Mexico City_Wiedersehen mit Timbila


Am kommenden Vormittag stehen wir zeitig auf, denn wir wollen uns um die Velokartons kümmern, die wir ja dann für den Flug am Freitag brauchen. Zuerst einmal spazieren wir zur Fahrradstrasse in unserem Quartier. Ja, zur Fahrradstrasse. Hier gibt es nämlich nur Fahrräder. Es gibt übrigens auch eine Schuhstrasse, eine Mikrowellenstrasse und eine Industriestaubsaugerreparaturstrasse. Wir haben kein Glück. Die Fahrradverkäufer sind zwar sehr nett, berichten uns aber alle das Gleiche. Die Kartons werden hier von einer Firma abgeholt und in der Kartonstrasse zwischengelagert. Heute ist eine Art Feiertag und die Kartonhändler haben frei. Hhhm.

Wir gehen zurück zum Hotel und googlen uns nochmal durch. In einem anderen Stadtviertel hat es weltbekannte Fahrradmarken und wir erhoffen uns, dass diese ihre Kartons nicht abholen lassen. So nehmen wir uns ein Taxi und fahren da hin. Der Laden ist geschlossen. Oh no. Aber gleich um die Ecke soll es noch einen Laden haben. Auch geschlossen. Doppel oh no. Nun machen wir uns auf einen langen Spaziergang in Richtung eines dritten Ladens. Nach über einer Stunde Spazieren finden wir diesen jedoch schlussendlich nicht. Trippel oh no.

Zwar sind wir ja noch ein paar Tage in der Stadt, aber wir haben definitiv besseres vor, als uns tagelang um diese blöden Kartons zu kümmern. Unverrichteter Dinge schnappen wir uns ein weiteres Taxi und lassen uns ins Hotel Ibis zu Jeannette und Tinu fahren. Auch die beiden wollen heute einigen Krimskrams erledigen und sind noch nicht ganz fertig. Haben dann anschliessend übrigens ähnlich viel Erfolg wie wir mit unseren Kartons.

So schlagen sich die Pédaleurs die Zeit in der Fussgängerpassage, mit dem Kauf von neuen Schuhen und etwas Sightseeing rum. Und Mittagessen gehen wir auch noch. Die Pouletflügeli sind eklig. Mike kann später noch ein Liedchen davon singen…

Gegen vier Uhr treffen wir Timbila dann im Ibis. Juhuuu. Schön, sie so kurz nach der Havannareise wieder zu sehen. Zuerst trinken wir etwas, bummeln anschliessend durch den Markt, spazieren entlang der Fussgängerzone und verbringen einen gemütlichen Abend. Das Abendessen gibt es im Café eines Museums. Es ist toll hier! Angeschlossen an das Café hat es noch so einen Krimskrams Laden. Einer mit bunten Post-Its, übergrossen Büroklammern, lustigen Brotbrettern, quakenden Schlüsselanhängern in Entenform und so weiter. Ihr wisst schon.

Wir sind nun seit dem frühen Vormittag unterwegs, sind über 15 Kilometer spaziert, haben viel geplaudert und gut gegessen. Langsam werden wir alle etwas müde und so verabreden wir uns für den kommenden Tag.

Kaum zurück im Hotel, wird Mike von Bauchschmerzen geplagt. Eine Mischung aus Burritos, ekligen Chickenwings und Pasta Bolognese machen ihm zu schaffen. Ihm ist schlecht. Irgendwann schläft er dann doch ein, um dann um zwei Uhr nachts ins Badezimmer zu rennen. Lebensmitteltohuwabohu und Badezimmerdauerbelegung ist angesagt. Bis halb vier Uhr morgens. Oh je.

Wir treffen uns am kommenden Tag wie verabredet mit Jeannette und Tinu zum Frühstück, doch Mike ist überhaupt nicht zwäg. Ganz und gar nicht. Er muss wieder zurück ins Hotel. So verbringt Cynthia den Tag alleine mit Timbila. Wieder ist eine Busfahrt angesagt, diesmal mit der violetten Linie, die uns zur Basilica fährt. Ein grosser Platz mit unterschiedlichsten Kirchen aus unterschiedlichsten Jahrhunderten erwartet uns. Und Souvenirs gibt’s auch. Man kann zwischen tausenden von vergoldeten Heiligenbildern aussuchen und sogar ein Selfie mit einer überlebensgrossen Maria machen. Naja. Bei uns in der Schweiz wäre das gelinde gesagt zu viel des Guten, hier in Lateinamerika scheint es genau das Richtige zu sein.

Der Lilane Bus führt uns in einem Bogen zurück zum Zocalo. Heute findet wieder einmal eine Demonstration statt und auf dem Platz sind hunderte von schwerbewaffneten Polizisten postiert. Allgemeines Demonstrationthema ist natürlich der erhöhte Benzinpreis. Kein Wunder flippen die Mexikaner bei diesem Thema fast aus. Die Demo läuft übrigens sehr ruhig ab und die Polizisten respektive ihre Waffen kommen nicht zum Einsatz.

Wir drei gönnen uns zum Mittagessen ein Happy Meal und steigen anschliessend in ein Taxi, welches uns zum Museum von Frieda Kahlo fährt. Doch die Warteschlange ist richtig, richtig lang und wir müssten in der Mittagssonne beinahe eine Stunde ausharren. Wir verzichten und spazieren kurzerhand zum Artesanal Mexicano de Coyoacán, den Cynthia ja schon kennt. Der Markt ist heute nur zu einem Drittel geöffnet, macht aber nichts, hat trotzdem schöne Sachen.

Nach einer Limonade und etwas Wartezeit im Park hoppen wir auf den grünen Bus und fahren zur Übernächsten Station. Hier haben Timbila Anschluss auf die Metro, die sie direkt zu ihrem nächsten Termin fährt. Wir verabschieden uns also und Cynthia hüpft in ein Taxi. Das Taxi bringt sie noch einmal zu dem Platz, wo der Veloladen mit den Kartons steht. Doch der Fahrer lässt sie an einer anderen Ecke als das letzte Mal raus und so hat Pédaleurine trotz GPS akuten Orientierungsverlust. Die Polizei hilft. Der Veloladen hat aber auch heute geschlossen und so probiert sie es halt nochmals beim Velodrom. Und siehe da – der hat geöffnet. Der Verkäufer spricht kein Englisch, Cynthia kein Spanisch. Aber wir verstehen uns trotzdem. Ja, er hat Kartons. Zwei Stück. Wir dürfen sie am Donnerstag abholen. Juhuuuu – super.

Danach geht es mit einem weiteren Taxi zur Wäscherei und anschliessend mit sauberen Klamotten zurück ins Hotel. Mike hat den ganzen Tag abwechselnd im Bett und im Badezimmer verbracht. Huiuiui, der sieht gar nicht gut aus. Per SMS sagen wir die Verabredung für den heutigen Abend mit Jeannette und Tinu ab und Cynthia besorgt stattdessen Hühnerbrühe, Weissbrot und Cola. Langsam kommen Pédaleurs Lebensgeister zurück und er kann sich sogar aufsetzten. Den Abend verbringen wir dann natürlich relativ ereignislos und gemütlich. Mike wird allmählich wieder gesund. So sah es jedenfalls aus.

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