Km 28366 - Km 28385_Zitacuaro – Macheros


Und natürlich kam es mal wieder ganz anders als wir dachten… aber zuerst mal vorne weg. Also. Nach dem verhexten Fahrtag, gönnten wir uns einen freien Tag in Zitacuaro und lassen da auch gleich die vergangene Woche Revue passieren.

Zum Beispiel kam uns da der Glacelieferant in den Sinn, der seine Schlecksachen auf seine ganz eigene Art an den Mann oder eher ans Kind bringen will. Und zwar hat er seinen Pick-Up randvoll mit gefrorenen Süssigkeiten gefüllt und sich ein Megaphon auf das Auto montiert. Wie hier so üblich, fährt der Wagen nun durch die Dörfer und das Megaphon plärrt heraus, was es halt so zu plärren gibt. Ob Gas, Müllabfuhr, Trinkwasser, Melonen oder eben Eis – alle Produkte werden lauthals angekündigt. Und so nun eben auch das Glace dieses Mannes. Da aber die Zielgruppe sich hier vor allem auf Kinder bezieht – und man ja auf seine Kundschaft eingehen soll – hat der Megaphonsprecher kurzerhand einen Stimmenverzerrer zur Hilfe genommen und quäkt nun munter in Kinderstimme – welche ehrlichgesagt ziemlich, ziemlich gruselig klingt – durch das Dorf. Wir hättens aufnehmen sollen – ihr würdet euch kringeln. Nun müsst ihrs euch halt vorstellen…

In Zitacuaro hat uns natürlich auch das eine oder andere Mal ein Hüngerchen gepackt. Am ersten Abend watschelt Cynthia daher zum nächsten Restaurant und holt sich etwas zum Mitnehmen. Soweit so gut. Auf dem Nachhauseweg begegnet sie einem Clown. Ja, einem Clown. Mit leuchtender Plastiknase, orangenen Kringelhaaren, übergrossem Einteiler mit bunten Knöpfen, langen schlacksigen Schuhen und viel Schminke im Gesicht. Der Anblick an sich ist im Dunkeln schon mal etwas schräg – gerade auch, weil er und Pédaleurine weitestgehend alleine durch die Gassen ziehen. Doch dass der buntbemalte Unterhalter fluchend an einer Zigarette zieht und ab und zu auf den Boden rotzt, macht es irgendwie noch etwas schräger. Wie im Film. Momente die das Leben schreibt halt.

Aber eben – kommen wir zu unseren aktuellsten Berichten. Den freien Tag in Zitacuaro haben wir verlümmelt. Es wurde geschlafen, gesurft, die Wäsche zur Wäscherei gebracht, gegessen, gefaulenzt, bei der Wäscherei wie blöd an die Tür gedonnert weil sie schon wieder geschlossen hatte, und anschliessend mit erfolgreich frisch gewaschenen Klamotten zurückgekehrt. You see – so ganz nur Faulenzen liegt nicht drin -aber bitzi Faulenzen ist doch auch schon was.

Nun aber war dann bereits der Abend des freien Tages gekommen und wir spazierten etwas durch die Strassen von Zitacuaro. Und was entdecken wir? Einen knallrosaroten VW Käfer. Und was hatten wir nicht dabei? Die Kamera. Und was war schon wieder abgedüst, als wir die Kamera holen wollten? Der knallpinke VW Käfer. Anyways.

Beim Abendessen machten wir uns so unsere Gedanken, wie wir das denn morgen so machen wollen. Mit Pick-Up, Velo verladen und so. Wir beide hatten keinen, aber auch so wirklich nicht den Hauch eines Bocks darauf, diese Achtzehn Kilometer mit dem Auto zurückzulegen. Daher fassten wir einen mutigen Entschluss – und beschlossen, es einfach mit Fahren zu probieren oder dann halt die Strecke zu schieben. Isch ja gliich – ist ja nicht so weit.

Nun ist der grosse Tag da. Der 23. Januar. Endlich. Seit Monaten sehnen wir dem Tag entgegen, starren auf das Countdownapp, welches zeitweise zu schleichen und zweitweise zu rennen scheint und freuen uns auf heute. Warum? Verzellemer. Alles der Reihe nach.

Früh am Morgen beladen wir die Räder und schwingen uns in die Sättel. Das Fahren geht mehr oder weniger ganz gut, wir – also vor allem Mike, denn Cynthias Velo ist noch fit – dürfen einfach nicht über 10 Stundenkilometer beschleunigen. Aber das macht nichts, denn die Strasse ist so fürchterlich steil, dass man sowieso keine Geschwindigkeit über Schritttempo erreichen kann. Radnabe hin oder her. Pédaleurs sind nämlich auch heute wieder super bauernschlau und entscheiden sich für eine Abkürzung. Diese führt uns anstelle der Asphaltstrasse über eine Piste. Der Boden besteht aus Sand, groben Steinen, Kies, Dreck und Schlaglöchern. Und es ist steil. Aber richtig. Die ersten vier Kilometer müssen wir somit schieben. Mit ganzer Kraft lehnen wir uns in die Göpel und kommen nur langsam voran.

Doch dann – bei Kilometer sieben – gelangten wir dann doch wieder auf die richtige Strasse und kamen um einiges besser voran. Jupie.

Nach ein paar Stunden, einigen Pausen und eben wie gesagt ungefähr 18 Kilometern erreichen wir gegen Mittag das Butterfly B&B in Macheros. Nun sind wir doch alles gefahren. Bis hierhin. Oh yeah – so geil.

Jupidupidu – wir sind da. Nun heisst es warten….

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