Km 28554 – Km 28584_Estoril – Lissabon


Wir sind noch nicht einmal eine Woche in Europa und die Ereignisse überschlagen sich. Mal vorne weg: es gefällt uns supermega gut hier in Portugal! Wir kommen wieder - das ist jetzt schon klar. Gerne berichten wir dir anbei von unseren Erlebnissen in den vergangenen Tagen. Die gute Nachricht gleich als erstes: Mike ist wieder gesund. Juhui. Aber eigentlich folgen nun nur noch gute Nachrichten, der letzte Satz war somit etwas falsch formuliert. Aber egal. Hauptsache, alles gut.

So. Nun beginne ich aber mal mit erzählen... sonst wird das heute nichts mehr... also. Uufpasse...

Unsere Fahrräder wurden wie von der Fluggesellschaft versprochen, um Mitternacht nach unserer Ankunft direkt ins Hotel geliefert. Super. Nachdem Cynthia von der Apothekenodyssee wieder zurückgekehrt ist und die Medikamente bei Mike allmählich anfingen zu wirken, packten wir als erstes die Fahrräder aus den Kartons. Weitestgehend ist alles heil, und trotz dem dass der Karton am Zoll geöffnet wurde, ist die Lieferung vollständig. Phuu. Grosses Aufatmen.

Die Velos sind mehr oder weniger zügig zusammengebaut. So zügig das halt gehen kann. Also so zwei, drei Stunden hats schon gedauert, aber schlussendlich lagen dann keine Teile mehr rum und die Velos hatten beide wieder je zwei Räder und einen Lenker. Somit alles paletti.

Nach dem Aufbau lassen wir die Medikamente noch etwas intensiver wirken und gehen den Abend ruhig an.

Den nächsten Tag starten wir putzmunter bei einem fabelhaften Frühstück. Es gibt Lachs, selbstgemachte Gipfelis, Konfitüre, Käse, Schinken, Rühreier, Orangensaft und vieles mehr. Megamega lecker - wir sind begeistert. Anschliessend starten wir frischgestärkt die erste Radlertour seit fast drei Wochen... Die Fahrt führt uns dem Meer entlang in Richtung Hauptstadt. Nach einer kleinen Losfahrkrise und dem ersten Schoggicocipäuseli geht die Fahrt immer besser und unsere rostigen Knochen kommen langsam aber sicher wieder in Schuss.

Heija - hier in Portugal ist alles anders. Öbs glaubsch oder nöd - der Verkehr macht uns etwas Sorgen. Und zwar nicht, weil es Raser, Huper oder Esel auf der Strasse hat; nein, etwas Anderes macht uns Sorgen... Hier in Europa sind die Verkehrsregeln so klar - äh ja, wie sagt man das - geregelt halt, und den Fahrern ist das Fahren nach Regel so sehr eingeimpft, dass so mancher sich ob einem Pédaleur auf der Fahrbahn erschrickt und nicht recht weiss, was er machen soll. Improvisation scheint hier bei der Führerscheinprüfung kein Fach zu sein. Die Fahrer getrauen uns kaum zu überholen und zwei-, dreimal verursachen wir ein Durenand. Oh mann. Aber es geht schon... wir müssen glaubs einfach wieder lernen, mehr auf die Regeln zu achten. Macht nüüt - hat ja auch sein Gutes...

Um Elf Uhr mittags erreichen wir dann Lissabon. Durch einige Umleitungen, Baumassnahmen und Ampeln verlangsamt sich dann unsere Fahrt auf Schritttempo und die definitive Ankunft verzögert sich etwas. Aber um halb zwölf haben wir es dann auch geschafft und checken im Welcome Hostel ein. Das Hostel entpuppt sich als kleines Bijou, die Zimmer sind sauber, der Balkon ist herzig und die Mitarbeiter sehr freundlich. Sie sind sogar so freundlich, dass wir die verschobene Nacht - von gestern auf heute - nicht nachbezahlen müssen. Super.

Wir legen los mit unserem Stadtbummel und sind als erstes direkt einmal vor den Kopf gestossen. Den im Verlauf der ersten Stunde werden wir - nei, mer öbertriibed werklech ned - über Zwanzig mal von Männern angesprochen, die uns Haschisch verkaufen wollen. Es läuft immer so ab, dass jemand einem beinahe anrempelt, seine offene Hand mit einem grün bestopften Plastiksäckli zeigt und wie eine erkältete und hustende Schlange Haschschischsch murmelt. Wir sagen nein danke, nein, NO!, Butzdifort. Hilft nichts, wir scheinen die perfekten Klienten. Jänu. Kommt wohl davon, wenn man nur noch verlöcherte Kleider hat...

Direkt am Meer gönnen wir uns ein europäisches Mittagessen. Es gibt Pasta. Mit Sauce, ohne Chili, ohne Koriander, gewürzt aber nicht überwürzt, gesalzen aber nicht versalzen. Also abgeschmeckt halt. Und die Tomatensauce besteht nicht nur aus Püree mit Wasser. Wow. Leeeeecker!

Danach spazieren wir durch die wundervolle Altstadt Lissabons und halten vor einem Barbier. Mike geht rein und lässt sich die Haar schneiden, während Cynthia den Stadtbummel alleine fortsetzt. Eine knappe Stunde später treffen wir uns wieder und erkunden den Rest der Altstadt gemeinsam. Es gefällt uns super. Die Pflastersteine, die gelben Trams, die alten Kathedralen, die Sicht auf das Meer, das Ambiente, die herzigen Lädelis, die Cafés, die freundlichen Menschen, die Strassenmusiker und vieles mehr. Wirkli super - ein toller Tag. Auch neue Flipflops finden wir. Gefühlte Nummer sechsundzwanzig auf dieser Reise. Diesmal wieder Hawaiianas. Letzte Woche haben wir übrigens bereits ein paar gekauft. Die hat Cynthia innert einem Nachmittag heruntergewatschelt. Nun hoffen wir aber wirklich, dass dieses Paar bis nach Hause durchhält. Gopf. Xsehd aber guet uus - fünfzehn Kilometer haben sie schon auf der Sohle und noch sind keine Schäden in Sicht.

Zum Abschluss des Stadtbummels kraxeln wir auf das Stadttor und gucken uns Lissabon von oben an. Eines ist bereits jetzt klar – ja, wir wissen, wir haben schon oben einmal erwähnt… - wir kommen wieder! Anschliessend gönnen wir uns noch Kaffee und Kuchen in einem Strassencafé und studieren die Hirarchie der Haschischverkäufer. Auf vier Fussgänger kommt hier mindestens ein Dealer. Krass. Scheint wohl doch was dran zu sein - an diesem gefährlichen Europa. Hahahaha.

Abends lümmeln wir noch etwas im Hostel herum, flicken wieder einmal das GPS und studieren voller Vorfreude den Grundrissplan unserer neuen Wohnung. Hed ja na Ziit - aber so chli omeschnöigge macht scho Spass.

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