Sommerfahrt in den Balkan Teil I

Schweiz - Bosnien und Herzegowina


Die erste Nacht nach Feierabend verbringen wir wieder einmal mehr auf dem Gotthard, wir kommen spät im Dunkeln an und finden an unserem Platz einige Zelte und Camper. Wir parkieren den taubenblauen Django, stehen gerade, staunen ob den vielen Sternen und legen uns gleich hin.

Am Morgen ist das Ausmass sichtbar, der Gotthard ist überstellt mit Campern, es scheint bereits Feriensaison zu sein.


Unsere Kühltruhe will nicht recht, beziehungsweise das Solarpanel macht noch immer Schwierigkeiten. Leicht angesäuert gehen wir die Sache nochmals an und fangen ganz vorne an, am Panel selbst. Plus und Minus sind vertauscht. Nach einer kurzen Prüfung und einem testweise umstecken am Stromwandler, gehen plötzlich alle Lampen wieder an. Wir checken die Fotos vom Ausbau und sehen, das

s schwarz und rot vor dem Ausbau am falschen Anschluss waren, jetzt steck halt rot im Minus uns schwarz im Plus, aber es lädt. Unglaublich. Das Problem scheint endlich gelöst.


Nach einem kurzen, aber wunderschönen Familienbesuch in Sala, bei dem wir gepicknickt, grilliert und zusammen gefrühstückt haben, verabschieden wir uns und fahren los in Richtung Italien.


Waren wir doch jahrelang nicht in unserem Nachbarland und nun zum dritten Mal in diesem Jahr. Italien ist für diesmal ein Transitland und so verbringen wir die gesamte Zeit auf der Autobahn.

Der erste halt ist am Gardasee. Dort finden wir einen kleinen günstigen Platz, direkt am Wasser. Unsere Kühltruhe und die Batterie scheinen sich eingependelt zu haben.


Es ist extrem heiss an diesem Tag, und so bädelen wir einmal lange im See und gehen insgesamt dreimal an diesem Tag unter die Dusche. Sind also den ganzen Tag nass - entweder verschwitz oder frisch geduscht.


Nun machen wir uns an die Routenplanung dieser Ferien. Dafür hatten wir nämlich noch keine Zeit gefunden und so wird es höchste Eisenbahn. Unsere Pläne sind gross, der geliehene Leuchtstift malt einmal über die gesamte Balkankarte. Im Internet suchen wir Hotspots raus. Hier und da und ach wow auch noch da wollen wir hin. Der pinkfarbene Strich wird länger und schlängelt sich immer mehr. Schon heute denken wir, dass wohl nicht ganz alles zu schaffen ist. Aber wär weiss - Dream big.



Nach dem Abendessen am See machen wir einen kleinen Spaziergang am Ufer entlang. Viel Volk, Verkäufer und Verliebte schlendern umher.


Irgendwann gehen wir dann zu Bett. Die Fenster weit offen, die neuen Moskitonetze - einen Tag vor den Ferien geliefert - schützen uns vor lästigen Stichen.


Wir dürfen erst um Sieben los, so stüüdelen wir etwas bei einem Kaffee. Bereits jetzt ist es brütend heiss. Vorbei an Verona, Venedig und Trieste, erreichen wir Slowenien auf die Mittagszeit.


Ab von der Autobahn, fahren wir durch ein bewaldetes Tal auf der Landstrasse und suchen uns ein Restaurant. Nach unglaublichen zwei Gordonbleu und zwei Schnitzel vom Grill - wir dachten wir hätten je eines bestellt - geht es mit vollen Magen in Richtung Kroatien (Hrvatska).

Wir folgen der Küste und stehen eine längere Weile vor Krk im Stau. Kurz darauf nehmen wir unsere damals beradelte Strasse auf. Der Camping Spasovac ist derjenige, den wir schon 2015 nahmen und liebten. Diesmal ist es allerdings voll. Fast. Wir bekommen den letzten Platz. Die 16, direkt am Meer. Eine fast einstündige Abkühlung in der schönen kleinen Bucht, hilft gegen die 36°C.


"Die Strasse über uns führt nach Bandar-Abbas." Eine lange Re


ise hat zwei Seiten, das wundervolle Unvergessliche und das wundervolle Unvergessliche. In Gedanken folgen wir der Strasse und schwelgen in den Abenteuern, die wir in zwei Jahren auf ihr erlebt haben. Und jetzt, machen wir das beste aus zwei Wochen. Unsere Herzen scheinen zu warten...


Wir essen noch ein Glacé und gehen danach schlafen. Ein Sturm zieht auf und der Wind fegt durch die kleine Bucht. Noch immer ist es heiss und so tut der warme Wind ganz gut.


Am Morgen um zwanzig nach sieben, röhren wir durch den Tunnel auf die Strasse zurück.

Diesel nachfüllen müssen wir verschieben, da die Tanke an allen Dieselzapfen ein grosses NO, NEIN, NIET geklebt haben.

Bei Senj nehmen wir zuerst die falsche Ausfahrt - beim Wenden dann passiert das Unglück. Einmal ein Mäuerchen übersehen und schon ist die Stossstange verbogen. Ohje. Schauen wir dann zuhause. Allzu schlimm wird es schon nicht sein.


Nun folgen wir der Schlucht nordostwärts, zum Pass der uns damals vom Meer getrennt hat und uns so lange warten lies. Gleichzeitig verabschieden wir uns bei grossartiger Aussicht vom strahlend blauen, kroatischen Meer.



Wir folgen einigen Kilometern der uns bekannten Strasse und werweisen wo wir damals aus dem Wald kamen, nachdem wir uns in demselben verfahren hatten. Bärenschilder weisen auf Waldbewohner hin und lassen uns nochmals in die Hüehnerhuutsituation von 2015 zurückversetzen. Damals - lost in the Forest.


Schon kommt die Grenze und nach einem Stempel - Judihuii - betreten wir Bosnien und Herzegowina. Wir sind gespannt - das Land hatten wir bis anhin nur als Transit verwendet.




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