Km 24830 – Km 24956 _Aromas – Big Sur


Heute ist unser Reisetag Nummer 600 und die Pédaleurs verbrachten bereits wieder eine Woche in den Sätteln. Phuu, der Anfang viel gar nicht so leicht. Nach den freien Tagen in Sydney, dem supertollen 6000 Kilometer Road Trip durch den Westen der USA und der fabelhaften Zeit mit der Familie mussten wir uns schon etwas an der Kette reissen, bis wir wieder mit Freude in die Pedale traten. Doch zuerst wollen wir noch von den schönen Tagen bei unserer Familie berichten. Die Zeit verlief im Flug und wir waren selber total überrascht, wie schnell die insgesamt fünf verbliebenen Nächte auf der Farm verflogen. Viel haben wir erlebt. Wir waren Wandern, genossen feines Essen, schauten spannende Filme, führten tolle Gespräche, kraxelten einen Berg hoch um den grossen Mond zu sehen, bestaunten aus der Höhe das Nebelmeer, welches im Sonnenuntergang orange leuchtend über das Tal legte, werkelten etwas an den Fahrrädern rum, machten Spaziergänge über die Farm, lernten wie man eine perfekte Guacamole zubereitet und einer von uns durfte sogar auf die Shooting Range. Es war einfach toll die Zeit. Familie halt - was gibts besseres. Am 15. November war es dann aber doch soweit und die Pédaleurs mussten sich ganz fest zusammenreissen, dass beim Abschied nicht doch noch ein Tränchen aus dem Augenwinkel kullerte. Das Tschüssagen viel schwer - aber das gehört ja bekanntlich auch dazu. Nach vielen Umarmungen und Gewinke lassen wir uns nach fast fünf Wochen Pause den Hügel bis zum Farmtor der Familie herunterrollen. Ja, und das wars dann schon fast mit herunterrollen lassen, denn anschliessend ging es in die Hügel. Naja, vielleicht war es auch nur geradeaus. Aber es fühlte sich an, als müssten wir mit unseren schweren Drahteseln hohe Berge erklimmen. Nach zehn Kilometern gönnten wir uns bei einer Bushaltestelle die erste Pause. Pédaleurs are back. Es fühlt sich noch etwas komisch an. Irgendwie fremd - aber das wird schon. Unsere Muskeln haben etwas nachgelassen und so fühlen sich Arme und Beine heute besonders schwer an. Da kommt der Subway in Salinas wie gerufen - Zeit für ein kräftiges Sandwich. Entlang grosser, flächendeckender Erdbeer- und Gemüsefelder führt uns die Route schlussendlich zurück ans Meer und daran entlang auf einem Fahrradweg nach Monterey. Wir beschliessen, noch einmal im gleichen Motel zu übernachten, wo wir auch die letzte Nacht des Roadtrips verbrachten. Zum Abendessen gibt es Burger und anschliessend gucken wir uns noch etwas in den anliegenden Läden um. Einer davon war ein Outdoorladen - und da gibt es ja immer ganz viel zu gucken. Wir fühlen uns etwas nach Shopping und werden sogar fündig. Ausser ein paar neuen Socken gönnen wir uns eine supercoole Fahrradhupe und einen übergrossen Legomannschlüsselanhänger. Super - nun fühlen wir uns wieder ausgestattet für die nächsten Etappen. Am kommenden Morgen holen wir uns Frühstück von Gegenüber und hopsen wieder auf die Räder. Der Weg führt uns zurück ans Meer, wo wir das Wasser berühren möchten. Cynthia klettert weit auf die Steine heraus, mit dem Plan, sich ganz vorne zu bücken und das Meer zu berühren. Dieses aber scheint sich auch auf die Begegnung zu freuen und kommt mit vollem Garacho auf sie zu. Pflaaatsch. Das Wasser spritzt nur so in die Höhe, als es auf dem vermeintlich sicheren Felsen trifft. Schuhe, Socken, Hosen - alles Nass. Nicht so gut gegen die Erkältung - machte aber trotzdem Spass. Anstatt direkt auf die Strasse Nummer 1 einzubiegen, entscheiden wir uns für den 17 Mile Drive. Dies ist zwar ein Umweg von soeben genannten 17 Meilen, führt jedoch superidyllisch entlang der Küste und gewährt dem Pedalierenden wunderschöne Ausblicke auf das Meer. Die Route führt ausserdem durch die an den Küstenhang gebauten Villen der Region. Oh wow - hier zu wohnen - das wäre auch mal was. Kurz bevor wir Carmel erreichen, begegnen wir endlich mal wieder zwei Tourenradlern. Regula und Jonathan aus Österreich sind seit einigen Wochen unterwegs und radelten auf dieser Flitterreise bereits von Denver nach Los Angeles. Die beiden wollen noch einige Monate unterwegs sein und fliegen ab San Francisco in Richtung Asien. Die Begegnung mit ihnen hat uns sehr gefreut und wir wünschen den beiden frischvermählten weiterhin eine tolle Radlazeit. In das Städtchen Carmel verlieben wir uns auf der Stelle. Es ist sauber, herzig, kuschelig, aufgeräumt und irgendwie einfach gemütlich. Und - auch ziemlich cool - Clint Eastwood war hier mal Bürgermeister. Uns packt ein kleines Hüngerchen und wie es der Zufall so will, entdecken wir das Schaufenster der ältesten Bäckerei der Stadt. Von der Strasse her hat man einen super Einblick auf das Angebot. Es gibt Kekse, Bretzeln, Waffeln, Croissants und und und. Wir bestellen und schlemmen bis die Bäuche gefüllt sind und freuen uns riesig darüber, dieses Gebäckjuwel gefunden zu haben. Anschliessend biegen wir nun definitiv auf die Route 1 - die Panamericana - ein. Immer entlang der Küste führt uns die Strecke die Hügel hoch und wieder runter. Die Abhänge zu unserer Rechten sind steil - das weit unter uns liegende Meer tost und wir können die Kraft der Wellen erahnen, wenn wir das Wasser an die Felswände platschen hören. Auch viele Brücken haben wir heute zu passieren und langsam aber sicher macht uns das ständige ufen und aben des heutigen Tages müde. Unsere Suche nach einem Schlafplatz ist nicht sehr erfolgreich - wie man hier auf dieser Strecke Wild Campen soll, erschliesst sich uns nicht ganz. Zwar hat es immer mal wieder kleine gerade Flächen - aber wer will denn dort nächtigen, wo die Fahrzeuge die einzige Möglichkeit zur Notbremse haben. Also wir nicht. Die Route führt uns daher heute bis zum Big Sur, wo wir uns an der Rezeption einer Lodge zu den Übernachtungspreisen erkundigen. Diese sind immens - kein Wunder, schliesslich ists ja auch schön hier. Doch der Rezeptionist gibt uns einen Tipp und verweist uns auf einen Campingplatz ganz in der Nähe. Auf dem Big Sur Campground werden wir herzlich empfangen und dürfen uns einen Stellplatz aussuchen. Zu unserer Überraschung gibt es hier spezielle Radlerpreise und so kommen wir mit einer Investition von 30 Dollar noch verhältnismässig gut weg. Das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit errichten wir das Zelt. Welche Stange kommt nochmal wo rein und wozu sind all die Nägel da? Nein - Seich, wir wussten schon noch wies geht. Aber zugegeben - der Aufbau verlief auch schonmal routinierter. Zum Abendessen holen wir uns einen Burrito im Dorflädeli und kurz darauf wurde es bereits stockdunkel auf unserem Waldcamping. Die Dämmerung kommt zu dieser Jahreszeit bereits kurz vor fünf Uhr Abends und am Morgen lässt sich das Sünneli auch nur ungern vor sieben Uhr blicken. Ausreichend Zeit zum Schlafen also. [if !supportLineBreakNewLine] [endif]

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