Km 33017 – Km 33183_Lleida – Zaragoza
- vor 35 Minuten
- 7 Min. Lesezeit

Am gestrigen Tag haben wir Ersatz für unsere Bremsklötze gesucht und uns dabei die Stadt angesehen. Sogar auf dem Turm des Wahrzeichens der Stadt waren wir. Mike ist bis ganz nach oben gestiegen. Huiuiui, das spürte er noch lange in den Knien. Bevor wir Lleida verlassen, wollen wir uns ein tolles Frühstück gönnen. Nach langem Warten bekommen wir beide etwas – allerdings nicht das, was wir bestellt hatten. Jänu. Magen ist voll.
Die Ausfahrt aus der Stadt kam abrupt. Hinter dem äussersten Ring war die bewohnte Fläche zu Ende und wir standen plötzlich auf einem Veloweg dem Fluss entlang. Riss. Bis Zaragoza wollen wir nun dem Jakobsweg folgen. Wir fahren durch Felder pinkblühender Bäume und über sandige Hügel. Es gab viele Hasen und ein paar davon wurden von streunenden Hunden gejagt.
Wir nehmen es heute eher gemütlich und so beschliessen wir, bereits in Fraga zu übernachten und die freie Zeit unseren Reparaturpendenzen zu widmen. Am Abend gehen wir essen. In dem chinesischen Restaurant werden wir von einem Roboter bedient. Beeep, Beeep, mit Musik klingt es durch das ganze Restaurant, ein Mannhohes Ding kommt daher gefahren. Am Tisch bleibt er dann stehen und blinkt vor sich hin. Wir dürfen uns unsere Teller von der Ablagefläche nehmen und Beeep, Beeep, mit Musik fährt der Roboter wieder weg. Lustig wars.
Am nächsten Tag hat Cynthia Geburtstag. Wir verlassen Fraga immer schön den Pfeilen des Jakobswegs folgend, bis wir sie bei der Stadtausfahrt aus den Augen verlieren. Unser Weg führt uns auf die A-131. Das hatten wir so gar nicht geplant – aber hey: follow the flow. Riss. Und so fahren wir nun doch nicht auf dem Pilgerweg sondern pilgern uns unseren Weg selbst. Zu unserem Entzücken führt uns die A-131 nicht über hoch angesagte Hügel, sondern genau um diese herum. Wunderbar. Es ist nicht viel los hier. Jede Menge Landwirtschaft und ein paar verschlafene Dörfer.
Mike ist den ganzen Tag über auf der Suche nach einer Einkaufsmöglichkeit. Schliesslich hat er für Cynthias Geburtstag einen Plan ausgeheckt. Aber es gibt keine Einkaufsmöglichkeiten. Nichts und nirgends ein Lädeli zu sehen. Dafür kommen wir sehr gut voran.
In Sañena soll es einen DIA geben. Gemäss unserer Karte: ein Minidörfli – DIA und bam, bam. Doch als wir ankommen, stehen wir plötzlich in einer mittelgrossen Stadt. Sogar ein Hotel gibt es. Zuerst mal geht Mike einkaufen. Aus dem Laden schmuggelt er an Cynthia einen Kuchen vorbei, indem er sie wie ein Taschendieb mit einer Rolle Haribo ablenkt.
Nach etwas Überlegung beschliessen wir, beim Hotel nachzufragen, ob es Übernachtungen anbietet. Unsere Erfahrung ist nämlich, dass so manches Hotel kein Zimmer hat. Klingt komisch? Ist aber so. Doch hier in Sañena ist ein Hotel noch ein Hotel und wir bekommen ein Zimmer. Nach einem Burger im hoteleigenen Restaurant ziehen wir ein und Mike bestückt den Heimlichkuchen mit Heimlichkerzen. Als Cynthia dies entdeckt ist sie aus dem Häuschen. Grosse Freude. Happy Birthday.
Am Abend dann feiert die ganze Stadt mit uns. Denn es ist Karneval in Sañena. Und wo ist der Hauptschauplatz für die Guuggen und Partygänger in diesem Ort? Genau. Unter unserem Zimmer. Die Fete geht bis in die Nacht, die letzten Partygänger übergeben sich gegen vier Uhr unter unserem Balkon.
Den nächsten Tag starten wir in stockdickem Nebel. Die Sicht beträgt teilweise nicht einmal 100 Meter. Die Lagune, auf die man hier so stolz ist, sehen wir im Nebel nicht. Erst nach einigen Kilometern verlassen wir das trübe Loch und steigen in die warme Sonne auf. Riss. Bei einer Pause pumpen wir unsere Reifen, damit es wieder leichter rollt.
Die ‘Basilica del Pilar’ sehen wir bereits von weitem und ungefähr gegen 16:00 Uhr erreichen wir Zaragoza. Hier wollen wir zwei Nächte bleiben. In den Rezensionen haben wir gelesen, dass die Zimmer in unserem Hotel sehr klein und schwer zugänglich sind. Wir machen uns bereits im Vorfeld Gedanken, wie wir all unser Hab und Gut ins Zimmer bringen. Das ist nämlich immer etwas anstrengend. Insbesondere nach einem langen Fahrtag. Mitten in der Altstadt von Zaragoza checken wir nun ein. Und – wer hätte das gedacht – der Aufzug ist gross genug für vollbeladene Fahrräder, im Zimmer selbst hätten wir dreimal Platz. Was für ein Glück.
Wir gehen noch etwas bummeln, waschen unsere Wäsche und verlängern kurzerhand unseren Aufenthalt. Aus zwei Nächten werden drei. Das erste Mal, seit wir unterwegs sind, haben wir zwei Tage am Stück frei. Schön wars. Wir haben uns die Stadt angeschaut, Spaziergang am Fluss entlang gemacht, fein gegessen und viel geschlafen.
Zaragoza ist sehr hübsch, insbesondere die Kirche ist unglaublich beeindruckend. Die Basilika steht unter Denkmalschutz und ist ein Juwel der Barockkunst. Sie wurde während des 17. und 18. Jahrhunderts errichtet. Der Hauptaltar und der Renaissance-Chor sind aus Alabaster gearbeitet. Zusammen mit der Kathedrale von Santiago de Compostela ist die Pilar-Basilika eines der bedeutendsten religiösen Zentren Spaniens. Zudem hat es wertvolle Kunstwerken aus verschiedenen Epochen. Auf uns macht die Kirche den Eindruck, als wären viele Kirchen in einer Kirche. Die Gläubigen gehen gezielt in die verschiedensten Bereiche. Es scheint für jedes Anliegen einen eigenen Heiligen mit seinem Altar zu geben. Es ist total faszinierend, der Besuch superschön.
***
Yesterday, we looked for replacements for our brake pads and explored the city. We even climbed the tower of the city's landmark. Mike climbed all the way to the top. Wow, he felt it in his knees for a long time afterwards. Before we leave Lleida, we want to treat ourselves to a great breakfast. After a long wait, we both get something – but not what we ordered. Oh well. At least our stomachs are full.
The exit from the city came abruptly. Behind the outer ring road, the inhabited area ended and we suddenly found ourselves on a cycle path along the river. Break. We now want to follow the Way of St. James to Zaragoza. We ride through fields of pink-blossoming trees and over sandy hills. There were lots of rabbits, some of which were being chased by stray dogs.
We're taking it easy today, so we decide to stay overnight in Fraga and devote our free time to our repair tasks. In the evening, we go out for dinner. In the Chinese restaurant, we are served by a robot. Beep, beep, music sounds throughout the restaurant, and a man-sized thing comes driving along. It stops at the table and flashes away. We can take our plates from the shelf and beep, beep, accompanied by music, the robot drives away again. It was funny.
The next day is Cynthia's birthday. We leave Fraga, following the arrows of the Way of St. James, until we lose sight of it at the city limits. Our route takes us onto the A-131. We hadn't planned it that way at all – but hey: follow the flow. Riss. And so we are not travelling on the pilgrimage route after all, but making our own pilgrimage. To our delight, the A-131 does not take us over the much-talked-about hills, but around them. Wonderful. There's not much going on here. Lots of agriculture and a few sleepy villages.
Mike has been looking for a place to shop all day. After all, he has come up with a plan for Cynthia's birthday. But there are no shopping facilities. No shops to be seen anywhere. On the other hand, we are making very good progress.
There is supposed to be a DIA in Sañena. According to our map: a mini village – DIA and bam, bam. But when we arrive, we suddenly find ourselves in a medium-sized town. There is even a hotel. First, Mike goes shopping. He sneaks a cake past Cynthia in the shop by distracting her with a roll of Haribo sweets, like a pickpocket.
After some consideration, we decide to ask at the hotel if it offers overnight accommodation. Our experience is that many hotels don't have any rooms available. Sounds strange? But it's true. However, here in Sañena, a hotel is still a hotel and we get a room. After a burger in the hotel restaurant, we move in and Mike decorates the secret cake with secret candles. When Cynthia discovers this, she is over the moon. Great joy. Happy birthday.
In the evening, the whole town celebrates with us. Because it's carnival in Sañena. And where is the main venue for the Guuggen and partygoers in this town? Exactly. Underneath our room. The party goes on into the night, with the last partygoers throwing up under our balcony at around four o'clock.
The next day starts with thick fog. At times, visibility is less than 100 metres. We can't see the lagoon, which the locals are so proud of, in the fog. Only after a few kilometres do we leave the gloomy hole behind and climb into the warm sunshine. Crack. During a break, we pump up our tyres so that they roll more easily again.
We can already see the Basilica del Pilar from afar and arrive in Zaragoza at around 4 p.m. We plan to stay here for two nights. We have read in reviews that the rooms in our hotel are very small and difficult to access. We are already thinking about how we will get all our belongings into the room. This is always a bit of a struggle, especially after a long day of driving. We check in in the middle of Zaragoza's old town. And – who would have thought it – the lift is big enough for fully loaded bikes, and there's three times enough space in the room itself. What luck.
We go for a stroll, do our laundry and decide to extend our stay. Two nights become three. For the first time since we set off, we have two days off in a row. It was lovely. We explored the city, took a walk along the river, ate well and slept a lot.
Zaragoza is very pretty, and the church in particular is incredibly impressive. The basilica is a listed building and a jewel of Baroque art. It was built during the 17th and 18th centuries. The main altar and the Renaissance choir are made of alabaster. Together with the Cathedral of Santiago de Compostela, the Basilica of Our Lady of the Pillar is one of the most important religious centres in Spain. It also houses valuable works of art from various periods. The church gives us the impression of being many churches in one. The faithful go to specific areas. It seems that there is a separate saint with his own altar for every cause. It is totally fascinating, and the visit is wonderful.

