Km 27348 – Km 27420_Maztlan – Acaponeta


Das Städtchen Mazatlan gefällt uns super. Nach der Fährfahrt richten wir uns in einem Motel inmitten der Altstadt ein, schlendern zum Centro Historico, lassen uns mit frischem Frühstück verwöhnen und legen anschliessend die Beine - die Fährfahrt wahr doch etwas anstrengend - noch ein Weilchen hoch. Anschliessend machen wir uns auf einen weiteren Spaziergang in Richtung Altstadt auf, um etwas zu essen. Es gefällt uns super gut. Denn die Altstadt ist eine richtige Altstadt. Mit Fussgängerzone, Kirche, Blumenbeeten und Pflastersteinen. Am kommenden Tag - wir haben heute frei - spazieren wir am Vormittag zum Strand und marschieren der ewiglangen Strandpromenade entlang. Auch hier gefällt es uns gut, doch das Historische Altstädtchen hat es uns besonders angetan. Auf dem Rückweg schlagen wir einen kleinen Bogen und erreichen so den Markt. Hier gibt es frischen Fisch, bedruckte T-Shirts, selbstgemachte Marmeladen, Schmuck, Schuhe, Handyhüllen und Schweineköpfe. Eben alles, was man so braucht. In Mazatlan sind einige Touristen unterwegs, doch sobald wir die bekannten Gässchen verlassen, sind wir weit und breit die einzigen Fremden. Ein sich immer und immer und immer wiederholendes Phänomen auf unserer Reise. Den Rest des Tages verbringen wir mit Faulenzen, lecker essen bei verschiedenen Restaurants und allem Drum und Dran, was man halt so als Pédaleurs an einem freien Tag macht. Und der lang zum einen ersehnte und zum andern doch etwas usengestüdelte Tag kommt dann doch noch - das Pedalieren geht weiter. Wir verlassen Mazatlan in Richtung Südosten, und fädeln uns auf der Strasse Nummer 15 ein. Wir befinden uns auf den ersten Kilometern auf dem Mexikanischen Festland und fühlen uns auf Anhieb zurück an Indien erinnert. Nicht an die verdrängten, sondern an die schönen Erlebnisse. Es ist dunstig, heiss, die Pflanzen strahlen in den verschiedensten Grüntönen, die Strasse ist holprig, in den Gräben liegen Kadaver und der Verkehr börret an uns vorbei. Uns gefällt es auf Anhieb super. Es ist so ganz anders als die vergangenen Wochen auf der Baja California - richtig abenteuerlike. Auch die Temperaturen sind wie gesagt etwas anders. War es in La Paz noch sehr kühl - wir trugen ständig eine Jacke oder zumindest lange Hosen - ist es hier am Festland richtig, richtig heiss. Auf der Strasse Nummer 15 libre passieren wir wenige Dörfer und kommen so in den Genuss der bezaubernden Landschaft. Mit der Zeit nun fängt sich die Strasse etwas zu hügeln an - im Vergleich zu den kommenden Tagen kaum erwähnenswert - und wir gönnen uns viele Päuschen in den Bushaltestellen, unter Bäumen, unter Brücken oder sonst wo wo die Sonne nicht hinbrennt. Am frühen Vormittag erreichen wir das Örtchen El Rosalia, wo wir uns in einem Hotel für 300 Pesos einquartieren. Anschliessend spazieren wir zur Kathedrale, gehen Essen und Einkaufen und machen uns wieder auf den Rückweg. Kurz bevor wir unser aktuelles Zuhause erreichen, kommen uns Nathan und Rebecca - die beiden kanadischen Radler - entgegen. Sie haben sich also auch einen freien Tag in Mazatlan gegönnt und sind nun wieder im gleichen Tempo unterwegs wie wir - in Richtung Guadalajara. Trotz des Hundegebellkonzertes während der Nacht sind wir im kommenden Morgen fit und munter, um die kommende Etappe früh zu starten. Ein gewaltiges Nebelmeer begrüsst uns, als wir die Stadt verlassen. Der Dunst steigt aus dem Fluss, den Feldern, den Baumkronen empor in den Himmel. Anschliessend drückt die Sonne durch und es wird wiederum brütend warm. Auch gestern Nachmittag im Hotel war es warm und wir halfen uns mit der Klimaanlage aus. Dies rächt sich nun - denn wir sind erkältet. Der heutige Start in den Tag lässt sich also ganz leicht wie folgt zusammenfassen: Es isch heiss, wir sind erkältet und die Velos sind sooooo schwer. Es folgt ein tierischer Tag. Als erstes passieren wir eine überfahrene Schlange. Traurig natürlich für das Tierli dass es die Strassenüberquerung nicht geschafft hat - doch wir sind ganz froh, ist das zwei Meter lange Reptil mit einem Durchmesser von einem Pédaleursoberschenkel nicht mehr ganz so munter. Läck isch die gross gsi. Auch haben andere Tiere wie Hunde, Ratten und sogar ein Pferd den Strassenverkehr elends unterschätzt, doch das Schlängli hat uns schon ziemlich beeindruckt. Und sogar Crevetten gibt es am Strassenrand. Nein - dänk ned öberfahrni. So ganz normale. Zum Verkauf. Allesamt vakuumiert und im Zehnerpack erhältlich. Junge Verkäuferinnen bieten sie an ihren Strassenständen an. Direkt links von der einen und rechts von der anderen Kollegin. So reihen sich tatsächlich hunderte dieser Verkaufsstände so quasi am Laufmeter entlang der Strasse. Alle haben dasselbe Schild mit denselben Sonderangeboten und denselben Krevetten. Ja das belebt natürlich die Konkurrenz - entsprechend war der Andrang auf die Stände. Den Rest des Tages machen wir viele Pausen, üben uns im Bottleflip, schwitzen vor uns her, sehen keine kanadischen Radfahrer, ärgern uns über den gefährlichen Verkehr und checken am Nachmittag in einem Hotel in Acaponeta ein. Anschliessend kaufen wir noch Verpflegung für die kommenden Tage und ärgern uns über uns selbst, weil die Velos ja nun noch schwerer sind. [if !supportLineBreakNewLine] [endif]

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