Km 27741 – Km 27815_Ixtlan del Rio – Tequila


Wir wissen ja schon, dass wir heute 1'100 Meter hoch und wieder 1'000 Meter runter müssen, und so jammern unsere Muskeln bereits beim Aufstehen rum. Nüüt isch - wir müssen weiter. Wer nicht

recht planen kann und so viele Tage in La Paz verlöffelt, der muss jetzt halt etwas Gutzi gäh. So strampeln wir los - doch wir kommen nicht weit. Mikes Hinterrad ist mittlwerweile so im Eimer, dass es hin und her wackelt. Auch knattert und tängelet und quitscht das Velo vor sich hin. Häd auwäg au gnueg vom Chrampfe.

Wir machen eine Pause, gönnen dem Velo eine Grundreinigung und streicheln es etwas. Nun reden wir uns gegenseitig nochmal richtig gut zu - und schwuppdiwupp geht es uns schon wieder viel besser. Wir brauchen das wohl einfach - dieses ans Limit gehen. Oft fragen wir uns, wo wohl unsere Grenze ist. Und vorallem: würden wir sie erkennen? Wir sind einfach nicht die Leute, die sich bei einem Defekt - was ja in den meisten Blogs offensichtlich als Durchhänger gemeint ist - gleich von einem Pickup in die nächste Stadt fahren lassen. Wir geben einfach nicht kleinbei. Huere stieri Grende. Tja. So ischs halt.

Der Tag verläuft gut. Es geht ziemlich steil hoch, es werden viele Schweisstropfen durch Wasser aus der Trinkflasche ersetzt und so schwitzen und strampeln und päuselen wir uns langsam aber sicher in die Höhe.

Nun fahren wir ja schon seit Tagen auf dieser gebührenpflichtigen Autobahn und müssen euch mal etwas erzählen. Also es ist so. Hier gibt es wenig Abfall, wenig überfahrene Tiere und auch wenig Anderes was man sonst so am Strassenrand sieht. Aber hier auf dieser Cuota - gopf. Hier hat es alle einhundert bis zweihundert Meter eine schrumplige Peperoni. Seit über hundert Kilometern. Immer die gleiche Sorte, schrumpelig, grün und angefault. Eine von tausenden unerwarteten Geschichten unserer Reise. Nachdem wir den Ort Magdalena erreichten, verlassen wir die Cuota und fahren auf der libre - entlang der Agavenroute - nach Tequila. Agaven soweit das Auge reicht. Wahnsinn. Riesige Felder und sogar die Verkehrsinseln sind bepflanzt. Jedes noch so kleine Stückchen Erde wird von einem Tequilaspender besiedelt. Sieht super aus.

Tequila erreichen wir viel früher als erwartet - denn seit Magdalena konnten wir wieder der fröhlichen Abfahrt fröhnen und die hart erkämpften Höhenmeter von heute in den Wind streichen. Unser erster Eindruck von Tequila ist sehr gut - doch wo sind denn all die Touristen? Wir erwarteten eigentlich scharenweise betrunkener Reisegruppen. Nix da. Zuerstmal quartieren wir uns in einem Hotel ein, Duschen und gehen anschliessend etwas essen.

Von der Dachterrasse aus entdecken wir einen Touristen. Läck Bobby. Weil das Essen so gourmetmässig sparsam ausfiel, spazieren wir nach dem Bezahlen direkt zur nächsten Beiz. Diese ist näher an der Kathedrale - und siehe da: alles voller Touris. Nöd zum glaube. Unser Hotel befindet sich vielleicht 200 Meter entfernt vom Hauptplatz und es hat weit und breit keine hochgezogenen weissen Socken, keine von panischen Händen umklammerten Handtaschen und auch keine offenen Hemden. Doch kaum biegt man um die Ecke - da sind sie. Alle gemeinsam zusammengekuschelt. Scho schräg.

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