten. Wir sehen unsere Fotos bereits von trotteligen „indasbildlaufi“ Touristen versaut. Oh mann. Aber dann wird alles anders. Die vierzig Touristen werden nach und nach in kleine Grüppchen verteilt und jede Gruppe bekommt einen eigenen Guide. Unser Guide ist wie alle anderen Guides hier ein Native und kennt sich im Canyon richtig gut aus. Dadurch, dass wir im hinteren Teil der riesigen Gruppe sind, können wir uns zurückfallen lassen und uns für den Rundgang richtig viel Zeit nehmen. Der Guide weist uns auf bedeutsame Steinformationen hin, zeigt mit welcher Kameraeinstellung die besten Bilder gelingen und erzählt viel von sich und seinen Stammesmitgliedern. Die Tour ist richtig, richtig cool und wir können die Farben und die Formen des Antelope Canyon richtig geniessen. Wollt ihr den Canyon auch mal sehen aber ihr habt Flugangst? Kein Problem – klappt einfach euer Mac Book Pro oder den PC mit Windows 7 auf und schaut euch den Desktopschoner an. That’s the Antelope Canyon.

Nach der super Führung fahren wir nach Page. Page ist klein, weist auf einer Strasse von nicht einmal fünfhundert Metern Länge über zehn Kirchen auf und wirkt so richtig nach typischer amerikanischer Kleinstadt. Es gibt Burger, Mexican und Chinese Food, Supermärkte und viele Motels. Einige Einwohner sind Natives, andere Männer tragen dunkle Bärte im Gesicht und grosse Waffen am Gürtel, sowie das mittlerweile verbotene Blood-Stained Banner als Gürtelschnalle. Für wen die wohl abstimmen werden? Anyways. Wir bekommen ein tolles Zimmer und nöschelen uns ein. Obwohl es erst Mittag ist, brauchen wir dringend eine Pause. Die letzten Tage waren voller Abenteuer, Erlebnisse und Eindrücke sodass wir uns einfach einmal wieder hinlegen und die Augen schliessen müssen. Und das tun wir dann auch mit wenigen Unterbrechungen bis am nächsten Morgen. Nun sind wir wieder bereit für neues.

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